Persische Mezze-Rezepte: Schnelle Zubereitung von Auberginen-Dip und Spinatjoghurt

Die iranische Küche ist reich an Aromen und Traditionen. Insbesondere die Vielfalt der Mezze-Vorspeisen lädt zum Genießen und Teilen ein. Dieser Beitrag stellt zwei beliebte persische Mezze-Rezepte vor: einen würzigen Auberginen-Dip (Borani Bademjan) und einen cremigen Spinatjoghurt (Borani Esfenaj). Beide Gerichte werden in einer besonders schnellen und leckeren Variante präsentiert, ideal für alle, die die orientalische Küche lieben, aber wenig Zeit haben.

Die Zubereitung dieser Mezze-Rezepte ist nicht nur ein kulinarisches Erlebnis, sondern steht auch im Zeichen der Solidarität. Ursprünglich entstanden im Rahmen der Aktion „Kochen für Iran“, soll dieser Beitrag Bewusstsein für die Geschehnisse im Iran schaffen und Unterstützung für die mutigen Menschen dort ausdrücken. Ein Zeichen des Zusammenhalts und der Anteilnahme, das durch das Teilen von Essen eine tiefere Bedeutung erhält. Diese herzhaften Dips sind perfekt, um sie mit Freunden und Familie zu teilen, ganz im Sinne der persischen Gastfreundschaft.

Mezze Rezepte – Zwei orientalische Köstlichkeiten

Mezze ist der Oberbegriff für kleine, kalte Vorspeisen, die ihren Ursprung in der orientalischen Küche haben und im gesamten östlichen Mittelmeerraum beliebt sind. Iranische Mezze, auch bekannt als “Mazeh”, bilden dabei eine besondere kulinarische Tradition. Hier werden zwei klassische Varianten vorgestellt, die sich durch ihre einfache Zubereitung und ihren unvergleichlichen Geschmack auszeichnen.

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Borani Bademjan: Der unwiderstehliche Auberginen-Dip

Der persische Auberginen-Dip, Borani Bademjan, ist eine wahre Delikatesse, von der man kaum genug bekommen kann. Der Geheimtipp für seinen reichen Geschmack liegt in den im Ofen gerösteten Auberginen, die anschließend mit cremigem griechischem Joghurt verfeinert werden. Ein besonderes Aroma erhält der Dip durch eine Paste aus Tomatenmark, Zwiebeln, reichlich Knoblauch und getrockneter Minze, die dem Ganzen eine exotische, orientalische Note verleiht.

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Auberginen werden zunächst im Ofen geröstet, bis sie weich sind, dann geschält und püriert. Währenddessen wird eine würzige Paste aus angedünsteten Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Kurkuma und getrockneter Minze hergestellt. Diese wird mit dem Auberginenpüree und dem Joghurt vermischt und kräftig mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die Garnitur kann nach Belieben variiert werden und reicht von gehackten Walnusskernen über frische Minze und Petersilie bis hin zu Granatapfelkernen und Pistazien.

Borani Esfenaj: Cremiger Spinatjoghurt im Handumdrehen

Borani Esfenaj, der persische Spinatjoghurt, ist eine weitere beliebte Mezze, die sich durch ihre schnelle Zubereitung auszeichnet. Hierbei wird tiefgekühlter Rahmspinat aufgetaut und mit griechischem Joghurt, fein gehacktem Knoblauch, Salz und Pfeffer vermischt. Diese Variante ist besonders beliebt, da sie einfach zuzubereiten ist und einen köstlichen, cremigen Dip ergibt, der perfekt zu Fladenbrot oder Baguette passt.

Die besondere Note erhält dieser Dip durch die Kombination von Spinat und Joghurt, abgerundet durch den intensiven Geschmack von frischem Knoblauch. Die schnelle Zubereitung macht ihn zu einer idealen Vorspeise, wenn es einmal schnell gehen muss. Beide Dips lassen sich hervorragend vorbereiten und schmecken am nächsten Tag oft sogar noch besser.

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Zubereitung der Mezze Rezepte

Die Rezepte sind so konzipiert, dass sie auch Kochanfängern leicht gelingen. Die Zutaten sind in jedem Supermarkt erhältlich.

Zutaten für Borani Bademjan (Persischer Auberginen-Dip):

  • 3 kleine bis mittelgroße Auberginen (ca. 600 g)
  • 200 g Griechischer Joghurt
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 EL getrocknete Minze
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl

Optionale Toppings: Walnusskerne, frische Minze, Granatapfelkerne, Pistazien, glatte Petersilie.

Zubereitung von Borani Bademjan:

  1. Den Backofen auf 220° C (Grill-Stufe) vorheizen. Die Auberginen mehrmals mit einer Gabel einstechen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und für ca. 15 Minuten rösten, dabei einmal wenden.
  2. Die Ofentemperatur auf 180° C (Umluft) reduzieren und die Auberginen weitere 25 Minuten auf der mittleren Schiene fertig rösten.
  3. Währenddessen Zwiebel und Knoblauch schälen und sehr fein hacken.
  4. Die gerösteten Auberginen auf einem Teller unter einer Schüssel ausdampfen lassen. Die Schale lässt sich nun leicht entfernen. Das Fruchtfleisch grob hacken und im Mixer oder mit dem Pürierstab zu einem Mus verarbeiten.
  5. In einer kleinen Pfanne ca. 2 EL Olivenöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin ca. 3 Minuten glasig dünsten. Tomatenmark zugeben, gut verrühren und weitere 2 Minuten anbraten. Getrocknete Minze und Kurkuma hinzufügen und alles nochmals 2 Minuten unter Rühren braten.
  6. Das Tomaten-Zwiebel-Gemisch zum Auberginenpüree und Joghurt geben. Alles gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den gewünschten Toppings servieren.

Zutaten für Borani Esfenaj (Persischer Spinatjoghurt):

  • 300 g TK Rahmspinat
  • 200 g Griechischer Joghurt
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung von Borani Esfenaj:

  1. Den Spinat in einem kleinen Topf auftauen und erwärmen, anschließend abkühlen lassen.
  2. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken.
  3. Joghurt, Spinat und Knoblauch in einer Schüssel verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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Fazit: Ein Stück persische Lebensfreude auf dem Teller

Diese beiden Mezze-Rezepte sind nicht nur kulinarisch ein Genuss, sondern laden auch dazu ein, die persische Kultur und Gastfreundschaft zu erleben. Sie sind einfach zuzubereiten, schnell fertig und schmecken wunderbar – perfekt für jede Gelegenheit, sei es als Vorspeise, Snack oder Teil eines größeren Buffets.

Die Verbindung von Kochen und Solidarität, wie sie in der Aktion #Kochenfueriran zum Ausdruck kommt, zeigt, wie Essen Menschen verbinden und positive Veränderungen anstoßen kann. Es ist eine Erinnerung daran, nicht wegzusehen und seine Stimme für wichtige Anliegen zu erheben.

Wer mehr über die authentische persische Küche erfahren möchte, findet auf Instagram unter dem Hashtag #Kochenfueriran weitere Inspirationen. Susan vom Blog Labsalliebe, die selbst halb Iranerin ist, bietet zudem auf ihrem Blog eine Fülle an traditionellen persischen Rezepten.

Schwere Themen verdienen Aufmerksamkeit, und durch das Teilen von Freude und kulinarischen Genüssen können wir gemeinsam ein Zeichen setzen. In diesem Sinne: WOMAN, LIFE, FREEDOM!