Eintracht Frankfurt wahrt Chancen im Europa League Viertelfinale gegen Tottenham Hotspur

Eintracht Frankfurt hat sich im Hinspiel des Europa League Viertelfinales gegen die Tottenham Hotspur eine vielversprechende Ausgangslage für das Rückspiel erarbeitet. In einem packenden Duell in London trennten sich die beiden Teams 1:1 (1:1), wobei beide Mannschaften auf Sieg spielten und die Gastgeber in der zweiten Halbzeit besonders Druck machten. Die Eintracht ging früh durch ein sehenswertes Tor von Hugo Ekitiké in Führung (6.), doch Pedro Porro glich für die Spurs mit einem ebenso spektakulären Treffer noch vor der Pause aus (26.). Entscheidend für das Ergebnis war die herausragende Leistung von Frankfurts Torhüter Kaua Santos, der insbesondere in der zweiten Hälfte mehrere Großchancen der Londoner vereitelte.

Schon jetzt ist klar, dass das Rückspiel am kommenden Donnerstag im Stadtwald von Frankfurt von immenser Spannung geprägt sein wird. Dies liegt nicht nur an der hohen Qualität beider Mannschaften, sondern auch an der völlig offenen Ausgangslage. Eintracht-Trainer Dino Toppmöller zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem Ergebnis: “Mit dem Ergebnis können wir sehr gut leben.” Die heutige Leistung war geprägt von Biss, Wachsamkeit und einer hohen Intensität von Beginn an, was eine deutliche Steigerung gegenüber früheren Spielen darstellte.

Starker Ekitiké veredelt Skhiri-Vorlage

Die Eintracht erwischte einen furiosen Start in die Partie. Nach einer Balleroeroberung tief in der eigenen Hälfte spielte Ellyes Skhiri einen druckvollen Pass über das Feld zu Hugo Ekitiké. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit in einer Drei-gegen-Sechs-Situation setzte sich der Franzose im Alleingang durch und schoss den Ball aus 20 Metern unhaltbar ins lange Eck. Dies war bereits das vierte Europapokal-Tor von Ekitiké in der laufenden Saison und brachte die Eintracht früh in Führung. Die frühe Führung gab der Mannschaft Auftrieb und ermöglichte es ihnen zunächst, das Spielgeschehen in die gegnerische Hälfte zu verlagern.

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Ein weiterer wichtiger Aspekt des Spiels war die strategische Ausrichtung der Eintracht, die sich auch in der Zusammensetzung der Startelf widerspiegelte. Trainer Toppmöller hatte im Vergleich zur vorherigen Partie eine Anpassung vorgenommen, doch die Mannschaft präsentierte sich als Einheit, die bereit war, alles zu geben. Die Intensität im Spiel war hoch, und beide Teams suchten nach Ballgewinnen schnell den Weg nach vorne, was zu einem rasanten und unterhaltsamen Spielverlauf führte.

Lücken auf der rechten Seite und der Ausgleich

Nachdem die Eintracht zunächst das Spiel dominieren konnte, fanden die Gastgeber, die Tottenham Hotspur, spätestens nach einer Viertelstunde besser ins Spiel. Insbesondere auf der rechten Abwehrseite der Eintracht bereitete Tottenham-Star Heung-min Son seinem Gegenspieler Rasmus Kristensen einige Schwierigkeiten. Diese Überlastung führte schließlich zum Ausgleichstreffer: Kristensen lief nicht rechtzeitig zurück, und obwohl Robin Koch und Skhiri versuchten, die Situation zu klären, konnten sie die Hereingabe von Pedro Porro nicht verhindern, der den Ball sehenswert mit der Hacke ins Tor beförderte (26.).

Trotz des Ausgleichs nahm das Spiel weiterhin Fahrt auf und bot den Zuschauern zahlreiche unterhaltsame Momente. Kurz vor der Pause hatte Ekitiké sogar die Möglichkeit, die erneute Führung für die Eintracht zu erzielen (45.). Mit dem 1:1 zur Halbzeit war das Ergebnis leistungsgerecht, und die Spannung für die zweite Spielhälfte war greifbar.

Aluminiumglück und herausragende Paraden von Kaua Santos

Nach der Halbzeitpause kamen die Gastgeber, die Tottenham Hotspur, deutlich aktiver aus der Kabine und erspielten sich eine Fülle von hochkarätigen Torchancen. Lucas Bergvall (55.) und Rodrigo Bentancur (57.) trafen jeweils das Aluminium, während Son (56.) und James Maddison (58.) an dem herausragenden Frankfurter Torhüter Kaua Santos scheiterten. In dieser Phase des Spiels hatte die Eintracht Mühe, eigene Ballbesitzphasen zu etablieren und geriet stark unter Druck.

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Erst nachdem das kritische Chancen-Quartett überstanden war und Santos die Hessen mit seinen Paraden im Spiel gehalten hatte, fand die Eintracht langsam wieder besser in die zweite Halbzeit. Jean-Matteo Bahoya und Ekitiké vergaben Halbchancen, und auch weitere Kontergelegenheiten ließen die Gäste leichtfertig liegen. In den Schlussminuten ließen auf beiden Seiten die Risikobereitschaft nach, sodass Santos nur noch in der Nachspielzeit einmal stark parieren musste.

Die Eintracht hat sich mit diesem Ergebnis eine gute Ausgangslage für das Rückspiel geschaffen, doch die Partie ist weiterhin völlig offen. Die Fans können sich auf ein spannendes zweites Duell freuen, in dem die Entscheidung um den Halbfinaleinzug fallen wird. Fußballfans, die sich für europäische Wettbewerbe interessieren, sollten die Entwicklungen im Auge behalten.

Tottenham Hotspur – Eintracht Frankfurt 1:1 (1:1)

Tottenham: Vicario – Pedro Porro, Romero, van de Ven, Udogie (80. Spence) – L. Bergvall, Bentancur, Johnson, Maddison (80. Sarr), Son (80. Tel) – Solanke (88. Richarlison)

Frankfurt: Santos – Kristensen, Koch, Tuta, Theate – Skhiri, Larsson – Bahoya (70. Chaibi), Götze (90. Uzun), Brown (90. Nkounkou) – Ekitike (89. Wahi)

Tore: 0:1 Ekitike (6.), 1:1 Pedro Porro (26.)
Gelbe Karten: Tel / Kristensen, Bahoya

Schiedsrichter: Marciniak (Polen)
Zuschauer: 60.000