Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, bezieht ein beachtliches Gehalt, das ihre Position an der Spitze der Exekutive der Europäischen Union widerspiegelt. Diese Position bringt nicht nur immense Verantwortung mit sich, sondern auch eine Vergütung, die im internationalen Vergleich eine Spitzenposition einnimmt.
Grundgehalt und monatliches Einkommen
Das monatliche Grundgehalt von Ursula von der Leyen wird auf etwa 28.026 Euro geschätzt, was einem jährlichen Einkommen von rund 336.308 Euro entspricht. Dieses Gehalt wird als “Basisgehalt” bezeichnet und liegt bei 138 % des höchsten Gehaltsgrades für Beamte in der EU. Zum Vergleich: Das Gehalt des Bundeskanzlers von Deutschland liegt bei etwa 242.000 Euro jährlich.
Im März 2025 wurde berichtet, dass Ursula von der Leyen eine Gehaltserhöhung erhalten wird, die ihr monatliches Gehalt auf 34.800 Euro anheben wird. Dies ist eine Steigerung von 2.700 Euro und Teil einer breiteren Gehaltsanpassung für EU-Institutionen. Commissioners, die Mitglieder des Kollegiums der Europäischen Kommission, erhalten ebenfalls Gehaltserhöhungen, die ihr monatliches Einkommen auf rund 28.400 Euro anheben.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zahlen das Bruttogehalt darstellen. Abzüge für EU-Steuern und Versicherungsbeiträge reduzieren das Nettoeinkommen. Darüber hinaus erhält die Präsidentin eine Aufwandsentschädigung von 4.950 Euro pro Monat, um Ausgaben zu decken.
Vergleich mit anderen politischen Spitzenpositionen
Das Gehalt von Ursula von der Leyen ist auch im globalen Kontext bemerkenswert. Es wird geschätzt, dass sie jährlich etwa 280.000 Pfund (umgerechnet rund 330.000 Euro) verdient. Dies platziert sie unter die am besten bezahlten Führungskräfte der Welt. Zum Vergleich: Der Präsident der Vereinigten Staaten hat ein jährliches Grundgehalt von 368.000 USD (ca. 336.000 Euro), und der Premierminister von Australien verdient rund 300.000 Pfund (ca. 353.000 Euro). Der bestbezahlte Regierungsführer ist der Premierminister von Singapur, Lawrence Wong, dessen Gehalt auf bis zu 1,7 Millionen Pfund geschätzt wird.
Zusätzliche Leistungen und Pensionsansprüche
Neben ihrem Gehalt hat Ursula von der Leyen Anspruch auf weitere Leistungen. Dazu gehören Pensionsansprüche, die sich nach der Dauer ihrer Amtszeit richten. Wenn sie beispielsweise die volle Amtszeit von zehn Jahren bis 2029 im Amt bleibt, könnte sie eine monatliche Rente von etwa 42,76 % ihres letzten Grundgehalts, also rund 14.138 Euro, erhalten. Die Pensionsregelungen für Mitglieder des Kollegiums der Europäischen Kommission sind generöser als für reguläre EU-Mitarbeiter.
Nettovermögen und frühere Gehälter
Schätzungen zufolge belief sich das Nettovermögen von Ursula von der Leyen im Juni 2022 auf etwa 3 Millionen Euro. Vor ihrer Zeit als Präsidentin der Europäischen Kommission hatte sie verschiedene politische Ämter in Deutschland inne. Als Bundesministerin verdiente sie ein monatliches Gehalt von 15.000 Euro. Nach ihrer Ernennung zur Präsidentin der Europäischen Kommission im Jahr 2019 stieg ihr Gehalt an.
Kontroversen und öffentliche Wahrnehmung
Das hohe Gehalt von Ursula von der Leyen hat auch zu Diskussionen geführt. Ein italienischer Europaabgeordneter kritisierte 2022, dass ihr Verdienst von 33.000 Euro pro Monat eine “Ohrfeige für die Armut” sei, da viele europäische Bürger weniger verdienten. Er argumentierte, dass sie selbst bei einer Gehaltskürzung von 20 % noch genug Geld für Lebensmittel hätte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gehalt von Ursula von der Leyen als Präsidentin der Europäischen Kommission hoch ist und durch verschiedene Zulagen und zukünftige Pensionsansprüche ergänzt wird. Es spiegelt die Bedeutung und die damit verbundene Verantwortung ihrer Position wider, hat aber auch öffentliche Debatten über Vergütungspraktiken in der Politik ausgelöst.

