Die LV 1871 genießt in der Welt der Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) einen exzellenten Ruf, insbesondere für ihre gründliche und flächendeckende Risikoprüfung. Während andere Versicherer interne Qualitätsstandards in der Antragsprüfung manchmal schleifen lassen, zeichnet sich die LV 1871 durch ein konstant hohes Niveau ihrer Prüfer aus. Kollegen aus der Branche bestätigen immer wieder, dass die medizinischen Einschätzungen der LV 1871 präzise und nachvollziehbar sind. Dies führt dazu, dass die Ergebnisse einer anonymen Voranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung selten von der Erwartungshaltung abweichen.
Warum Makler und Vertriebe die LV 1871 kritisch sehen
Trotz der hohen Qualität der Risikoprüfung gibt es Makler und Vertriebler, die sich über die Prozesse der LV 1871 beschweren. Dies liegt oft an einer falschen Herangehensweise: Anstatt einen gezielten Antrag zu stellen, werden Anfragen an eine Vielzahl von Versicherern gesendet, um dem Kunden eine breite Auswahl zu suggerieren. Diese “Massenanfragen” führen dazu, dass Versicherer wie die LV 1871, die viel Personal in die Prüfung investieren, irgendwann entscheiden, nur noch Anträge zu prüfen und keine Voranfragen mehr zu bearbeiten. Dies kann dazu führen, dass Vermittler die LV 1871 als unkooperativ darstellen, obwohl das Problem in der übermäßigen Anzahl von Anfragen liegt.
Geschichten aus der Praxis: Wenn die LV 1871 nicht alle Spielchen mitmacht
Ein Beispiel hierfür ist ein Strukturvertrieb, der seine Kunden mit einer breiten Auswahl an Versicherern lockt. Auch die LV 1871 wurde angefragt, jedoch kam es im Jahr 2018 zu keinem einzigen Neuantrag. Die LV 1871 wurde offenbar nur als Alibi genutzt, um eine größere Auswahl präsentieren zu können. Als Reaktion darauf begann die LV 1871, Anfragen abzulehnen und auf einen direkten Antrag zu verweisen. Dies ermöglichte es dem Vermittler, dem Kunden zu sagen, die LV 1871 sei ein “Saftladen” und die Anfrage nicht einmal prüfen zu wollen.
Die LV 1871 legt Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihren Vermittlern. Unsere eigenen Voranfragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung gehen daher selten an mehr als drei bis vier Versicherer. Dies stellt sicher, dass die Annahmequote hoch bleibt und eine saubere Policierung erfolgen kann. Versicherer sind für uns Partner, und ein partnerschaftliches Miteinander ist essenziell, um passende Lösungen für unsere Kunden zu finden. Die LV 1871 ist ein Versicherer, der diese intensive Betreuung seiner Partner schätzt – ein Geben und Nehmen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, warum eine Risikovoranfrage keine reine Ausschreibung sein sollte, empfehlen wir den Artikel: “Warum fragt Ihr für meine BU-Voranfrage nicht bei 10 Gesellschaften an?“.
Diese Thematik betrifft auch die Risikolebensversicherung der LV 1871 und ihrer Tochtergesellschaft Delta Direkt. Obwohl die Produkte attraktiv sind, sind die Beiträge in der Risikolebensversicherung geringer und somit für den Versicherer weniger lukrativ. Im Jahr 2021 passte die LV 1871 ihre Prozesse an und forderte die Nutzung ihrer eigenen Anfragebögen oder bot keine Kapazitäten mehr für Voranfragen. Wir sind von diesen Änderungen ausgenommen, führen jedoch auch hier keine Massenanfragen durch. Wenn die Absicherung bei Favoriten wie Delta Direkt / LV 1871, Dortmunder oder Basler problemlos angenommen wird, gibt es keinen Grund, unnötig bei vielen anderen Gesellschaften anzufragen.
So sollte eine gute anonyme Risikovoranfrage bei der LV 1871 aussehen
Für die LV 1871 ist ein strukturierter Ablauf von größter Bedeutung. Unsere Vorgehensweise zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist praxiserprobt und wird von der LV 1871 geschätzt. Wenn Sie eine fundierte Voreinschätzung vom Underwriting der LV 1871 erhalten und am Ende einen sauberen Versicherungsschein in den Händen halten möchten, ist sorgfältige Vorarbeit unerlässlich. Der Weg zur passenden BU ist komplexer als der schnelle Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung oder einer Unfallversicherung.
Hier sind die wichtigsten Denkanstöße und Vorgehensweisen für eine anonyme LV 1871 Risikovoranfrage:
- Vollständige Angaben: Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Informationen zu Gesundheit, Beruf und Hobbys lückenlos und wahrheitsgemäß angegeben werden.
- Klare Darstellung der Tätigkeit: Beschreiben Sie Ihren beruflichen Alltag so präzise wie möglich, um Missverständnisse zu vermeiden.
- Medizinische Unterlagen: Halten Sie relevante Arztberichte und Befunde bereit, falls diese angefordert werden.
- Ehrlichkeit: Verschweigen Sie keine Vorerkrankungen oder Risiken. Eine offene Kommunikation ist der Schlüssel zu einer fairen Prüfung.
Die LV 1871 schätzt diese Gründlichkeit, da sie ihr ermöglicht, das Risiko korrekt einzuschätzen und eine passende Absicherung zu gewährleisten.

