Die VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung: Ein Blick auf Attraktivität in unsicheren Zeiten

Die VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung, hervorgegangen aus dem Verein „Deutscher Volkswohl-Bund in Berlin“ von 1919, hat sich zu einem etablierten Versicherungsunternehmen mit Sitz in Dortmund entwickelt. Ursprünglich zur Unterstützung von Mitgliedern in Notfällen und zur Deckung von Bestattungskosten gegründet, bietet das Unternehmen heute ein breites Spektrum an Versicherungen für Privatpersonen und mittelständische Unternehmen an. Dazu zählen Lebens-, Renten-, Berufsunfähigkeits-, Pflege-, Haftpflicht-, KFZ-, Hausrat- und Unfallversicherungen. Mit jährlichen Beitragseinnahmen von rund 1,6 Milliarden Euro und über 2 Millionen Kunden, die ein Versicherungsvolumen von mehr als 15 Milliarden Euro verwalten, ist der VOLKSWOHL BUND eine feste Größe im deutschen Versicherungsmarkt. Da es sich um einen Maklerversicherer handelt, sind die Produkte ausschließlich über Makler, Mehrfachagenten oder unabhängige Finanzdienstleister erhältlich. Angesichts aktueller wirtschaftlicher Herausforderungen wie Inflation und finanzieller Unsicherheiten stellt sich die Frage nach der fortwährenden Attraktivität der VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung für Versicherungsnehmer.

Herausforderungen durch Zinswende und Inflation

Die Europäische Zentralbank hat in den letzten Jahren die Leitzinsen deutlich angehoben, auch wenn sie jüngst wieder gesenkt wurden. Dieses neue Zinsumfeld könnte prinzipiell positiv für Versicherungsnehmer sein, die lange von sinkenden Renditen betroffen waren. Dennoch wird es voraussichtlich noch einige Jahre dauern, bis sich die Zinswende spürbar auf die Überschussbeteiligung auswirkt. Versicherungsunternehmen dürften die aktuelle Situation zunächst zur Stärkung ihrer eigenen Risikotragfähigkeit nutzen. Langfristig besteht die Gefahr, dass steigende Kapitalmarktzinsen nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Die hohe Inflation hat dazu geführt, dass die meisten laufenden Verträge sogar eine negative Gesamtverzinsung aufweisen. Dies liegt unter anderem daran, dass viele Versicherer Staatsanleihen in ihren Portfolios halten, deren Wert durch den Zinsanstieg erheblich gesunken ist. Diese Entwicklung hat bereits zu empfindlichen Pleiten mehrerer Versicherungsgesellschaften geführt, wie beispielsweise bei FWU AG, einem Anbieter von Fondspolicen, der wegen Überschuldung Insolvenz anmelden musste.

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Vor allem Versicherer wie der VOLKSWOHL BUND stehen durch den Zinsanstieg vor spezifischen Herausforderungen. Das Unternehmen hat einen Großteil seines Anlagekapitals, nämlich 80 %, in langlaufende Anleihen investiert, darunter auch zahlreiche Staatsanleihen. Deren Marktwertverlust ist aktuell immens und diese Papiere können nicht einfach kurzfristig veräußert werden. Dies hat zur Folge, dass Versicherer nur geringe Überschüsse erwirtschaften können und die zukünftige Stabilität gefährdet ist.

Überdurchschnittliche Stornoquote und finanzielle Risiken

Die durchschnittliche Stornoquote für Lebensversicherungen in Deutschland liegt bei etwa 2,55 %. Der VOLKSWOHL BUND verzeichnet jedoch eine Stornoquote von 4,2 %, die somit deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt. Dies wirft die Frage auf, warum sich Kunden des Unternehmens nahezu doppelt so häufig wie im Durchschnitt dazu entscheiden, ihre Verträge vorzeitig zu beenden.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die finanzielle Verflechtung mit der insolventen Signa (Holding) des Immobilienunternehmers René Benko. Die VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung hat Genussrechte in Höhe von 90 Millionen Euro erworben. Da Genussrechte bei der Insolvenz einer Unternehmensgruppe nachrangig gegenüber Krediten und Anleihen behandelt werden, droht ein Totalausfall dieser Forderungen. Dies könnte letztendlich dazu führen, dass die Kunden die Leidtragenden dieser Investition sind.

Die Option des Verkaufs statt Kündigung

Die steigenden Lebenshaltungskosten und die finanzpolitischen Unsicherheiten machen es vielen Menschen schwer, ihre Versicherungsbeiträge regelmäßig zu leisten. Die Realzinsen auf Bankeinlagen lagen im zweiten Quartal 2025 für deutsche Privathaushalte weiterhin im negativen Bereich, was einen Kaufkraftverlust für Sparer bedeutet. Oftmals wird in solchen Situationen eine Beitragsfreistellung oder gar die Kündigung des Vertrages in Erwägung gezogen. Statistiken zeigen, dass die Hälfte der Versicherungsnehmer ihre Lebensversicherungsverträge nach 27 Jahren Laufzeit kündigt, und sogar zwei Drittel nach 43 Jahren.

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Eine Kündigung ist für Versicherungsnehmer jedoch meist unrentabel. Langfristig angelegte Verträge lohnen sich in der Regel nur bei durchgängigem Sparen. Aufgrund hoher Abschluss- und Verwaltungskosten bleibt nach wenigen Jahren Laufzeit oft nur ein geringer Rückkaufswert übrig, was bei den Versicherten zu Enttäuschungen führt.

Eine interessante Alternative zur Kündigung kann der Verkauf der VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung sein. Externe Experten prüfen dabei spezialisiert mögliche Ansprüche, die durch aktuelle Rechtsprechungen entstehen können. Im Gegensatz zur Eigenkündigung, bei der man oft auf zukünftige finanzielle Ansprüche verzichtet, kann ein Verkauf an spezialisierte Unternehmen wie ProLife potenziell höhere Erträge generieren. Dies ist oft schon ab einem Rückkaufswert von 1.000 € möglich. Das Anfrageformular bietet eine unverbindliche Möglichkeit, den Wert der eigenen Versicherung zu ermitteln und eine attraktive Alternative zur Kündigung zu prüfen.

Die Entscheidung für oder gegen die VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten und der spezifischen Herausforderungen des Unternehmens ist eine sorgfältige Prüfung der eigenen Situation und der verfügbaren Optionen ratsam.