Das UCS-Icon in AutoCAD verstehen: Ein Leitfaden zur Navigation im Koordinatensystem

Das Verständnis des User Coordinate System (UCS) Icons in AutoCAD ist entscheidend für die präzise Arbeit in 2D und 3D. Dieses Icon, oft als Pfeile bezeichnet, gibt Auskunft über die Ausrichtung des Koordinatensystems und die Position des Ursprungs. In diesem Leitfaden tauchen wir tief in die verschiedenen Darstellungsformen des UCS-Icons ein und erklären, wie Sie seine Eigenschaften anpassen können, um Ihre Arbeitsweise zu optimieren.

Die Vielseitigkeit des UCS-Icons: Mehr als nur Pfeile

Das UCS-Icon kann in mehreren Varianten auftreten, und jede Nuance hat ihre Bedeutung. Achten Sie auf die feinen Unterschiede, denn sie helfen Ihnen, sich im Koordinatensystem zu orientieren und insbesondere die Lage des Ursprungs zu erkennen.

Hier sind einige gängige Darstellungen und ihre Bedeutungen:

  • World Coordinate System (WCS), Ursprung nicht sichtbar: Das Icon zeigt an, dass das WCS aktiv ist und der Ursprung außerhalb des aktuellen Ansichtsbereichs liegt.
  • WCS, Ursprung sichtbar: Das Icon befindet sich am Ursprung des WCS, was auf seine Position im Zeichenbereich hinweist.
  • WCS, Ursprung nicht festgelegt: Dieses Icon signalisiert, dass das WCS aktiv ist, der Ursprung jedoch nicht explizit festgelegt wurde oder sich nicht im Ansichtsbereich befindet.
  • User Coordinate System (UCS), Ursprung nicht sichtbar: Hier ist ein benutzerdefiniertes Koordinatensystem aktiv, und der Ursprung liegt außerhalb des sichtbaren Bereichs.
  • UCS, Ursprung sichtbar: Das Icon ist am Ursprung des benutzerdefinierten Koordinatensystems platziert.
  • UCS, Ursprung nicht festgelegt: Ein benutzerdefiniertes Koordinatensystem ist aktiv, aber der Ursprung ist nicht im Ansichtsbereich sichtbar.
Weiterlesen >>  Die Rolex Schweizer Uhr: Ein Meisterwerk deutscher Präzision und Schweizer Uhrmacherkunst

Das wichtigste visuelle Merkmal zur Unterscheidung zwischen dem World Coordinate System (WCS) und einem User Coordinate System (UCS) ist das Kästchen am Schnittpunkt der Achsen. Wenn dieses Kästchen sichtbar ist, arbeiten Sie im WCS. Fehlt es, befinden Sie sich in einem UCS.

Gelegentlich werden Sie auch das traditionelle 2D-UCS-Icon sehen, das in AutoCAD-Versionen vor 2000i verwendet wurde. AutoCAD bietet jedoch die Flexibilität, diese älteren Stile beizubehalten, wenn Sie dies bevorzugen.

Anpassen der UCS-Icon-Eigenschaften für optimale Übersichtlichkeit

Die Eigenschaften des UCS-Icons lassen sich über einen Dialog anpassen, der entweder über die Werkzeugleiste, das Menü “Ansicht” > “Anzeige” > “UCS-Icon” > “Eigenschaften” oder durch Eingabe des Befehls UCSICON gefolgt von P (für Properties) aufgerufen werden kann.

In diesem Dialog haben Sie folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Stil: Wählen Sie zwischen drei Stilen: 2D, 3D mit Kegelspitzen und 3D ohne Kegelspitzen. Standardmäßig ist 3D mit Kegelspitzen eingestellt.
  • Linienbreite: Passen Sie die Dicke der Icon-Linien an. Standardmäßig ist sie 1 Pixel, kann aber auf 2 oder 3 Pixel erhöht werden.
  • Größe: Variieren Sie die Größe des Icons von 5 bis 95 Prozent der Bildschirmhöhe. Der Standardwert ist 15.
  • Farbe: Legen Sie die Farbe des UCS-Icons fest, indem Sie eine der 255 Standard-AutoCAD-Farben auswählen. Sie können die Farben für den Modellbereich und Layouts separat steuern.

Steuerung der UCS-Icon-Einstellungen: Sichtbarkeit und Position

Um die Anzeige des UCS-Icons zu steuern – ja, Sie können es auch ausschalten –, nutzen Sie den Dialog “UCS-Einstellungen”, der über “Extras” > “Benutzerdefinierte Koordinatensysteme” (Befehl UCSMAN) aufgerufen wird.

In diesem Dialogfeld können Sie folgende Einstellungen vornehmen:

  • Sichtbarkeit: Aktivieren oder deaktivieren Sie die Anzeige des UCS-Icons.
  • Position des Ursprungs: Legen Sie fest, ob das Icon am Ursprung des Koordinatensystems angezeigt werden soll (“Origin”) oder immer in der unteren linken Ecke des Bildschirms (“No Origin”).
  • Ansichtsbereiche: Sie können diese Einstellungen für alle Ansichtsbereiche gleichzeitig oder nur für den aktiven Ansichtsbereich anpassen.
Weiterlesen >>  Prof. Dr. Tim Engartner: Ein führender Experte für Ökonomische Bildung an der Universität zu Köln

Die Standardeinstellungen sehen vor, dass das UCS-Icon sichtbar (“On”) ist und am Ursprung angezeigt wird (“Origin”), sofern dieser im Zeichenbereich liegt und nicht zu nah am Rand ist. Wenn “Origin” deaktiviert ist (“No Origin”), erscheint das Icon stets unten links.

Zusätzlich können die Einstellungen für Ein/Aus und Ursprung/Kein Ursprung auch direkt über das Menü unter “Ansicht” > “Anzeige” > “UCS-Icon” > “Ein” und “Ansicht” > “Anzeige” > “UCS-Icon” > “Ursprung” gesteuert werden. Ein Häkchen neben dem Menüpunkt zeigt an, dass die Funktion aktiviert ist.

Der UCSICON-Befehl: Eine umfassende Kommandozeilenlösung

Abschließend sei der UCSICON-Befehl erwähnt, der für die Abwärtskompatibilität und zur Steuerung aller zuvor beschriebenen Eigenschaften dient. Auch wenn er weitgehend durch die grafischen Dialogfelder ergänzt wurde, ist er immer noch nützlich.

Die Eingabe von UCSICON in der Befehlszeile führt zu folgenden Optionen:

Geben Sie eine Option ein [EIN/AUS/Alle/KeinUrsprung/Ursprung/Eigenschaften]:

Geben Sie einfach den großgeschriebenen Teil der gewünschten Option ein. Die Option P für “Eigenschaften” öffnet den oben beschriebenen Dialog zur Anpassung der UCS-Icon-Eigenschaften.

Mit diesen Werkzeugen und Kenntnissen können Sie das UCS-Icon optimal nutzen, um Ihre Arbeit in AutoCAD effizienter und präziser zu gestalten.