Sushi ist mehr als nur ein Trend – es ist eine Kunstform, die Tradition und Geschmack vereint. Steffen Henssler, ein Meister seines Fachs, teilt in diesem Guide seine Expertise, um die Zubereitung von Sushi zu Hause zum Kinderspiel zu machen. Von den Grundlagen über die perfekten Zutaten bis hin zu den raffinierten Rolltechniken – dieser Artikel ist dein Kompass für einen gelungenen Sushi-Abend.
Die Essenz des Sushi: Mehr als nur Reis und Fisch
Das Wort „Sushi“ selbst birgt eine interessante Geschichte. Ursprünglich aus dem Alt-Japanischen stammend, bedeutet es „sauer“. Dies rührt von der alten Konservierungsmethode her, bei der Fisch in fermentiertem Reis eingelegt wurde. Über die Jahrhunderte entwickelte sich diese Technik weiter, und der Reis wurde durch Essig verfeinert, um die Grundlage für das moderne Sushi zu schaffen, wie wir es heute kennen. Grundsätzlich unterscheidet man heute zwischen Maki-Rollen und von Hand geformten Nigiri-Sushi. Verfeinerungen wie Gunkanmaki, die „Schiffchen“, eignen sich hervorragend für empfindlichere Füllungen wie Fischrogen.
Von der Idee zum Genuss: Dein Weg zum perfekten Sushi
Die Zubereitung von Sushi zu Hause ist einfacher, als man denkt. Mit dem richtigen Wissen, frischen Zutaten und etwas Übung wird dein eigener Sushi-Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis. Steffen Henssler teilt seine Geheimnisse, die er in jahrelanger Praxis im ONO und in seinen Kochkursen verfeinert hat.
Das benötigte Equipment und die Zutaten
Bevor du startest, stelle sicher, dass du die notwendige Ausrüstung hast:
- Ein scharfes Messer ist unerlässlich für präzise Schnitte.
- Ein Schneidebrett bietet die Arbeitsfläche.
- Ein Reiskocher ist ideal, aber ein Topf mit Deckel und ein Geschirrtuch funktionieren ebenfalls.
- Eine Bambusmatte hilft beim Rollen von Maki.
- Frischhaltefolie ist nützlich, um die Matte sauber zu halten.
Die Zutatenliste ist ebenso entscheidend:
- Sushi-Reis: Ein spezieller Rundkornreis.
- Reisessig, Zucker und Salz: Zum Marinieren des Reises.
- Nori-Blätter: Getrocknete Algenblätter für Maki.
- Frische Zutaten für Füllung und Belag: Fisch in Sashimi-Qualität, Gemüse wie Gurke und Avocado, oder auch vegetarische Optionen.
- Sojasauce, Wasabi und eingelegter Ingwer: Zum Servieren und Würzen.
Die Kunst des Reis: Das Fundament jedes Sushi
Der perfekte Sushi-Reis ist das Herzstück jedes Gerichts. Henssler erklärt im separaten Beitrag Der perfekte Sushi‑Reis die genaue Zubereitung – vom Waschen bis zum Marinieren. Nach der Zubereitung folgt die Mise en place: Schneide Nori-Blätter bei Bedarf, bereite Gemüse, Fisch oder Fleisch in mundgerechte Streifen oder Stifte vor. Stelle sicher, dass dein Messer rasiermesserscharf ist und lege deine Bambusmatte bereit.
Von Maki bis Nigiri: Die verschiedenen Sushi-Formen
Maki rollen: Präzision und Kreativität
Beim Rollen von Inside-Out-Rolls wird das Nori-Blatt zunächst mit Reis bedeckt und dann gewendet. Die Füllung kommt auf die freie Algenseite, bevor das Ganze zu einer festen Rolle geformt wird. Die klassische Maki-Rolle wird direkt auf dem Nori-Blatt gerollt, wobei ein Rand frei bleibt, um die Rolle zu verschließen. Das Video von Henssler zeigt anschaulich, wie man diese Rollen perfekt formt und mit einem angefeuchteten Messer in gleichmäßige Stücke schneidet. Für ein besonderes Geschmackserlebnis kann man das Maki-Sushi mit Zutaten wie Garnelen, Avocado und Chilisauce aufwerten – eine spannende Kombination aus Temperatur und Geschmack.
Nigiri formen: Eleganz in Handarbeit
Nigiri-Sushi kommt ohne Nori aus und wird direkt von Hand geformt. Dünne Streifen von Fisch (quer zur Maserung geschnitten), Avocado oder Omelett werden mit einer Prise Wasabi bestrichen und auf ein handgeformtes Reisbällchen gedrückt. Diese Variante besticht durch ihre schlichte Eleganz und den reinen Geschmack der Zutaten.
Nigiri wird mit den Händen geformt und nicht gerollt
Sushi-Inspirationen: Grenzenlose Vielfalt
Die Welt des Sushi ist reich an Möglichkeiten. Experimentiere mit verschiedenen Füllungen, Belägen, Temperaturen, Schärfegraden und Saucen. Frittierte Rollen, Nigiri mit Rinder-Carpaccio oder Makis mit Bärlauch zur Saison sind nur einige Ideen. Auch als Onigiri, „Sandwich“ oder Bowl lässt sich Sushi kreativ interpretieren.
Kochkurs bei Steffen Henssler
Für alle, die noch tiefer in die Materie eintauchen möchten, bietet Steffen Henssler in Hensslers Küche in Hamburg Kochkurse an. Hier kannst du unter professioneller Anleitung lernen, wie man Sushi zubereitet und genießt.
Ein Kochkurs bei Hensslers Küche
Fazit: Sushi selber machen – Ein Erfolgserlebnis!
Sushi mag aufwendig erscheinen, doch mit den richtigen Grundregeln, frischen Zutaten und etwas Übung gelingen Maki, Nigiri und Co. auch zu Hause mühelos. Die Vielseitigkeit von Sushi – ob klassisch mit Fisch, vegetarisch oder kreativ interpretiert – wird dich begeistern. Wage dich an die Rollen und entdecke ein neues Lieblingsgericht!
FAQ – Häufige Fragen rund ums Sushi-Selbermachen
- Welchen Reis verwendet man für Sushi?
Spezialer Rundkornreis (Sushi‑Reis), der nach dem Kochen mit Reisessig, Zucker und Salz abgeschmeckt wird. - Was gehört in eine klassische Sushi‑Rolle?
Typische Füllungen sind roher Fisch (Lachs, Thunfisch), Avocado, Gurke, Omelett oder Surimi. Vegetarische Varianten mit Tofu oder eingelegtem Gemüse sind ebenfalls beliebt. - Brauche ich eine Bambusmatte für Sushi?
Für Maki‑ und Inside‑Out‑Rolls ist eine Bambusmatte sehr hilfreich. Für Nigiri reicht Handformung. - Wie lange hält selbstgemachtes Sushi?
Sushi mit rohem Fisch sollte zeitnah verzehrt werden. Veggie‑ oder gegarte Varianten halten im Kühlschrank 1–2 Tage. - Kann ich Sushi auch vegan zubereiten?
Ja! Mit Zutaten wie Avocado, eingelegtem Rettich, Gurke, Mango oder Tofu gelingen auch leckere vegane Varianten. - Welche HENSSLERS‑Produkte passen zu Sushi?
Mit dem richtigen Messer und fein abgestimmten Saucen von HENSSLERS wird dein Sushi-Abend garantiert ein Erfolg. Zum Würzen empfehlen sich die Sojasauce, das geröstete Sesamöl und die Teriyaki-Saucen. Das HENSSLERS Santoku-Messer sorgt für scharfe, saubere Schnitte.
