Florida, ein Staat, der für seine sonnigen Strände, lebendigen Städte und vielfältigen Landschaften bekannt ist, lockt Reisende aus aller Welt an. Nach einem eher ereignisreichen Kurztrip im Mai dieses Jahres, der eine Rundreise im Westen der USA und anschließende Tage in Florida beinhaltete, stand fest: Ein weiterer Besuch musste her. Diesmal sollte es jedoch primär um Entspannung gehen, insbesondere nach der Erkältung, die ich mir im Mai eingefangen hatte. Daher wurde der November als neuer Termin für einen einwöchigen Florida-Aufenthalt ins Auge gefasst. Dank günstiger Flugverbindungen und der Erkenntnis, dass eine Woche über den Atlantik zu fliegen durchaus machbar ist, stand dem Vorhaben nichts mehr im Wege.
Anreise und erster Eindruck: Mit Swiss nach Miami
Die Flugsuche gestaltete sich anfangs etwas schwierig, da einige geplante Verbindungen aufgrund des Groundings der Boeing 737Max wegfielen. Doch das Glück war auf unserer Seite: An einem Wochenende entdeckten wir ein Schnäppchen für Flüge von Berlin nach Miami über Zürich mit Swiss – für nur 360 € pro Person. Die Abflugzeit am frühen Morgen in Berlin und die gute Umsteigezeit in Zürich sorgten für eine angenehme Ankunft am Nachmittag Ortszeit in Miami. Die Zeitumstellung, die in den USA erst eine Woche später als in Europa erfolgte, sorgte für einen geringeren Zeitunterschied, was die Eingewöhnung erleichterte.
Die Flüge mit Swiss übertrafen unsere Erwartungen und erinnerten an die Servicequalität früherer Fluggesellschaften. Sowohl auf der Kurz- als auch auf der Langstrecke wurden kostenlose Speisen und Getränke angeboten, und sogar Eiscreme wurde zwischendurch serviert. Obwohl wir einen Zweier-Sitzplatz kostenpflichtig reserviert hatten, wäre die kostenlose Auswahl beim Check-in möglich gewesen. Angesichts der Reisedauer war uns das Risiko, in der Mitte eines Viererplatzes zu sitzen, jedoch zu hoch.
Die Einreise in Miami verlief trotz Beginn der Hauptsaison relativ zügig. Dank Online-Check-in und dem „Skip the Counter“-Service von Alamo waren wir nach gut einer Stunde mit unserem Mietwagen auf dem Weg an die Golfküste. Ohne dieses Ticket hätte sich die Wartezeit bei Alamo wahrscheinlich um eine weitere Stunde verlängert, da der Andrang an den Schaltern beträchtlich war.
Siesta KeySiesta Key
Entspannung an der Golfküste: Siesta Key, Clearwater Beach und YBor City
Unser erstes Ziel für die ersten vier Nächte war das Tropical Beach Resort auf Siesta Key in Sarasota, das wir bewusst wegen seines entspannten Ambientes gewählt hatten. Die Abende waren ruhig, was uns erlaubte, früh zur Ruhe zu kommen. Morgens starteten wir nach dem Frühstück mit einem Spaziergang am Strand, der nur wenige Schritte vom Zimmer entfernt lag. Das Wetter präsentierte sich jeden Tag von seiner besten Seite, bereits am frühen Morgen herrschte eine traumhafte Atmosphäre.
Clearwater BeachClearwater Beach
Tagsüber unternahmen wir einige Ausflüge. Am ersten Tag führte uns die Fahrt über die beeindruckende Sunshine Skyway Bridge, vorbei an St. Pete Beach und Treasure Island, nach Clearwater Beach. Dieser Ort strahlt eine beständige Sommerstimmung aus. Nach einem Besuch des Piers 60 und einem Mittagessen setzten wir unsere Tour über den Memorial Causeway nach Tampa fort. Obwohl Tampa oft als tolle Stadt gelobt wird, konnten wir auch dieses Mal, ähnlich wie bei unserem Besuch im Jahr 2011, keine Begeisterung für die Stadt entwickeln. Es ist möglich, dass wir die wirklich sehenswerten Ecken noch nicht entdeckt haben.
Ybor City in TampaYbor City in Tampa
Deutlich positiver verlief hingegen unser Besuch in Ybor City. Diese historische Gegend, die an eine Mischung aus Key West und New Orleans erinnert, lud zu einer kleinen Erkundungstour ein. Anschließend kehrten wir zum Hotel zurück, um noch etwas Zeit am Strand zu verbringen und den Sonnenuntergang zu genießen.
Ein Ausflug in die Natur: Gasparilla Island State Park
Am folgenden Tag verbrachten wir zunächst Zeit am Strand, bevor wir uns auf den Weg nach Süden machten, um die südlichste Insel der Golfküste zu erkunden: Boca Grande. Die gesamte Insel ist Teil des Gasparilla Island Statepark und erhebt eine Eintrittsgebühr. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Amerikaner zeigte sich, als wir anfänglich Probleme mit der Maut hatten und uns spontan angeboten wurde, diese zu übernehmen. Schließlich konnten wir die Maut mit Hilfe eines freundlichen Autofahrers bezahlen und die Insel erreichen.
Gasparilla Island State ParkGasparilla Island State Park
Nachdem wir die Maut bezahlt hatten, fuhren wir bis zum südlichen Ende der Insel, wo wir einen Spaziergang am Strand im Statepark unternahmen. Anschließend erkundeten wir den nahegelegenen Ort und kehrten in einem Restaurant ein. Die Rückfahrt über die vorgelagerten Inseln, insbesondere Manasota Key mit seiner engen Straße, der üppigen Vegetation und den beeindruckenden Strandhäusern, gestaltete sich ebenfalls sehr reizvoll.
Sonnenuntergang am Siesta KeySonnenuntergang am Siesta Key
Zurück im Hotel nutzten wir erneut den Strand und schwammen im Golf von Mexiko. Nach dem Abendessen erkundeten wir noch einige Einkaufszentren in der Umgebung.
Fort de Soto State Park und Anna Maria Island
Unser dritter und letzter voller Tag an der Golfküste führte uns zum Fort de Soto State Park südlich von St. Pete Beach. Nach der Überquerung der Sunshine Skyway Bridge und einer Fahrt über Isla del Sol erreichten wir den Park, der für seine 5 Dollar Eintritt einen Besuch wert ist.
Sunshine Skyway BridgeSunshine Skyway Bridge
Am südöstlichen Ende des Parks bot sich ein fantastischer Blick auf die Sunshine Skyway Bridge, während sich am südwestlichen Ende das namensgebende Fort befindet. Wir entschieden uns zunächst für das North Beach, wo wir mehrere Stunden am Strand verbrachten. Dieser Strand war erfreulich wenig überlaufen und bot schattige Plätze. Die Strände im Fort Desoto Park gehören zweifellos zu den schönsten Floridas, auch wenn es generell kaum schlechte Strände in diesem Bundesstaat gibt.
Fort de Soto State ParkFort de Soto State Park
Nach der Entspannung am Strand besichtigten wir das Fort, auch wenn es nicht viel zu sehen gab. Auf dem Rückweg machten wir Halt auf Anna Maria Island, die ebenfalls für ihre wunderschönen Strände bekannt ist. Die Insel ist definitiv einen längeren Aufenthalt wert, den wir bei einem zukünftigen Florida-Besuch im Oktober planen. Diesmal reichte die Zeit nur für einen Kaffee und einen kurzen Strandaufenthalt zum Sonnenuntergang, der sich jedoch absolut lohnte.
Anna Maria IslandAnna Maria Island
Den Abend ließen wir nach dem Abendessen in einer nahegelegenen Bar bei einem Cocktail ausklingen. Die Zeit an der Golfküste verging wie im Flug, wurde aber bestens genutzt.
Von Orlando nach Miami Beach: Ein Abstecher über den Lake Okeechobee
Am vierten Tag ging es nach dem Frühstück und einem letzten Strandspaziergang zurück zur Atlantikküste, mit einem Zwischenstopp in Orlando. Unser Ziel war die Florida Mall, um den Disney Store und den M&M-Store zu besuchen, die wir seit 2012 nicht mehr besucht hatten.
Lake OkeechobeeLake Okeechobee
Nach der Mall fuhren wir weiter südlich, verließen jedoch den Turnpike bei Yeehaw Junction, um zum Lake Okeechobee zu gelangen. Dieser riesige See im Herzen Floridas, der Beginn der Everglades, beeindruckte durch seine schiere Größe. Die Weiterfahrt führte uns entlang des Sees und schließlich auf die Interstate 75. Besonders der Abschnitt von South Bay bis zur Interstate 75 war beeindruckend, mit einer 70 Kilometer langen, geraden Strecke.
Shuckers Waterfront Bar und GrillShuckers Waterfront Bar und Grill
Durch den abendlichen Berufsverkehr in Miami kamen wir etwas später im Hotel, dem Best Western on the Bay & Marina, an. Das Hotel wurde renoviert und bot zwar kein kostenloses Frühstück mehr an, kooperierte jedoch mit dem Shuckers Waterfront Bar & Grill, wo wir sowohl abends gut essen als auch morgens bei einem reichhaltigen Buffet mit Meerblick frühstücken konnten und Hotelgäste einen Rabatt erhielten. Nach einem Abendessen im Shuckers besuchten wir noch den berühmten Ocean Drive.
Miami Beach: Sightseeing, Shopping und Strandvergnügen
Der nächste Tag begann mit einem perfekten Frühstück im Hotel mit Meerblick. Anschließend erkundeten wir Miami Beach, besuchten die Miami Beach Marina und das Miami Beach Sign an der 5th Street. Danach ging es nach Little Havana zum Einkaufen. Am Nachmittag entspannten wir am Strand im Halouver Park, nördlich von Bay Habour, bei angenehmen 27 Grad und einer Wassertemperatur von schätzungsweise 28 Grad. Den Abend verbrachten wir mit Shopping in der Dolphin Mall.
Miami Beach MarinaMiami Beach Marina
Der Freitag, unser Abreisetag, begann ebenfalls mit einem köstlichen Frühstück. Nach dem Check-out fuhren wir zur Aventura Mall in Fort Lauderdale, doch da das Angebot nicht unseren Erwartungen entsprach, entschieden wir uns spontan für einen erneuten Besuch der Dolphin Mall.
Miami Beach SignMiami Beach Sign
Rückflug in Rekordzeit
Unser Rückflug mit Swiss nach Zürich startete kurz vor 20 Uhr und war mit einer geplanten Flugzeit von nur 8 Stunden der bisher schnellste Rückflug aus Florida. Der Flug war fast zu kurz, um wirklich zur Ruhe zu kommen und Schlaf zu finden. Dennoch erreichten wir Zürich pünktlich und traten nach etwa 2,5 Stunden Umsteigezeit unseren Weiterflug nach Berlin an. Die Flüge mit Swiss waren durchweg angenehm, und wir würden diese Airline bei zukünftigen Reisen wieder bevorzugen.
Rückflug mit SwissRückflug mit Swiss
Die Woche Urlaub in Florida war trotz ihrer Kürze lohnenswert. Die Hotels waren ausgezeichnet, das Wetter traumhaft und die An- und Abreise verliefen reibungslos. Eine Woche Florida ist somit immer eine attraktive Option für Kurzentschlossene. Als Nächstes steht jedoch ein Urlaub auf den Seychellen an.
