Stiftung Warentest: Katzenfutter-Test – Teure Marken fallen durch, günstige Eigenmarken überzeugen

Die Ernährung unserer geliebten Katzen ist für viele Besitzer eine Herzensangelegenheit. Doch beim Griff zum teuren Markenprodukt im Supermarktregal ist Vorsicht geboten, wie die jüngste Untersuchung von Stiftung Warentest zeigt. Überraschenderweise fallen viele namhafte Hersteller durch, während günstige Eigenmarken mit hervorragender Qualität punkten. Dieser Test beleuchtet, worauf es bei Katzenfutter wirklich ankommt und welche Produkte empfehlenswert sind.

So prüfte Stiftung Warentest Katzen-Nassfutter

Insgesamt 27 verschiedene Katzen-Nassfuttersorten hat Stiftung Warentest auf den Prüfstand gestellt. Die Experten legten dabei besonderen Wert auf die ernährungsphysiologische Qualität, die als alleinige Nährstoffquelle dienen soll. Weitere Kriterien umfassten die Verpackung, die Untersuchung auf Schadstoffe sowie die Überprüfung von Werbeaussagen. Ein entscheidender Faktor ist die Nährstoffzusammensetzung: Erreicht ein Produkt hier nur ein befriedigend oder schlechter, kann die Gesamtnote nicht besser ausfallen.

Die gute Nachricht vorweg: 16 der getesteten Produkte wurden mit “sehr gut” oder “gut” bewertet. Darunter finden sich auch preiswerte Eigenmarken. Die weniger erfreuliche Nachricht betrifft vor allem Liebhaber teurer Markenprodukte: Nur sieben von 15 getesteten Marken konnten überzeugen, während neun von zwölf Eigenmarken die Tester zufriedenstellten. Dies unterstreicht, dass hoher Preis nicht automatisch für hohe Qualität steht.

Die Gewinner im Katzenfutter-Vergleich von Stiftung Warentest

Den Spitzenplatz im Test sichert sich das Nassfutter von Whiskas (mit Geflügel und Sauce) mit einer Gesamtnote von 1,2. Besonders gelobt wurde die Nährstoffzusammensetzung und die Fütterungsempfehlungen, die beide mit 1,0 bewertet wurden. Eine Tagesration dieses Klassikers kostet im Durchschnitt 93 Cent.

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Die enorme Preisspanne bei sehr gutem Katzenfutter verdeutlicht die Eigenmarke von Lidl, Coshida Schlemmerhappen mit Rind & Leber in Sauce. Dieses Futter erhielt für seine Nährstoffversorgung die Note 1,0 und überzeugt trotz kleinerer Abzüge bei den Fütterungsempfehlungen (1,3) mit einer Gesamtnote von “sehr gut”. Mit nur 37 Cent pro Tagesration ist es die preislich attraktivste Option unter den Testsiegern.

Marken-Katzenfutter im Test: Teuer, aber nicht immer gut

Das teuerste Produkt im Test, Bio-Paté für Adult Katzen von Edgard Cooper, schlug mit 4,10 Euro pro Tagesration zu Buche, erhielt jedoch nur die Note 3,0. Kritisiert wurden insbesondere die zu hoch dosierten Mengen an Kalzium, Phosphor und Vitamin A.

Gleich drei Produkte fielen mit “mangelhaft” durch:

  1. Complete Food von Benevo (2,32 Euro pro Portion): Dieses als vegan deklarierte Futter ist für Katze und Hund gedacht. Jedoch ist der Jodgehalt zu gering, und bei Katzen bestehen zusätzlich Probleme mit Zink und dem Kalzium-Phosphor-Verhältnis, was zu Mangelerscheinungen führen kann.
  2. Pastete mit Fasan von Miamor: Obwohl Fasan als Zutat beworben wird, konnte dieser im Test nicht nachgewiesen werden – stattdessen war Huhn enthalten. Zudem waren die Mengen an Vitamin B1, Jod und Proteinen zu gering bemessen.
  3. Nassfutter Huhn und Zucchini von Strayz (2,05 Euro pro Portion): Dieses Bio-Produkt wies den höchsten Fettgehalt aller getesteten Futtersorten auf. Ähnlich wie bei den anderen durchgefallenen Produkten waren die Mengen an wichtigen Nährstoffen zu gering, und die empfohlenen Portionsgrößen schienen zu hoch angesetzt.

Die Prüfkriterien von Stiftung Warentest im Detail

Stiftung Warentest bewertet Katzenfutter anhand verschiedener Kriterien, darunter Nährstoffgehalt, Verpackung, Schadstofffreiheit und die Glaubwürdigkeit von Werbeaussagen. Auch die Verpackung spielt eine Rolle, wobei Weißblechdosen mit 90 Prozent Recyclingfähigkeit am besten abschneiden. Aluminiumschalen erreichen immerhin 75 Prozent, während Beutel und Pouch-Verpackungen aufgrund ihrer Verbundmaterialien nur ein “ausreichend” im Recycling erhalten.

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Die Ergebnisse von Stiftung Warentest können eine wertvolle Orientierungshilfe sein, um das beste Futter für die eigene Katze zu finden. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich jedoch immer, auch den Rat eines Tierarztes einzuholen.

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