Spielideen für das Turnen im Kindergarten: Motorik und Teamgeist fördern

Das Turnen im Kindergarten bietet eine wunderbare Gelegenheit, die motorischen Fähigkeiten und das Sozialverhalten von Kindern spielerisch zu fördern. Dynamische Teamspiele, bei denen alle Kinder gemeinsam beteiligt sind, stärken nicht nur den Zusammenhalt, sondern machen auch riesigen Spaß. Ob mit einem Schwungtuch, Seilen, Bällen oder in Form von Bewegungsgeschichten – die folgenden Spielideen wecken die Freude an Sport und Bewegung und sind perfekt auf die Bedürfnisse von Kindergartenkindern zugeschnitten.

Bewegung mit Seilen: Gleichgewicht und Koordination schulen

Seile sind vielseitige Sportgeräte, die für eine Reihe von spannenden Turnspielen im Kindergarten eingesetzt werden können.

Im Labyrinth

Mehrere lange Seile werden auf dem Boden zu einem Labyrinth ausgelegt. Die Kinder balancieren auf diesen Bahnen und trainieren so ihren Gleichgewichtssinn. Um den Anreiz zu erhöhen, können zwei Labyrinthe parallel aufgebaut werden, sodass die Kinder gegeneinander antreten können. Eine zusätzliche Herausforderung bietet das Kommando zum Rückwärtslaufen auf der Seilbahn.

Der Seil-Bootsfahrt

Für dieses Spiel werden stabile Pappkartons und ein glatter Boden benötigt. Die Seile werden kreuz und quer im Raum gespannt. Die Kinder sitzen in ihren Kartons und ziehen sich mithilfe der Seile durch den Raum, als würden sie in Booten rudern. Kleine Tore können in den Parcours integriert werden, durch die die Kinder hindurchfahren müssen. Auch hier ist ein Wettrennen möglich, bei dem es darum geht, ein Stofftier oder einen anderen Gegenstand schnellstmöglich zum Zielhafen zu transportieren.

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Reitturnier mit Hindernissen

Die Kinder bilden Paare, wobei ein Kind der Reiter und das andere das “Pferdchen” ist. Der Reiter führt sein Pferd mithilfe eines Springseils oder eines Geschirrs durch einen Parcours. Dieser Parcours kann verschiedene Hindernisse wie niedrige Hürden zum Überspringen oder Pylone zum Umrunden beinhalten. Dieses Spiel fördert die Koordination und das Vertrauen zwischen den Kindern.

Ballspiele: Geschicklichkeit und Teamwork im Fokus

Bälle sind ein weiterer wichtiger Bestandteil von Bewegungsspielen im Kindergarten. Sie fördern die Hand-Auge-Koordination und das Zusammenspiel in der Gruppe.

Slalomball-Rennen

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und stellen sich hintereinander auf. Das erste Kind jeder Gruppe muss einen Ball so schnell wie möglich durch einen vorgegebenen Slalomparcours dribbeln. Als Markierungshilfen eignen sich mindestens fünf bis sieben Verkehrskegel. Sobald der erste Spieler den Parcours absolviert hat und zum Start zurückgekehrt ist, startet der nächste. Die Gruppe, die den Parcours als erste vollständig durchlaufen hat, gewinnt. Das Spiel kann durch variierende Anweisungen, wie der Ball geführt werden soll (z.B. prellen beim Laufen oder rollen mit den Händen), noch abwechslungsreicher gestaltet werden.

Raupenpost

Die Kinder stehen in einer Reihe hintereinander. Das vorderste Kind erhält einen Ball und gibt ihn mit nach oben gestreckten Armen über den Kopf nach hinten weiter, ohne sich umzudrehen. Der Ball wandert von Kind zu Kind weiter und darf dabei den Boden nicht berühren. Um das Spiel temporeicher zu gestalten, können nach und nach mehrere Bälle ins Spiel gebracht werden. Eine alternative Weitergabemethode ist das Durchreichen des Balls zwischen den Beinen der Kinder.

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Kreisspiele: Rhythmus und soziale Interaktion

Kreisspiele sind eine klassische Form des Turnens im Kindergarten, die sowohl den Körper als auch den Geist ansprechen.

Tanz mit mir

Die Kinder bilden einen äußeren und einen inneren Kreis. Während die Musik spielt, bewegen sich die Kreise in entgegengesetzte Richtungen. Wenn die Musik stoppt, stehen alle Kinder und drehen sich so, dass sie einem anderen Kind gegenüberstehen. Nun erhalten die gebildeten Paare verschiedene Aufgaben, wie zum Beispiel: Händchen halten und gemeinsam drei Kniebeugen machen, sich mit eingehakten Armen umeinander drehen oder sich wie bestimmte Tiere bewegen (z.B. Schmetterlinge, Roboter, Bären). Nach jeder Aufgabe wird die Musik wieder gestartet, und bei jedem Stopp bilden sich neue Paare, was für ständige neue soziale Interaktionen sorgt.

Laurentia – Ein bewegtes Lied

Dieser alte Kinderspielklassiker beginnt einfach, entwickelt sich aber schnell zu einer echten sportlichen Herausforderung. Die Kinder stellen sich im Kreis auf, fassen sich an den Händen und singen gemeinsam. Bei jedem Nennwort “Laurentia” und bei jedem im Lied vorkommenden Wochentag machen alle zusammen eine tiefe Kniebeuge. Da in jeder Strophe ein weiterer Wochentag hinzukommt und das Lied immer schneller gesungen wird, steigt der sportliche Anspruch rapide an.

Bewegungsgeschichten für die Jüngsten (U3-Kinder)

Bewegungsgeschichten sind eine hervorragende Methode, um schon den Jüngsten im Kindergarten Freude an Bewegung zu vermitteln. Dabei werden einfache, kurze Erzählungen durch pantomimische Bewegungen untermalt. Wiederholende Bewegungsabläufe, wie eine Reise durch verschiedene Landschaften (Meer, Gebirge), helfen den Kindern, sich die Gesten einzuprägen und schulen ihr Erinnerungsvermögen. Nach kurzer Zeit können viele Kinder die Geschichten bereits auswendig mitgestalten.

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Im Internet finden sich zahlreiche Bewegungsgeschichten, die leicht an die Gegebenheiten im Kindergarten angepasst werden können. In der Turnhalle können Kästen als Berge zum Überklettern oder Matten als Meere zum Durchschwimmen dienen. Es ist ratsam, auszuprobieren, welche Geschichten bei den Kindern am besten ankommen, und sie auch nach eigenen Ideen zu fragen. Gemeinsam eine eigene Bewegungsgeschichte zu erfinden, kann ein besonders kreatives Erlebnis sein. Für den Anfang steht eine Bewegungsgeschichte zum Download bereit.