Die richtige Flüssigkeitszufuhr: Warum Wasser Leben ist

Jemand lässt am Waschbecken Wasser in ein Glas laufen.

Unser Körper ist ein Meisterwerk der Natur, und ein entscheidender Baustein für seine Funktion ist Wasser. Mit einem Anteil von 50 bis 80 Prozent je nach Alter ist Wasser die Grundlage für das reibungslose Funktionieren aller Organe. Ausreichendes Trinken fördert nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch die geistige Klarheit und Konzentrationsfähigkeit. Doch wie viel Flüssigkeit ist wirklich gesund und welche Getränke sind die besten?

Jemand lässt am Waschbecken Wasser in ein Glas laufen.Jemand lässt am Waschbecken Wasser in ein Glas laufen.

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Die Bedeutung ausreichenden Trinkens

Ausreichendes Trinken ist eine grundlegende Voraussetzung für unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. Da unser Körper zu einem Großteil aus Wasser besteht, sind regelmäßige “Nachfüllungen” unerlässlich. Wasser fungiert als lebenswichtiges Transportmittel für Nährstoffe, hilft bei der Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten über die Nieren und spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung unserer Körpertemperatur durch Schwitzen. Der Körper verliert ständig Flüssigkeit über verschiedene Wege, und dieses Defizit muss durch regelmäßigen Konsum ausgeglichen werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt als Richtwert eine tägliche Flüssigkeitsaufnahme von 1,5 Litern. Dieser Wert kann jedoch je nach individuellen Umständen variieren. An heißen Sommertagen, bei körperlicher Anstrengung oder intensivem Sport kann der Bedarf auf das Drei- bis Vierfache steigen. Es ist wichtig zu verstehen, dass der individuelle Bedarf von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Körpergröße abhängt. Mit zunehmendem Alter kann das Durstempfinden nachlassen, was die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr erschwert. Daher ist es ratsam, über den Tag verteilt regelmäßig zu trinken, idealerweise etwa alle zwei Stunden ein Glas.

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Folgen von Flüssigkeitsmangel

Selbst ein geringer Flüssigkeitsmangel kann bereits zu spürbaren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Trockene Haut und Schleimhäute, rissige Lippen und Mundtrockenheit sind oft erste Anzeichen. Darüber hinaus können Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Erschöpfung und eine eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit auftreten. Auch Schwindel, Verwirrtheit (insbesondere bei älteren Menschen), Verstopfung, ein schlapper Kreislauf und eine verminderte Nierenfunktion sind mögliche Folgen. Im Sommer erhöht sich zudem das Risiko eines Hitzschlags. Die gute Nachricht ist, dass sich der Körper schnell erholt, sobald die Flüssigkeitszufuhr wieder stimmt. Auf Vorrat trinken ist jedoch nicht möglich, da der Körper Wasser nicht speichern kann.

Was Sie trinken sollten – und was nicht

Als ideale Durstlöscher empfehlen sich Leitungswasser, Mineralwasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Auch Saftschorlen im Verhältnis 1:3 (ein Teil Saft zu drei Teilen Wasser) sind eine gute Wahl. Auf stark gesüßte Getränke wie Softdrinks oder unverdünnte Fruchtsäfte sollte eher verzichtet werden, da sie unnötige Kalorien enthalten und die Vorliebe für Süßes steigern können. Energy-Drinks und kalorienfreie Softgetränke sind ebenfalls keine optimalen Durstlöscher, da sie oft Süßungsmittel und Aromastoffe enthalten.

Kaffee und schwarzer Tee können zwar zur Flüssigkeitsbilanz beitragen, sollten aber wegen ihres Koffeingehalts in Maßen genossen werden. Bis zu drei bis vier Tassen täglich sind in der Regel unproblematisch. Vorsicht ist jedoch bei trinkfertigen Kaffee- oder Teegetränken aus dem Supermarkt geboten, die häufig viel Zucker enthalten. Leitungswasser ist oft die beste und gesündeste Wahl.

Tipps für Trinkmuffel

Wer Schwierigkeiten hat, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist damit nicht allein. Um dem entgegenzuwirken, können Erinnerungen auf dem Smartphone, eine Trinkliste zum Abhaken oder das ständige Bereithalten eines Glases Wassers am Arbeitsplatz oder unterwegs helfen. Auch Mehrwegflaschen sind eine praktische Lösung. Wenn Ihnen Leitungswasser zu langweilig wird, können Sie es ganz einfach und kalorienfrei aufpeppen: Mit der Schale von Bio-Zitrusfrüchten, Bio-Kräutern, Gurkenscheiben, Dill, Ingwerscheiben oder Minzblättchen verleihen Sie Ihrem Wasser eine erfrischende Note. Informationen zu Infused Water finden Sie in weiteren Artikeln.

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Wasserreiche Lebensmittel im Sommer

Wussten Sie, dass Sie Wasser auch essen können? Viele Obst- und Gemüsesorten wie Salat, Tomaten, Gurken, Wassermelone, Pfirsiche und Erdbeeren bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser. Diese Lebensmittel sind besonders im Sommer Saison und unterstützen unseren Körper optimal an heißen Tagen. Sie liefern zudem leicht verdauliche Ballaststoffe und sind eine gute Alternative zu schwerer Kost, die den Kreislauf zusätzlich belasten kann. An sehr warmen Tagen ist es ratsam, auf zuckerhaltige Getränke zu verzichten, da die Verdauung zusätzliche Arbeit für den Körper bedeutet. Tipps zum Trinken bei Hitze helfen, den Flüssigkeitsbedarf auch an heißen Tagen zu decken.

Leitungswasser: Fragen und Fakten zu dem idealen Getränk

Leitungswasser ist nicht nur praktisch und kostengünstig, sondern auch ein hervorragendes Getränk zur Deckung unseres täglichen Flüssigkeitsbedarfs.

Was Sie über Trinkwasser wissen sollten:

  • Qualität: In Deutschland hat Leitungswasser eine sehr hohe Qualität und unterliegt strengen Kontrollen.
  • Umweltfreundlich: Die Verwendung von Leitungswasser reduziert den Verpackungsmüll und schont Ressourcen im Vergleich zu Flaschengetränken.
  • Kostengünstig: Leitungswasser ist deutlich preiswerter als Mineralwasser aus Flaschen.

Dieser Inhalt wurde von der Gemeinschaftsredaktion in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt für das Netzwerk der Verbraucherzentralen in Deutschland erstellt.