Das Unterwasserlaufband für Hunde: Therapie und Training im Wasser

Das Unterwasserlaufband für Hunde ist eine hochentwickelte Form der Hydrotherapie, die speziell darauf abzielt, die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres vierbeinigen Freundes zu verbessern. Diese innovative Therapieform findet in einem speziellen Wasserbecken mit integriertem Laufband statt und bietet eine sanfte, aber effektive Methode zur Rehabilitation und Leistungssteigerung. Sie ist für Hunde jeden Alters und jeder Rasse geeignet, selbst für solche, die anfangs eine gewisse Scheu vor Wasser haben.

Ziele des Trainings auf dem Unterwasserlaufband

Das Training auf dem Unterwasserlaufband wird individuell auf die Bedürfnisse Ihres Hundes zugeschnitten und verfolgt eine Vielzahl von therapeutischen Zielen:

  • Muskelkräftigung bei Gelenkentlastung: Das Wasser bietet Auftrieb, der die Gelenke schont, während der Wasserwiderstand die Muskulatur effektiv stärkt.
  • Muskelaufbau: Gezielte Beanspruchung der Muskulatur fördert deren Aufbau und Kräftigung.
  • Gangbildschulung: Die gleichmäßige Bewegung auf dem Laufband hilft, ein physiologisches Gangbild zu etablieren und Fehlhaltungen zu korrigieren.
  • Gleichgewichtstraining: Die Therapie stimuliert den Gleichgewichtssinn und fördert das Vertrauen in die eigene Körperwahrnehmung.
  • Gewichtsreduktion: Durch den erhöhten Kalorienverbrauch im Wasser kann das Unterwasserlaufband zur Gewichtsreduktion beitragen.
  • Stoffwechselverbesserung: Die Anregung des Herz-Kreislauf-Systems verbessert die Durchblutung und den Stoffwechsel.
  • Leistungssteigerung: Gezieltes Training kann die Kondition und Leistungsfähigkeit von Sporthunden verbessern.
  • Verbesserung der Beweglichkeit: Sanfte Bewegungen im Wasser können steife Gelenke lockern und die allgemeine Beweglichkeit erhöhen.
  • Schulung der Tiefensensibilität: Die Wahrnehmung der eigenen Körperposition im Raum wird gefördert.

Der Ablauf des Trainings

Bevor das eigentliche Training beginnt, steht die Gewöhnung an das Unterwasserlaufband im Mittelpunkt. In Absprache mit dem Hundephysiotherapeuten wird entschieden, ob der Hund zunächst auf dem trockenen Laufband trainiert oder direkt an das Wasserbecken gewöhnt wird. Bei wasserscheuen Hunden kann die Eingewöhnungsphase mehrere Sitzungen dauern, um eine positive Assoziation zu schaffen.

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Das eigentliche Training beinhaltet, dass der Hund für eine festgelegte Zeit – von wenigen Minuten bis zu einer halben Stunde – auf dem sich bewegenden Laufband unter Wasser geht. Die Eintauchtiefe wird je nach Krankheitsbild angepasst: Höherer Wasserstand bedeutet mehr Gelenkentlastung, aber auch größeren Wasserwiderstand für die Muskulatur. Um sicherzustellen, dass das Training für den Hund angenehm ist, werden Geduld und positive Motivation durch Spielzeug oder Leckerlis eingesetzt.

Nach der Trainingseinheit wird der Hund sorgfältig abgetrocknet und kann die Heimreise antreten.

Die Vorteile des Unterwasserlaufband-Trainings

Das Training auf dem Unterwasserlaufband beansprucht den gesamten Körper des Hundes auf eine einzigartige Weise. Der Wasserwiderstand fördert den Muskelaufbau, während die Gelenke entlastet werden. Dies ist besonders vorteilhaft für Hunde, die unter Schmerzen leiden, da sie sich im Wasser schmerzfrei bewegen und Muskeln aufbauen können, die aufgrund der Schonhaltung an Masse verloren haben.

Die Wassertemperatur kann ebenfalls therapeutisch eingesetzt werden: Wärmeres Wasser hilft bei Muskelverspannungen, während kühleres Wasser bei schlaffer Muskulatur von Vorteil sein kann.

Hunde mit Lahmheiten, Gelenkschmerzen nach Operationen, Bandscheibenvorfällen, mangelnder Kondition oder Übergewicht profitieren ebenfalls erheblich von dieser Therapieform.

Therapie bei Arthrose

Besonders Hunde, die an Arthrose leiden, erfahren durch das Unterwasserlaufband eine deutliche Besserung. Das Wasser stützt den Körper und schont die erkrankten Gelenke, was eine freiere und schmerzfreiere Bewegung ermöglicht. Die Durchblutung des Gelenkknorpels wird gefördert, die Produktion von Gelenkflüssigkeit angeregt und die umliegende Muskulatur gelockert.

Häufigkeit und Kosten der Therapie

Die empfohlene Häufigkeit des Trainings liegt in der Regel bei ein- bis zweimal pro Woche, abhängig von der spezifischen Erkrankung und dem Zustand des Hundes. Die genaue Anzahl der notwendigen Therapieeinheiten wird individuell festgelegt. Die Dauer einer Sitzung variiert ebenfalls je nach Alter und Genesungszustand des Hundes.

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Die Kosten für die Therapie sind pauschal nicht zu beantworten, da sie von Faktoren wie der Häufigkeit und Dauer der Trainingseinheiten sowie der individuellen Gewöhnungsphase abhängen. In einem persönlichen Gespräch können die Bedürfnisse Ihres Hundes beurteilt und die für ihn am besten geeignete Therapieform – sei es das Unterwasserlaufband oder eine andere physiotherapeutische Maßnahme – besprochen werden.