Feenküsse, oder wie manche sie liebevoll nennen, Feenküsschen, sind für mich untrennbar mit dem Glanz und Duft der Weihnachtszeit verbunden. Diese zarten Plätzchen, die auf einem Mürbeteigboden thronen und von einer luftigen Baiserhaube gekrönt werden, sind ein absolutes Muss auf jedem Weihnachtsteller. Sobald sie im Ofen langsam ihre goldbraune Farbe annehmen und ein unwiderstehlicher Duft von frisch gebackenem Mürbeteig und süßem Karamell die Küche erfüllt, stellt sich ein Gefühl von Magie ein, das nur die Vorweihnachtszeit mit sich bringt. Jedes Jahr freue ich mich darauf, diese kleinen Kunstwerke gemeinsam mit meinen Kindern zu backen. Sie sind für uns die ganz besonderen Plätzchen, die wir für die gemütlichen Adventssonntage und die festlichen Weihnachtsteller reservieren. Mit ihrer außenliegenden Knusprigkeit, der weichen Mitte und der kleinen süßen Überraschung unter der Baiserhaube sind sie etwas wahrhaft Besonderes. Ehrlich gesagt, verschwinden sie bei uns vom Teller schneller als jedes andere Weihnachtsplätzchen!
Es gibt unzählige Rezepte für Feenküsse, aber dieses hier hat sich als mein absoluter Favorit etabliert. Was es so besonders macht, ist seine unkomplizierte Zubereitung: Alles kommt gleichzeitig in den Ofen – kein Vorbacken, keine komplizierten Zwischenschritte. Selbst meine Kosmetikerin, die eine passionierte Bäckerin ist, schwört auf dieses einfache Rezept für Feenküsse. Bis zu dem Tag, an dem sie mir erzählte, dass ihre Toffifee-Küsschen beim letzten Backen leider zerlaufen seien. Die Ursache war schnell gefunden: Sie hatte auf ein günstigeres Markenbutter-Angebot zurückgegriffen. Was viele nicht wissen: Nicht jede Butter ist gleich. Die Fettzusammensetzung kann variieren, und das hat direkte Auswirkungen auf die Konsistenz des Mürbeteigs. Mein entscheidender Tipp für perfekte Feenküsse: Verwendet beim Plätzchenbacken lieber ganz einfache, ungesalzene Butter. So behalten eure Feenküsschen ihre Form und entwickeln eine wunderbar mürbe Textur.
Wenn Sie jetzt ebenfalls Lust auf diese himmlischen Feenküsse mit Toffifee bekommen haben, die nicht nur traumhaft schmecken, sondern auch auf jedem Weihnachtsteller für strahlende Augen sorgen werden, dann ist dieses Rezept genau das Richtige für Sie.
Für alle, die noch tiefer in die Welt der Feenküsse eintauchen möchten, biete ich unterhalb des Rezepts zusätzliche Gelingtipps, kreative Variationsideen und wertvolle Hinweise zur richtigen Aufbewahrung. So stellen Sie sicher, dass Ihre Feenküsschen nicht nur am ersten Tag zauberhaft aussehen, sondern auch lange frisch und köstlich bleiben.
Lassen Sie uns gemeinsam den Zauber in Ihre Küche holen! Hier ist das Rezept für meine liebsten Feenküsse, die garantiert jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden:
Zubereitung der Feenküsse
Die Zubereitung der Feenküsse ist denkbar einfach und gelingt auch Backanfängern mühelos.
Zutaten:
- 200 g Weizenmehl (Type 405)
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Ei
- 200 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
- 1 Eigelb, verquirlt mit 1 EL Milch (für den Glanz)
- 12 Toffifee pro Plätzchen
- 2 Eiweiß
- 100 g Zucker (für das Baiser)
- Optional: gehackte Nüsse oder Schokostreusel
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Mürbeteig herstellen: Mehl, 100 g Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel vermischen. Die kalten Butterwürfel und das Ei hinzufügen und alles schnell zu einem glatten Teig verkneten. Sollte der Teig zu klebrig sein, noch etwas Mehl hinzufügen. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Teig ausrollen und ausstechen: Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3-4 mm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (ca. 5-6 cm Durchmesser) Kreise ausstechen.
- Toffifee hinzufügen: Jeweils ein Toffifee in die Mitte jedes Teigkreises setzen.
- Baiserhaube vorbereiten: In einer fettfreien Schüssel das Eiweiß steif schlagen. Nach und nach die 100 g Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis ein glänzender, fester Eischnee entstanden ist.
- Plätzchen formen: Mit einem Teelöffel oder einem Spritzbeutel die Baisermasse großzügig über das Toffifee auf dem Teig verteilen, sodass das Toffifee gut bedeckt ist und eine schöne Haube bildet. Wer mag, kann die Haube noch mit gehackten Nüssen oder Schokostreuseln bestreuen.
- Backen: Die vorbereiteten Feenküsse vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Mit der verquirlten Eigelb-Milch-Mischung bestreichen. Im vorgeheizten Ofen für ca. 12-15 Minuten backen, bis die Baiserhaube leicht goldbraun und der Mürbeteigrand knusprig ist. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren, also behalten Sie die Plätzchen gut im Auge.
- Abkühlen lassen: Die fertigen Feenküsse vorsichtig vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Variationsideen und Aufbewahrung
Die klassischen Feenküsse mit Toffifee sind bereits ein Genuss für sich, aber es gibt viele Möglichkeiten, dieses Rezept zu variieren und zu verfeinern.
Kreative Variationen:
- Schokoladige Note: Fügen Sie dem Mürbeteig 1-2 Esslöffel Kakaopulver hinzu, um schokoladige Feenküsschen zu kreieren.
- Fruchtige Überraschung: Ersetzen Sie das Toffifee durch eine kleine kandierte Kirsche oder ein Stück Marzipan für eine fruchtige Variante.
- Gewürztes Baiser: Verfeinern Sie das Baiser mit einer Prise Zimt oder einem Hauch gemahlener Vanille für zusätzliche weihnachtliche Aromen.
- Nussige Textur: Mischen Sie gehackte Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse unter die Baisermasse oder streuen Sie sie vor dem Backen darüber.
Lagerung der Feenküsse:
Feenküsse sind am besten, wenn sie frisch gebacken sind, aber sie lassen sich auch gut aufbewahren. Lagern Sie die vollständig ausgekühlten Plätzchen in einer gut schließenden Keksdose bei Raumtemperatur. So bleiben sie für etwa 1-2 Wochen frisch und behalten ihre Knusprigkeit. Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann, da dies die Baiserhaube aufweichen würde. Wenn Sie die Lagerung verlängern möchten, können Sie die Feenküsse auch einfrieren. Wickeln Sie sie dazu gut in Frischhaltefolie und legen Sie sie in einen gefriergeeigneten Behälter. Vor dem Verzehr bei Raumtemperatur auftauen lassen.
Mit diesen Tipps und Variationen werden Ihre Feenküsse garantiert zu einem Highlight auf jedem Weihnachtstisch und bringen ein Stückchen deutsche Weihnachtstradition in Ihr Zuhause. Viel Spaß beim Backen und Genießen!

