Die Europäische Union steht an einem Scheideweg. In einer Zeit rapider technologischer Veränderungen, geopolitischer Spannungen und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheiten sind es Führungspersönlichkeiten wie Thierry Breton und Ursula von der Leyen, die den Kurs für den Kontinent bestimmen. Ihre deutsch-französische Achse, gepaart mit ihrer tiefgreifenden Expertise in Wirtschaft, Technologie und Politik, macht sie zu einem entscheidenden Duo für die Gestaltung der Zukunft Europas. Dieses Duo verkörpert die gemeinsame Vision einer stärkeren, souveräneren und innovativeren Europäischen Union.
Die Wege von Thierry Breton und Ursula von der Leyen: Vom Heimatland ins Herz Europas
Thierry Breton: Der französische Visionär mit technologischem Tiefgang
Thierry Breton, geboren 1955 in Paris, hat eine beeindruckende Karriere hinter sich, die ihn durch die Höhen von Technologie, Wirtschaft und Politik geführt hat. Seine Wurzeln liegen tief in der französischen Ingenieurstradition, doch sein Blick war stets auf globale und europäische Zusammenhänge gerichtet. Nach seinem Studium an der École Supérieure d’Ingénieurs de Marseille und der École Nationale Supérieure de l’Aéronautique et de l’Espace, begann er seine Karriere in der IT-Branche. Er gründete und leitete mehrere erfolgreiche Technologieunternehmen, darunter Dassault Systèmes, ein weltweit führendes Softwareunternehmen für 3D-Design und Produktlebenszyklus-Management. Sein unternehmerischer Erfolg machte ihn zu einer Schlüsselfigur in der französischen Wirtschaftslandschaft. Später war er auch CEO von France Télécom (heute Orange) und der Atos Gruppe, wo er seine Führungsqualitäten und sein strategisches Denken unter Beweis stellte. Seine Ernennung zum EU-Kommissar für den Binnenmarkt im Jahr 2019 war ein logischer Schritt, der seine langjährige Erfahrung und seine Leidenschaft für technologische Innovation in den Dienst der gesamten Union stellte. Breton ist bekannt für seine pragmatische Herangehensweise, seine klaren Worte und seinen unermüdlichen Einsatz für eine wettbewerbsfähige und zukunftsfähige europäische Industrie.
Ursula von der Leyen: Die deutsche Strategin mit globaler Perspektive
Ursula von der Leyen, geboren 1958 in Brüssel, ist eine deutsche Politikerin, deren Laufbahn von Beständigkeit und Entschlossenheit geprägt ist. Aufgewachsen in einer politisch engagierten Familie – ihr Vater war ein hoher EU-Beamter – entwickelte sie früh ein tiefes Verständnis für europäische Angelegenheiten. Nach ihrem Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover und ihrer Promotion begann sie ihre politische Karriere in Deutschland. Sie bekleidete verschiedene Ministerämter in Niedersachsen und war später Bundesministerin für Frauen, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Bundesministerin der Verteidigung in der deutschen Bundesregierung. Ihre Zeit als Verteidigungsministerin war geprägt von großen Herausforderungen und der Notwendigkeit, die Bundeswehr zu modernisieren und ihre Rolle in internationalen Bündnissen zu stärken. Ihre Wahl zur Präsidentin der Europäischen Kommission im Jahr 2019 war ein historischer Moment. Als erste Frau in diesem Amt hat sie sich vorgenommen, Europa zu einer führenden Kraft in der Weltwirtschaft, beim Klimaschutz und bei der digitalen Transformation zu machen. Von der Leyen zeichnet sich durch ihre analytische Stärke, ihre diplomatischen Fähigkeiten und ihre Fähigkeit aus, komplexe politische und wirtschaftliche Zusammenhänge zu durchdringen. Sie ist eine Verfechterin des europäischen Projekts und setzt sich leidenschaftlich für eine stärkere und geeinte Union ein.
Die Deutsch-Französische Achse: Motor für Europäische Souveränität
Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich ist seit jeher ein Fundament der Europäischen Union. Im Fall von Thierry Breton und Ursula von der Leyen wird diese Partnerschaft durch ihre jeweiligen Rollen als EU-Kommissar für den Binnenmarkt und Präsidentin der Europäischen Kommission auf eine neue Ebene gehoben. Diese strategische Partnerschaft ist entscheidend für die Verwirklichung der ambitionierten Ziele der EU, insbesondere in den Bereichen digitale Transformation, grüne Wende und strategische Autonomie.
Digitale Union: Die Weichenstellung für die Zukunft
Beide Führungspersönlichkeiten teilen die Überzeugung, dass die digitale Transformation der Schlüssel zu Europas zukünftigem Wohlstand und seiner globalen Wettbewerbsfähigkeit ist. Breton treibt als Kommissar für den Binnenmarkt die Schaffung eines digitalen Binnenmarktes voran, um Innovationen zu fördern und europäische Unternehmen im globalen Wettbewerb zu stärken. Dies beinhaltet die Regulierung großer Technologieplattformen, die Förderung von Cybersicherheit und die Entwicklung einer europäischen Datenstrategie. Von der Leyen hat die digitale Dekade ausgerufen, die darauf abzielt, Europa zu einem globalen Vorreiter in der digitalen Welt zu machen. Gemeinsam arbeiten sie an Initiativen wie dem “Digital Services Act” und dem “Digital Markets Act”, die darauf abzielen, fairen Wettbewerb zu gewährleisten und die Rechte der Nutzer im digitalen Raum zu stärken. Sie erkennen an, dass Europa seine technologische Souveränität stärken muss, um nicht von außereuropäischen Akteuren abhängig zu sein. Dies bedeutet Investitionen in Schlüsseltechnologien wie künstliche Intelligenz, Halbleiter und Quantencomputing.
Grüne Transformation: Ein nachhaltiges Europa gestalten
Die Bekämpfung des Klimawandels und die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft sind weitere zentrale Anliegen, die Breton und von der Leyen vereinen. Der Europäische Green Deal, eine Initiative, die von der Leyen maßgeblich vorangetrieben wird, zielt darauf ab, die EU bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Breton unterstützt diese Vision, indem er sicherstellt, dass die industriepolitischen Maßnahmen der EU mit den Klimazielen im Einklang stehen. Er betont die Notwendigkeit, grüne Technologien zu entwickeln und zu skalieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu erhalten und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Dies beinhaltet die Förderung erneuerbarer Energien, die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft und die Unterstützung von Unternehmen bei der Umstellung auf nachhaltigere Produktionsmethoden. Die beiden arbeiten eng zusammen, um sicherzustellen, dass die grüne Transformation nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich und sozial gerecht gestaltet wird.
Strategische Autonomie: Europas Unabhängigkeit stärken
In einer zunehmend volatilen Welt ist die Stärkung der strategischen Autonomie Europas ein Gebot der Stunde. Breton und von der Leyen sind sich einig, dass Europa seine Abhängigkeit in Schlüsselbereichen wie Energie, Verteidigung, Gesundheit und kritischen Rohstoffen verringern muss. Sie setzen sich für eine stärkere europäische Verteidigungszusammenarbeit ein und fördern die Entwicklung europäischer Kapazitäten in strategischen Sektoren. Dies beinhaltet auch die Sicherung von Lieferketten und die Reduzierung der Abhängigkeit von einzelnen Drittländern. Ihre gemeinsame Vision ist ein Europa, das in der Lage ist, seine Interessen zu wahren, seine Bürger zu schützen und seine Werte auf der globalen Bühne zu vertreten. Sie verstehen, dass strategische Autonomie nicht Isolation bedeutet, sondern die Fähigkeit, in einer globalisierten Welt eigenständig zu agieren und Partnerschaften auf Augenhöhe einzugehen.
Herausforderungen und Chancen: Der Weg nach vorn
Die Vision von Thierry Breton und Ursula von der Leyen für ein starkes und souveränes Europa ist ambitioniert, aber auch mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Der Widerstand von Interessengruppen, die Fragmentierung der nationalen Interessen und die Notwendigkeit, die breite Öffentlichkeit von den Vorteilen des europäischen Projekts zu überzeugen, sind nur einige der Hürden.
Der Binnenmarkt als Fundament
Breton spielt eine Schlüsselrolle bei der Überwachung und Weiterentwicklung des EU-Binnenmarktes, der das Fundament für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand bildet. Er muss sicherstellen, dass die Regeln fair angewendet werden und dass neue Technologien den Binnenmarkt nicht fragmentieren, sondern stärken. Die Harmonisierung von Vorschriften in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz und Datenökonomie ist entscheidend, um Innovationen zu fördern und gleichzeitig ein hohes Schutzniveau für Bürger und Unternehmen zu gewährleisten.
Führung in der globalen Krise
Von der Leyen steht als Präsidentin der Kommission an vorderster Front bei der Bewältigung globaler Krisen, sei es die COVID-19-Pandemie, der Krieg in der Ukraine oder die Energiekrise. Ihre Fähigkeit, die Mitgliedstaaten zu vereinen und koordinierte Antworten zu finden, ist entscheidend für die Stabilität und Resilienz der Union. Ihre Führungsstärke und ihr Engagement für den europäischen Zusammenhalt sind in diesen turbulenten Zeiten von unschätzbarem Wert.
Fazit: Ein Deutsch-Französisches Dream-Team für Europas Zukunft
Thierry Breton und Ursula von der Leyen repräsentieren die Schnittstelle von nationaler Expertise und europäischer Vision. Ihre Zusammenarbeit, gestützt auf ihre unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Hintergründe, ist ein entscheidender Faktor für die Zukunft der Europäischen Union. Sie verkörpern die Entschlossenheit, Europa durch eine Zeit des Wandels zu führen, seine technologische Souveränität zu stärken, seine grüne Transformation zu beschleunigen und seine Position in der Welt zu festigen. Ihr gemeinsames Handeln als deutsch-französisches Power-Duo ist ein starkes Signal für die Fähigkeit Europas, seine Herausforderungen zu meistern und eine führende Rolle in der globalen Arena zu spielen. Ihre Arbeit ist ein Beleg dafür, dass durch starke Führung und gemeinsame Anstrengungen ein geeintes und prosperierendes Europa möglich ist.

