Kuschelige Haustiere: Welches Tier passt zu Ihnen?

Haustiere, die zum Kuscheln einladen, sind besonders beliebt und werden von Kindern oft als Spielkameraden geschätzt. Doch nicht jedes Tier ist gleichermaßen für ausgiebige Streicheleinheiten geschaffen. Während Hund und Katze oft als ideale Kuschelpartner gelten, gibt es auch andere tierische Begleiter, die zwar Zuneigung suchen, aber ihre eigenen Bedürfnisse haben. Wer sich ein neues Haustier wünscht und dabei vor allem jemanden zum Liebhaben und Knuddeln sucht, sollte sich im Vorfeld gut informieren. Grundsätzlich gilt jedoch: Jedes Tier hat seinen eigenen Kopf und entscheidet selbst, wann und ob es gestreichelt werden möchte. Tierhalter sollten dies respektieren und ihren Lieblingen ihre Ruhe gönnen, wenn sie nicht in Kuschelstimmung sind.

Katzen: Die Meisterinnen der Zuneigung

Es ist kaum überraschend, dass die Katze oft an der Spitze der kuschelbedürftigsten Haustiere steht. Stubentiger suchen instinktiv die Wärme, was besonders für reine Wohnungskatzen gilt. Ob auf der Heizung, vor dem Ofen oder im Bett des Menschen – warme, gemütliche Plätze sind bei Katzen äußerst beliebt. Darüber hinaus schätzen sie die Nähe zu ihren Menschen. Wenn eine Katze sich an ihrem Besitzer reibt, sich auf ihn legt oder um seine Beine streicht, baut sie eine typische Gruppensignatur auf, die für sie von großer Bedeutung ist. Wissenschaftler vermuten, dass Katzen ihr Leben lang eine kindliche Bindung zu ihren Besitzern pflegen und das Streicheln als Ausdruck von Zuneigung interpretieren, ähnlich wie eine Katzenmutter ihre Jungen putzt. Hauskatzen sind zudem oft sehr kommunikativ und nutzen eine Vielzahl von Lauten, um ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Interessanterweise haben Studien gezeigt, dass Katzen ihr Miauen oft in einer Tonlage wiederholen, die Babys ähnlich ist, um eine gewünschte Reaktion bei Menschen zu erzielen. Diesen Trick wenden Katzen besonders in kleineren Haushalten an, in denen sie eine engere Bindung zu ihren Bezugspersonen haben.

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Hunde: Loyale Freunde für jede Lebenslage

Die Entscheidung für ein Haustier fällt häufig zwischen Hund und Katze. Beide Tierarten üben eine besondere Faszination aus und die Debatte, welches Tier “besser” ist, wird oft leidenschaftlich geführt. Wer sich für einen Hund entscheidet, wählt nicht nur eines der beliebtesten Haustiere, sondern auch einen treuen Begleiter, der meist die Nähe zu seinem Menschen sucht. Hunde gelten als äußerst loyale Gefährten, die ihre Besitzer als Rudelführer betrachten. Allerdings sind nicht alle Hunde gleichermaßen zum Kuscheln auf dem Sofa geeignet, was oft an ihrer Größe liegt. Dennoch können auch große Rassen wie Bernhardiner, Deutsche Doggen oder Schäferhunde verlässliche Mitbewohner sein. Der Kuschelfaktor ist bei kleineren Rassen wie Pekinesen, Australian Terriern oder Chihuahuas oft ausgeprägter. Generell sind Hunde jedoch sehr aktive Tiere, die nach ausgelassenem Toben im Wald oder Spielen mit Artgenossen auch eine Auszeit vom Streicheln benötigen. Manchmal möchten Hunde nach körperlicher Anstrengung lieber ihre Ruhe haben, was für den Halter zunächst ungewohnt sein mag, da Streicheln oft als Belohnung empfunden wird. In solchen Momenten kann ein Leckerbissen oft mehr Freude bereiten. Auch in fremden Umgebungen, wie einer unbekannten Wohnung, ist Zurückhaltung beim Streicheln geboten. Der Hund mag zwar die Nähe seines Besitzers zur Sicherheit suchen, möchte aber gleichzeitig die neue Situation bewusst wahrnehmen und in Ruhe gelassen werden. Hunde können auch unter einem stressigen Tag leiden und sich am Abend nach Ruhe und Erholung sehnen – ganz ähnlich wie Menschen.

Kleintiere: Flauschige, aber vorsichtige Begleiter

Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster oder Mäuse sind besonders bei Kindern beliebt. Sie bestechen durch ihr flauschiges Fell, ihre großen Augen und ihre handliche Größe. Dennoch ist eine artgerechte Haltung unerlässlich, was vor allem Abwechslung und – ganz wichtig – einen Artgenossen bedeutet. Kleine Tiere sind Fluchttiere und von Natur aus vorsichtig und schreckhaft. Daher sollten sie niemals gewaltsam aus ihren Rückzugsorten geholt werden, da dies enormen Stress verursacht. Dies kann dazu führen, dass die Tiere Angst vor ihrem Besitzer entwickeln oder sich zur Wehr setzen, indem sie beißen oder kratzen. Wirklich kuscheln mögen die wenigsten Kleintiere. Vorsichtiges Streicheln ist für zutrauliche Tiere in Ordnung, solange sie jederzeit die Möglichkeit haben, der streichelnden Hand auszuweichen.

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Vögel: Farbenfrohe Persönlichkeiten mit eigener Art der Zuneigung

Beliebte Vögel in deutschen Haushalten sind Wellensittiche und Kanarienvögel. Sie besitzen zwar kein dickes Fell, aber ein weiches, samtiges Federkleid. Die meisten Vögel lassen sich jedoch am liebsten von Artgenossen kraulen. Einige wenige zahme Vögel genießen es, wenn ihr Mensch ihnen den Kopf oder die Brust streichelt. Auch hier handelt es sich um Fluchttiere, die nicht zu ihrem “Glück” gezwungen werden sollten. Wenn ein Vogel keine Kuscheleinheiten möchte, sollte dies respektiert werden. Kein Mensch kann jemals einen zweiten Vogel ersetzen, weshalb die Einzelhaltung von Vögeln unbedingt vermieden werden sollte. Vögel sind sehr soziale Tiere und vereinsamen leicht, wenn der Mensch ihre einzige Bezugsperson ist. Das gegenseitige Gefiederputzen zweier Vögel ist zudem intimer und zärtlicher, als es ein Mensch mit seinen Händen je nachahmen könnte. Auch wenn Kanarienvögel oder Wellensittiche vielleicht keine typischen Kuscheltiere sind, ist die Beobachtung eines Vogelpaares, wie es sich gegenseitig pflegt und eng aneinander gekuschelt auf einem Ast döst, äußerst herzerwärmend. Ausnahmen bestätigen die Regel: Manche Vögel sind so begeistert von ihren Besitzern, dass sie kaum von ihrer Seite weichen und gerne unterhalten werden – auch in der Gruppenhaltung.

Exoten: Zuneigung mit Vorbehalten

Neben den klassischen Haustieren finden sich auch immer mehr exotische Tiere in deutschen Haushalten, darunter Schildkröten, Schlangen, Echsen und sogar Vogelspinnen. Auch diese Tiere können Zuneigung und Streicheleinheiten genießen. Eine zahme Schildkröte mag es beispielsweise, wenn ihr Hals gekrault wird. Vogelspinnen mit ihrem weichen Pelz laden zum Streicheln ein, doch ob sie dies wirklich mögen, ist fraglich. Wahrscheinlicher ist es, dass sie es dulden, wenn sie ihren Besitzer gut kennen, aber im Grunde auch ohne auskommen könnten. Das Herausnehmen aus dem Terrarium stellt für sie eine typische Stresssituation dar und ist daher nicht ratsam, wenn man dem Tier etwas Gutes tun möchte. Wärmeliebende Spinnenarten gewöhnen sich jedoch oft an Streicheleinheiten. Ähnlich verhält es sich bei den meisten Amphibien und Reptilien. Sie sind nicht zwangsläufig auf die Zuneigung ihres Besitzers angewiesen und fühlen sich in ihrem artgerechten Umfeld meist am wohlsten, nehmen Berührungen aber oft einfach hin. Echte “Kuscheltiere” sind sie jedoch nie und sollten auch nicht als solche betrachtet werden.

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Tierkinder oder erwachsene Tiere?

Wenn es um liebebedürftige und kuschelige tierische Begleiter geht, fällt die Wahl fast immer auf Säugetiere wie Katzen, Hunde oder Kleintiere. Viele Menschen bevorzugen dabei junge Tiere wie Welpen oder Kätzchen, da diese besonders anhänglich, liebesbedürftig und niedlich sind. Doch auch die Adoption eines Tieres aus dem Tierheim ist eine lohnenswerte Option. Laut Peta werden jedes Jahr allein 300.000 Tiere in deutschen Tierheimen abgegeben. Das Vorurteil, dass diese Tiere “schwierig” oder unverträglich seien, trifft keineswegs auf alle zu. Zwar haben einige Tierheimtiere Schlimmes erlebt oder Ängste entwickelt, doch das sollte kein Grund sein, ihnen keine zweite Chance zu geben. Viele Tiere sind dankbar, wenn sie endlich wieder in eine Familie einziehen dürfen und integrieren sich perfekt. Tierheime bieten zudem den Vorteil einer großen Vielfalt an Charakteren. Ob aktiv und verspielt oder ruhig und verschmust – hier kann jeder Interessent ein Tier finden, das genau zu ihm passt.