Die Auswahl des richtigen Trockenfutters für den geliebten Vierbeiner ist für viele Hundehalter eine wichtige Entscheidung. Auf dem Markt gibt es eine riesige Vielfalt, die von günstigen Eigenmarken bis hin zu teuren Spezialfuttermitteln reicht. Die Stiftung Warentest hat 24 verschiedene Trockenfutter für Hunde genau unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welche Produkte wirklich empfehlenswert sind und ihr Geld wert sind. Der Test beleuchtet kritisch die Inhaltsstoffe, die Nährwertzusammensetzung und die Werbeversprechen der Hersteller. Der Hundefutter Test zeigt, dass gute Qualität nicht immer teuer sein muss.
Wichtige Erkenntnisse aus dem Test
Von den 24 getesteten Alleinfuttermitteln konnten nur etwa ein Drittel überzeugen. Das bedeutet, dass knapp zwei Drittel der Produkte die Hunde nicht ausgewogen mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen. Besonders interessant ist, dass einige der preisgünstigsten Produkte im Test gut abschnitten, während teurere Futter, insbesondere solche, die als „sensitiv“ beworben werden, die Erwartungen nicht immer erfüllen konnten.
Preis-Leistungs-Sieger: Gutes Futter muss nicht teuer sein
Die gute Nachricht für preisbewusste Hundehalter: Mehrere der als „gut“ bewerteten Trockenfutter sind bereits für etwa 25 Cent pro Tagesration erhältlich. Dies zeigt, dass eine ausgewogene Ernährung für den Hund auch mit einem kleineren Budget möglich ist. Ein Bio-Hundefutter erreichte sogar die Bestnote „Sehr gut“, was die Qualität von Bio-Produkten unterstreicht.
Sensitiv-Futter: Hohe Erwartungen, gemischte Ergebnisse
Viele Hundehalter greifen zu „sensitiv“ Futter, wenn sie vermuten, dass ihr Hund auf bestimmte Inhaltsstoffe empfindlich reagiert. Der Test ergab jedoch, dass die Bezeichnung „sensitiv“ nicht immer ein Indikator für eine besonders verträgliche oder gut verdauliche Rezeptur ist. Eine Fachtierärztin gibt im Rahmen des Tests wertvolle Einblicke, wie man Anzeichen von Unverträglichkeiten erkennt und welche Ursachen dahinterstecken könnten.
Worauf es bei der Fütterung ankommt
Trockenfutter vs. Nassfutter
Grundsätzlich spielt es für die Gesundheit des Hundes keine Rolle, ob er Trocken- oder Nassfutter erhält, solange das Futter alle lebenswichtigen Nährstoffe in der richtigen Menge liefert. Trockenfutter punktet hier oft mit seiner Praktikabilität: Es ist leicht zu lagern, einfach zu portionieren und in der Regel preiswerter als Nassfutter. Für spezielle Bedürfnisse wie Welpen, Senioren oder Hunde mit bestimmten Erkrankungen gibt es alters- und bedarfsgerechte Spezialfuttermittel. Überflüssige Hundesnacks oder Leckerlis sollten hingegen kritisch betrachtet werden, da sie unter Umständen sogar schädlich sein können.
Der Blick in die Inhaltsstoffe
Die Stiftung Warentest rät, sich nicht von reißerischen Werbeversprechen auf der Verpackung blenden zu lassen. Die Kennzeichnungsvorschriften für Heimtierfutter sind weniger streng als für Lebensmittel für den menschlichen Verzehr, und Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen sollten mit Vorsicht genossen werden. Schlagworte wie „mit ausgewählten Zutaten“ sind oft nur Selbstverständlichkeiten.
Die Testmethodik der Stiftung Warentest
Die Stiftung Warentest hat die 24 Trockenfutter nach strengen Kriterien geprüft. Die Analyse umfasste:
- Ernährungsphysiologische Qualität (60 %): Dies ist der wichtigste Faktor und bewertet, ob das Futter einen mittelgroßen, mäßig aktiven Hund (Modellhund) ausgewogen mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Berücksichtigt wurden Empfehlungen nationaler und internationaler Fachgesellschaften.
- Fütterungshinweise (15 %): Geprüft wurde, ob die Fütterungsempfehlungen den Energiebedarf des Hundes decken und ob auf rassespezifische Unterschiede und Bedürfnisse eingegangen wird.
- Schadstoffe (10 %): Die Futtermittel wurden auf Schwermetalle, Schimmelpilzgifte und andere unerwünschte Substanzen untersucht.
- Verpackungsnutzerfreundlichkeit (5 %): Wie einfach lässt sich die Verpackung öffnen, wieder verschließen und das Futter entnehmen? Auch Entsorgungshinweise wurden bewertet.
- Deklaration und Werbeaussagen (10 %): Die Vollständigkeit und Korrektheit der Angaben auf der Verpackung sowie die Glaubwürdigkeit der Werbeaussagen wurden kritisch hinterfragt.
Weitere detaillierte Untersuchungen
Zusätzlich zu den Hauptkriterien wurden die Futter auf Spuren tierischer Bestandteile wie Haare und Horn untersucht. Mittels DNA-Analyse wurde die Herkunft tierischer Bestandteile ermittelt. Bei als getreide- oder glutenfrei gekennzeichneten Produkten wurde gezielt auf das Vorhandensein von Gluten und Reisbestandteilen geprüft. Salmonellen wurden in keinem der getesteten Produkte gefunden.
Die umfassenden Laboranalysen, einschließlich der Bestimmung von Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und der Verdaulichkeit von Proteinen, liefern ein klares Bild über die Qualität der getesteten Hunde-Trockenfutter. Die Stiftung Warentest legt großen Wert darauf, dass die Ergebnisse transparent und nachvollziehbar sind, damit Hundehalter eine fundierte Entscheidung treffen können.
Fazit für Hundehalter
Der Test der Stiftung Warentest macht deutlich, dass eine sorgfältige Auswahl des Trockenfutters entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes ist. Günstige Produkte können durchaus eine hohe Qualität aufweisen, während teure Spezialfutter nicht immer halten, was sie versprechen. Hundehalter sollten sich nicht nur auf Marketingbegriffe verlassen, sondern die Inhaltsstoffe und Nährwertangaben kritisch prüfen. Für weitere Informationen und spezielle Testberichte rund um Hunde Trockenfutter ist die Stiftung Warentest eine verlässliche Quelle. Die Ergebnisse dieses Tests ermutigen dazu, auch preisgünstigere Optionen in Betracht zu ziehen, solange sie den ernährungsphysiologischen Anforderungen gerecht werden.

