Sellerie: Ein gesundes Gemüse mit langer Tradition

Sellerie, einst als Arzneipflanze geschätzt, hat sich seit dem 19. Jahrhundert als vielseitiges Gemüse in unseren Küchen etabliert. Ursprünglich in Europa beheimatet, wird er heute weltweit angebaut und geschätzt. Ob als knackige Stange oder aromatische Knolle, Sellerie ist ein wahres Kraftpaket an gesunden Inhaltsstoffen. Dieser Artikel beleuchtet die ernährungsphysiologischen Vorteile von Sellerie, gibt Tipps zum Einkauf und zur Zubereitung und klärt über mögliche Allergien auf.

Die Kraft des Selleries: Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Mit nur etwa 18 Kilokalorien pro 100 Gramm ist Sellerie eine äußerst kalorienarme Wahl für eine gesunde Ernährung. Seine gesunde Wirkung verdankt er einer Fülle von wertvollen Inhaltsstoffen:

  • Mineralstoffe: Sellerie ist reich an Kalium, das eine blutdrucksenkende und harntreibende Wirkung hat und somit die Nieren- und Blasenfunktion unterstützt. Auch Zink, Eisen, Kalzium und Magnesium sind enthalten.
  • Ballaststoffe: Diese fördern die Darmtätigkeit und stärken das Immunsystem, da ein gesunder Darm als wichtigstes Immunorgan gilt. Ballaststoffe sind gesund und fördern die Verdauung.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Apigenin und Luteolin sind zwei bemerkenswerte sekundäre Pflanzenstoffe im Sellerie. Laborstudien deuten darauf hin, dass Apigenin das Krebswachstum hemmen und die Verknüpfung von Nervenzellen fördern könnte, was sich positiv auf die Gehirnfunktion auswirkt. Luteolin könnte im Kampf gegen aggressiven Brustkrebs unterstützen. Diese Pflanzenstoffe wirken zudem entzündungshemmend und können Beschwerden bei Gicht und Rheuma lindern sowie die Blutgefäße geschmeidig halten.
  • Gerbstoffe und Polysaccharide: Sie schützen die Magenschleimhaut und Gerbstoffe können bei Sodbrennen Linderung verschaffen.
  • Vitamine: Sellerie liefert die Vitamine B1, B2, B6 und C, die für zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper unerlässlich sind.
  • HDL-Fette: Diese gesunden Fette können helfen, den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel zu senken, was sich positiv auf die Herzgesundheit auswirkt. Essen für ein gesundes Herz ist ein wichtiger Aspekt der Prävention.
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Selleriesaft: Ein Hype ohne wissenschaftliche Grundlage?

Obwohl Selleriesaft, meist aus Staudensellerie gewonnen, als “Superfood” gefeiert wird und ihm erstaunliche gesundheitliche Wirkungen nachgesagt werden, fehlen hierfür wissenschaftlich fundierte Studien. Zwar schadet Sellerie nicht und kann Teil einer gesunden Ernährung sein, doch allein durch den Konsum von Selleriesaft, -samen oder -tee sollte man keine Wunder erwarten.

Sellerie als natürliche Salzalternative

In der Rohkostszene wird Sellerie oft als Ersatz für Salz verwendet. Getrocknet und gemahlen, lässt er sich gut mit anderen Gewürzen mischen, um ein gesundes und natürliches Salz herzustellen.

Vorsicht bei Allergien und Sonnenempfindlichkeit

Personen, die auf Birken-, Erlen- oder Haselpollen allergisch reagieren, können auch eine Kreuzallergie gegen Sellerie entwickeln. Zudem enthält Sellerie den pflanzlichen Abwehrstoff Furocumarin. Bei Verzehr größerer Mengen (ca. ein halbes Kilo) und anschließender UV-Belastung kann die Haut empfindlicher auf Sonnenbrand reagieren.

Einkaufstipps für Stauden- und Knollensellerie

Staudensellerie gehört zu den Gemüsesorten, die stärker mit Pestiziden belastet sein können. Daher empfiehlt sich der Kauf von Bio-Produkten und das gründliche Abwaschen der Blätter. Bei Knollensellerie gilt: Je kleiner die Knolle, desto aromatischer ist sie. Kaufen Sie am besten ganze Knollen, da bei angeschnittenen Stücken die Frische schwerer zu beurteilen ist. Achten Sie bei Staudensellerie auf dunkelgrüne, knackige Stangen mit vielen Blättern; biegsame Stangen sind nicht mehr frisch.

Im Kühlschrank, im Gemüsefach, bleibt Sellerie am längsten frisch und behält seine wertvollen Inhaltsstoffe.

Zubereitungstipps für Sellerie

Die Schale von Knollensellerie ist essbar und schmeckt süßlich. Beim Erhitzen karamellisiert der Fruchtzucker unter der Schale, was zu einem milden Geschmack führt. Staudensellerie hat einen intensiveren Geschmack. Wenn dieser gewünscht ist, sollte er nur kurz mitgegart werden. Feingeschnitten verliert er zwar an Intensität, gibt aber dennoch ein besonderes Aroma ab.

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