Deutschland, ein Land reich an Geschichte, Kultur und atemberaubender Natur, lädt dazu ein, entdeckt zu werden. Doch während wir die Schönheit unserer Städte und Landschaften genießen, ist es unerlässlich, uns auch unserer Verantwortung für die Umwelt bewusst zu werden. Littering, also das Wegwerfen von Müll in der Öffentlichkeit, ist ein wachsendes Problem, das die Schönheit unseres Landes trübt und der Natur schadet. Dieser Artikel beleuchtet, wie wir gemeinsam dazu beitragen können, unsere Umgebung sauber zu halten, und wie ein bewussterer Umgang mit Ressourcen unser Reiseerlebnis bereichern kann. Lasst uns gemeinsam die Initiative ergreifen, um Deutschland nicht nur zu einem Reiseziel, sondern auch zu einem Vorbild für Nachhaltigkeit zu machen.
Müllvermeidung und Umweltbewusstsein im Alltag
Die Frage, wie wir mit unserem eigenen Müll umgehen, ist fundamental. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und Ausreden zu vermeiden. Orte wie Schulhöfe oder öffentliche Plätze sind oft von Vermüllung betroffen. Doch warum ist das so? Fehlen ausreichend Mülleimer oder mangelt es am Umweltbewusstsein der Menschen? Die Konfrontation mit diesem Verhalten, sei es durch das Sammeln von Müll mit einer Abfallzange oder das Ansprechen von Müllsünder:innen, ist ein wichtiger Schritt.
Ein faszinierendes Beispiel für Engagement ist Plogging, eine schwedische Natursportart, die Joggen mit Müllsammeln kombiniert. Diese Aktivität trainiert nicht nur den Körper, sondern trägt auch aktiv zur Sauberkeit bei. Im November 2023 fand sogar die erste Weltmeisterschaft im Müllsammeln in Japan statt, bekannt als Spogomi.
Upcycling: Kreativität statt Wegwerfen
Nicht alles, was wir wegwerfen, ist unbrauchbar. Upcycling verwandelt Abfall in neue, wertvolle Produkte und fördert die Kreativität. Ob Kunstwerke, Spiele, Taschen oder Unterrichtsmaterialien – mit Fantasie lässt sich aus scheinbar nutzlosen Dingen Großartiges erschaffen. Das Hinterfragen unseres Konsumverhaltens wird durch Upcycling angeregt. Gemeinsam können wir überlegen, welche Abfälle im Schulalltag häufig anfallen und wie wir sie kreativ wiederverwenden können, sei es durch Collagen, Kostüme oder Materialien für verschiedene Unterrichtsfächer. Mehr über Upcycling und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten finden Sie in unserem Beitrag »Upcycling für mehr Nachhaltigkeit«.
Die Reise unserer Lebensmittel
Woher kommt unser Essen? Diese Frage wird oft vernachlässigt, wenn wir im Supermarkt einkaufen. Die CO2-Bilanz unserer Lebensmittel und die langen Transportwege sind entscheidende Faktoren für die Umwelt. Es ist wichtig, sich mit der Herkunft von Obst und Gemüse auseinanderzusetzen und zu überlegen, welche Alternativen es zu Produkten aus dem weltweiten Handel gibt.
Die Reflexion des eigenen Essverhaltens kann durch Leitfragen angeregt werden: Welche Lebensmittel sind unverzichtbar? Was steckt wirklich in unseren Lebensmitteln, Stichworte wie Palmöl und Lab machen neugierig. Auch der Nutri-Score bietet Anlass zur Diskussion, ob seine Einstufung immer sinnvoll ist. Für diejenigen, die sich fleischfrei ernähren möchten, stellen sich Fragen nach den Ersatzprodukten und deren gesundheitlichem sowie ökologischem Wert. Weitere Informationen zur Herkunft unserer Lebensmittel und praktische Lernideen finden Sie in unserem Beitrag »Klimabewusstsein und Globalisierung: Woher kommt eigentlich unser Essen?«.
Der Regenwald: Grüne Lunge der Erde
Der Regenwald, die “grüne Lunge” der Erde, ist existenziell für unser Klima. Er nimmt CO2 auf, produziert Sauerstoff, bindet Kohlenstoff und speichert Wasser. Leider sind Regenwälder weltweit stark bedroht. Im Jahr 2022 wurden 41.000 km² tropischer Regenwald zerstört – das entspricht pro Minute der Fläche von 10 Fußballfeldern. Hauptursachen sind die Gewinnung von Rohstoffen für den Anbau von Soja, Kakao, Palmöl, für die Viehzucht, den Holzeinschlag sowie der Straßenbau. Die Zerstörung der Regenwälder hat gravierende Folgen, auch für die Gewinnung von Inhaltsstoffen für Medikamente. Unser Konsumverhalten, sei es bei Schokolade oder anderen Produkten, hat direkten Einfluss auf diese wertvollen Ökosysteme.
Leben ohne Strom und Fast Fashion
Strom ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Doch was wäre, wenn er plötzlich ausfiele? Das Thema Strom bietet vielfältige Ansätze zur Auseinandersetzung: Was ist Strom, woher kommt er, und wie hat man früher damit gelebt? Die Frage, wie wir im Alltag Strom sparen können, ist angesichts der Preisentwicklung und ökologischer Aspekte immer relevanter. Mehr Anregungen finden Sie in unserem Beitrag Projektidee: Wie lebt man ohne Strom?.
Ein weiteres drängendes Thema ist Fast Fashion. Der Kauf von Kleidung zu extrem niedrigen Preisen hat nichts mit fairen Arbeitsbedingungen zu tun. Viele Unternehmen betreiben Green Washing, um ihre Praktiken zu verschleiern. Diese Art von Mode schadet der Umwelt durch hohe Produktionsmengen, geringe Qualität und schlechte Recycelbarkeit. Textilmüll landet oft auf Müllkippen in Südamerika und Afrika und vergiftet die Umwelt. Das Kinderbuch »Magische Welt der Dinge Band 1 Antons geheime Reise mit Paul Pulli« von Alexandra Wagner thematisiert die Probleme rund um Fast Fashion und bietet wertvolles Begleitmaterial zur Aufklärung.
Nachhaltigkeit als Reisebegleiter
Die Entdeckung Deutschlands kann und sollte Hand in Hand gehen mit einem bewussten Umgang mit unserer Umwelt. Von der Vermeidung von Littering über das Fördern von Upcycling bis hin zur kritischen Betrachtung unseres Konsums – jeder Schritt zählt. Indem wir uns informieren und unser Verhalten anpassen, tragen wir aktiv dazu bei, Deutschland für zukünftige Generationen zu erhalten. Lassen Sie uns diese Reise zu einem nachhaltigen Erlebnis machen und die Schönheit unseres Landes mit Achtsamkeit genießen. Wenn Sie mehr über nachhaltige Praktiken erfahren möchten, finden Sie wertvolle Informationen unter umwelt nachhaltigkeit.

