Morelia Urlaub, Juniorprofessorin für Marine Geomechanik am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Universität Kiel, teilt ihre tiefgreifenden Erkenntnisse über submarine Erdrutsche und deren Bedeutung für unsere Welt. Ihre Forschung konzentriert sich auf marine Naturgefahren, insbesondere auf die Ursachen von Tsunamis, die durch unterseeische Hangrutschungen ausgelöst werden können. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dieser potenziell gefährlichen Ereignisse zu entwickeln, um in Zukunft Frühwarnungen zu ermöglichen. Die Wissenschaftlerin, die nach ihrer Promotion im Vereinigten Königreich nach Kiel zog und dort mit ihrer Familie lebt, betont die Wichtigkeit der Erforschung dieser Phänomene, auch wenn sie für den Menschen unsichtbar bleiben.
Warum sind Tiefsee-Erdrutsche so relevant?
Während eines Erdrutsches bewegen sich Sedimente am Meeresboden rasch die unterseeischen Hänge hinab. Diese plötzliche Verdrängung riesiger Wassermengen kann eine Tsunamiwelle erzeugen. Faszinierenderweise sind etwa ein Viertel aller Tsunamis auf submarine Erdrutsche zurückzuführen. Dies gilt auch für Hangrutschungen (an Land und unter Wasser), die durch den Kollaps von Vulkanflanken verursacht werden – ein jüngstes Beispiel hierfür war der Anak Krakatau im Jahr 2018. Die Erforschung der Überreste solcher Massenbewegungen und aktiver Bodenverformungen am Meeresboden mittels verschiedener Methoden ist daher von entscheidender Bedeutung, um diese Naturkatastrophen besser einschätzen zu können. Die beliebtesten Reiseziele umfassen oft Regionen, die von solchen geologischen Prozessen beeinflusst werden.
Die Herausforderung der Datenauswertung im Ozean
Der Meeresboden, wie wir ihn heute sehen, ist das Ergebnis vieler verschiedener Prozesse, darunter Tektonik, Sedimenttransport und Strömungen. Dies macht es schwierig, Ursache und Wirkung zu unterscheiden, besonders wenn es um sehr alte Erdrutsche geht. Eine zentrale Frage ist beispielsweise, ob eine Gaswanderungsstruktur einen Erdrutsch ausgelöst hat oder ob sie sich als Reaktion auf Spannungsänderungen infolge des Erdrutsches gebildet hat. Vergleiche mit gebieten, die nicht von Erdrutschen betroffen sind, helfen bei der Einordnung. Die direkteste und zugleich herausforderndste Methode zur Erforschung dieser gefährlichen Ereignisse ist die direkte Beobachtung. Diese ist jedoch aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit des Tiefseebodens selten.
Kommunikation von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Unsicherheiten
Die Bedrohung durch kollabierende Vulkane und die daraus resultierenden Tsunamis, wie die von Mount Etna, werden häufig in den Medien aufgegriffen. Wissenschaftler wie Morelia Urlaub sehen es als ihre Pflicht an, offen über ihre Forschungsergebnisse zu informieren. Eine besondere Herausforderung dabei ist, die mit der Forschung verbundenen Unsicherheiten verständlich zu kommunizieren. Ebenso wichtig ist es, die enormen Zeitdimensionen zu erklären, mit denen Geowissenschaftler arbeiten. Während einige tausend Jahre für sie relativ kurz erscheinen mögen, ist dies für Nicht-Geologen oft schwer nachvollziehbar. Die von Morelia Urlaub geleitete Forschungsgruppe betreibt eine Webseite (www.pre-collapse.eu), die umfassende Informationen über Vulankollapse auf verständliche Weise bereitstellt und als Bindeglied zwischen aktuellen Forschungsfragen und konkreter Arbeit fungiert. Gute Reiseziele im März können ebenfalls von solchen geologischen Phänomenen beeinflusst sein.
Zukünftige Forschungsprojekte am Ätna
Gemeinsam mit Kollegen vom INGV Catania und dem GFZ Potsdam wurde ein land- und seegestütztes Observatorium am Ätna eingerichtet. Dieses Observatorium dient der Überwachung des allmählichen gleitenden südöstlichen Flankenteils des Vulkans, sowohl an Land als auch im Meer. Dieses grenzüberschreitende Vulkanobservatorium, das sowohl an Land als auch offshore reicht, ist einzigartig. Erste Deformationssignale werden bereits aufgezeichnet, und Morelia Urlaub ist äußerst gespannt darauf, die Daten zu analysieren und die Erkenntnisse aus den integrierten Messungen zu gewinnen. Die Analyse solcher Daten kann auch Aufschluss über gute Reiseziele im August geben, die möglicherweise in der Nähe solcher geologisch aktiven Zonen liegen. Die Erforschung solcher Risiken trägt zu einem sichereren Tourismus bei und hilft bei der Planung von schönsten Reisezielen mit dem Auto.
Die Forschung von Morelia Urlaub leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis mariner Naturgefahren und zur Entwicklung von Strategien zur Risikominderung. Ihre Arbeit unterstreicht die Bedeutung der Meeresforschung für die Sicherheit von Küstenregionen weltweit.
