Deutsche Weißweine: Ein facettenreiches Terroir

Deutschland, ein Land weltbekannt für seine malerischen Landschaften und reiche Geschichte, birgt auch eine exquisite Weinkultur, die international Anerkennung findet. Insbesondere die deutschen Weißweine haben sich einen exzellenten Ruf erarbeitet und sind auf den Weinkarten führender Restaurants weltweit zu finden. Von den edelsüßen Tropfen der Mosel und Saar, wie sie von renommierten Weingütern wie Van Volxem oder Markus Molitor stammen, bis hin zu den eleganten, trockenen Rieslingen – deutsche Weißweine bieten eine beeindruckende Vielfalt. Auch die weißen Burgunder-Sorten, wie Weissburgunder und Grauburgunder aus Baden, von Spitzenweingütern wie Bernhard Huber und Dr. Heger, sind international geschätzt. Entdecken Sie die Nuancen und die Qualität, die deutsche Weißweine ausmachen. Beste deutsche Weißweine sind ein Spiegelbild der sorgfältigen Arbeit deutscher Winzer und der einzigartigen Terroirs.

Zahlen und Fakten zu deutschen Weißweinen

In Deutschland erstreckt sich der Weinanbau auf knapp über 100.000 Hektar, wovon etwa zwei Drittel, rund 66.000 Hektar, für den Anbau von Weißweinen genutzt werden. Das größte Weißwein-Anbaugebiet ist Rheinhessen mit ca. 18.000 Hektar, gefolgt von der Pfalz mit ca. 15.000 Hektar und Baden mit ca. 9.000 Hektar. Die Mosel, Franken, Württemberg, Nahe und das Rheingau schließen sich an. Die unangefochten wichtigste weiße Rebsorte ist der Riesling, der auf knapp über 23.000 Hektar angebaut wird und somit ein Drittel der gesamten weißen Anbaufläche Deutschlands ausmacht. Müller Thurgau folgt mit etwa 13.000 Hektar, gefolgt von Grauburgunder (ca. 5.316 Hektar), Silvaner (5.000 Hektar) und weiteren Sorten wie Weissburgunder, Kerner, Bacchus, Chardonnay und Sauvignon Blanc.

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Weißwein aus Rheinhessen

Rheinhessen, das flächenmäßig größte Weißwein-Anbaugebiet Deutschlands, bewirtschaftet rund 18.000 Hektar mit Weißweinen. Angeführt wird die Rebsortenstatistik vom Riesling (4.300 Hektar), dicht gefolgt von Müller Thurgau (4.200 Hektar) und Silvaner (2.350 Hektar). Auch Grauburgunder und Weissburgunder spielen eine bedeutende Rolle. Der Silvaner gilt als “Charakterwein” Rheinhessens und steht traditionell für die Region, ebenso wie in Franken. Neben diesen klassischen Sorten gewinnen auch neuere Rebsorten wie Sauvignon Blanc und Scheurebe an Beliebtheit. Der Sauvignon Blanc aus Rheinhessen erfreut sich, ähnlich wie aus anderen Anbaugebieten, wachsender Beliebtheit bei Weintrinkern. Der Riesling, neben dem Silvaner, ist entscheidend für die Imagebildung des Anbaugebiets. Müller Thurgau wird oft für den Massenmarkt produziert. Bekannte Weingüter gibt es viele, doch es lohnt sich auch, Weine von weniger bekannten Erzeugern wie dem Weingut Karl May oder dem Weingut Hofmann zu entdecken.

Weißwein aus der Pfalz

In der Pfalz werden auf etwa 15.000 Hektar Weißweine angebaut. Mit rund 5.800 Hektar ist die Pfalz der führende Anbauort für Riesling in Deutschland und weltweit. Müller Thurgau belegt mit 2.000 Hektar den zweiten Platz, gefolgt von Grauburgunder (1.375 Hektar) und Weissburgunder (1.100 Hektar). Bekannte Weinorte wie Deidesheim, Forst und Wachenheim beheimaten berühmte Lagen wie Forster Kirchenstück und Forster Pechstein. Renommierte Weingüter wie von Winning und Dr. Bürklin Wolf prägen die Weinlandschaft. Auch aufstrebende Winzer wie Daniel Aßmuth aus Bad Dürkheim, bekannt für seine Weine aus der Wachenheimer und Dürkheimer Fuchsmantel, erzeugen hervorragende Tropfen. An der Südlichen Weinstraße ist der Birkweiler Kastanienbusch eine herausragende Lage, die neben Rieslingen auch exzellente Weissburgunder hervorbringt, wie zum Beispiel vom Weingut Ökonomierat Rebholz. Die interessantesten Sauvignon Blancs aus der Pfalz stammen unter anderem von Oliver Zeter.

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Weißwein aus Baden

Baden ist das drittgrößte Weißwein-Anbaugebiet Deutschlands mit 9.000 Hektar Rebfläche. Obwohl Müller Thurgau mit 2.500 Hektar dominiert, sind Weissburgunder und Grauburgunder die wichtigsten weißen Rebsorten Badens. Grauburgunder wächst auf 1.900 Hektar, Weissburgunder auf 1.400 Hektar. Die Burgundersorten gedeihen besonders gut in den Regionen Kaiserstuhl, Breisgau und Ortenau. Der Kaiserstuhl ist bekannt für Lagen wie Achkarrer Schloßberg und Ihringer Winklerberg. Eine besondere Rolle spielt der Gutedel, der für Baden eine ähnliche Bedeutung hat wie der Silvaner für Rheinhessen. Außerhalb der Schweiz ist der Gutedel fast ausschließlich in Baden zu finden, insbesondere im Markgräflerland. Winzer wie das Weingut Ziereisen widmen sich mit Leidenschaft dieser weißen Rebsorte.