Coinbase: 5 wichtige Dinge, die Sie über die Kryptowährungs-Handelsplattform wissen sollten

Coinbase ist eine der bekanntesten Handelsplattformen für Kryptowährungen weltweit. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 hat sich das Unternehmen zu einem wichtigen Akteur in der sich schnell entwickelnden Welt der digitalen Währungen entwickelt. Mit einem Börsendebüt, das die Aktienkurse in die Höhe schnellen ließ, hat Coinbase das Interesse von Anlegern und der breiten Öffentlichkeit geweckt. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Krypto-Schwergewicht und welche Aspekte sind für Anleger und Interessierte von Bedeutung? Dieser Artikel beleuchtet fünf Schlüsselfaktoren, die das Verständnis von Coinbase und seiner Rolle im Kryptomarkt vertiefen.

1. Coinbase als zentrale Handelsplattform für Kryptowährungen

Coinbase fungiert als digitale Börse, auf der Nutzerinnen und Nutzer eine Vielzahl von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Litecoin kaufen, verkaufen und verwalten können. Die Plattform wurde 2012 mit dem Ziel gegründet, den Zugang zu Kryptowährungen für jedermann zu vereinfachen. Das Geschäftsmodell von Coinbase basiert auf zwei Haupteinnahmequellen: Transaktionsgebühren, die für jeden Kauf und Verkauf anfallen, sowie der “Spread”, die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis einer Kryptowährung. Durch diese Mechanismen ermöglicht Coinbase sowohl erfahrenen Händlern als auch Einsteigerinnen und Einsteigern den einfachen Einstieg in den Handel mit digitalen Währungen, unterstützt durch eine benutzerfreundliche App.

2. Umfassende Dienstleistungen für institutionelle und Firmenkunden

Das Handelsvolumen ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Plattformen wie Coinbase, da das Unternehmen eine Provision von durchschnittlich 0,5 Prozent auf jedes gehandelte Volumen einbehält. Daher legt Coinbase großen Wert auf das Geschäft mit Firmenkunden. Über Coinbase können Unternehmen nicht nur Konten eröffnen, um in Kryptowährungen zu investieren, sondern sie auch als Zahlungsmittel für ihre eigenen Transaktionen akzeptieren. Darüber hinaus unterstützt Coinbase Unternehmen bei der Kapitalbeschaffung. Ein prominentes Beispiel für die Nutzung von Coinbase durch ein Großunternehmen ist Tesla, das Ende 2020 Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar über die Plattform erwarb. Diese breite Palette an Dienstleistungen unterstreicht die Vielseitigkeit von Coinbase über den reinen Einzelhandel hinaus.

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3. Ein bemerkenswerter Börsengang

Der Börsengang von Coinbase im April 2021 sorgte international für Aufsehen und unterstreicht die wachsende Bedeutung von Kryptowährungen im Finanzsektor. Mit einem anfänglichen Aktienkurs von 381 US-Dollar lag dieser deutlich über dem Referenzpreis von 250 US-Dollar. Dieses starke Interesse der Anlegerinnen und Anleger führte zu einer beeindruckenden Marktbewertung von rund 100 Milliarden US-Dollar, was Coinbase auf einen Schlag wertvoller machte als etablierte Börsenbetreiber wie die Intercontinental Exchange, die die New Yorker Börse betreibt und einen Wert von etwa 66 Milliarden US-Dollar aufweist. Dieser Erfolg spiegelt das Vertrauen der Investoren in das Wachstumspotenzial von Coinbase und dem Kryptomarkt wider.

4. Volatilität und regulatorische Herausforderungen im Kryptohandel

Trotz des enormen Potenzials ist der Handel mit Kryptowährungen, und somit auch das Geschäft von Coinbase, von erheblichen Schwankungen geprägt. Der Umsatz des Unternehmens ist eng mit den Kursen von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum verknüpft, die bekannt für ihre Volatilität sind. Anlegerinnen und Anleger mussten dies bereits 2018 erfahren, als ein Crash am Kryptomarkt den Bitcoin-Kurs um über 70 Prozent einbrechen ließ. Gleichzeitig wächst der Wettbewerb in der Branche stetig. Kleinere Anbieter locken oft mit niedrigeren Gebühren, und etablierte Zahlungsdienstleister wie PayPal steigen ebenfalls in den Kryptohandel ein. Um Vertrauen und Sicherheit zu schaffen, bemühen sich Plattformen zunehmend um eine verbesserte Regulierung. Coinbase gehört zu den drei Handelsplattformen, die in Deutschland eine Lizenz bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt haben, was die Bemühungen um Transparenz und Compliance unterstreicht.

5. Akzeptanz von Kryptowährungen in Deutschland

In Deutschland ist die Akzeptanz von Kryptowährungen als Anlageform noch verhalten. Laut einer Umfrage der Sparkassen (Zeitraum: April 2020 – Mai 2021, Stichprobengröße: 3.076) gaben mehr als 76 Prozent der Befragten an, derzeit keine Investitionen in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum tätigen zu wollen. Diese Zurückhaltung ist in älteren Altersgruppen besonders ausgeprägt: Neun von zehn Befragten über 50 Jahren lehnten Krypto-Investments ab. Im Gegensatz dazu zeigen sich jüngere Zielgruppen offener. Bei den 18- bis 29-Jährigen lehnten nur etwa sechs von zehn eine Investition ab, während knapp neun Prozent angaben, bereits in Kryptowährungen investiert zu haben. Dies deutet auf einen möglichen Trendwechsel hin, der sich mit der Zeit und zunehmender Vertrautheit mit digitalen Währungen verstärken könnte.

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Häufig gestellte Fragen zu Coinbase

  1. Was ist Coinbase?
    Coinbase ist eine US-amerikanische Handelsplattform für Kryptowährungen, die seit 2012 den Kauf, Verkauf und die Verwaltung verschiedener digitaler Währungen wie Bitcoin und Ethereum ermöglicht. Auch Unternehmen können Konten eröffnen, um in Kryptowährungen zu investieren oder diese als Zahlungsmittel zu nutzen. Die Plattform ist auch für Einsteiger durch ihre benutzerfreundliche App leicht zugänglich.
  2. Wie funktioniert die Kontoeröffnung bei Coinbase?
    Nutzerinnen und Nutzer müssen sich anmelden und ein Konto eröffnen, wofür eine Verifizierung mittels eines gültigen Ausweisdokuments erforderlich ist. Nach erfolgreicher Anmeldung können Anlegerinnen und Anleger mit dem Handel von Kryptowährungen beginnen, wobei der Portfolio-Wert jederzeit über die App einsehbar ist.
  3. Welche Kryptowährungen bietet Coinbase an?
    Coinbase handelt derzeit rund 50 verschiedene Kryptowährungen, darunter bekannte wie Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin und Stellar Lumens.
  4. Ist Coinbase in Deutschland legal?
    Ja, Coinbase ist als registrierte Handelsplattform für Kryptowährungen in Deutschland erlaubt, und der Handel mit Kryptowährungen ist hierzulande legal. Coinbase bemüht sich derzeit aktiv um eine Lizenz bei der BaFin, um seine regulatorische Konformität weiter zu stärken.
  5. Welche Risiken birgt der Handel mit Kryptowährungen über Coinbase?
    Da Coinbase mit Kryptowährungen handelt, ist die Plattform starken Kursschwankungen ausgesetzt. Die Kurse von Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen sind volatil, was zu Verlusten für Anleger führen kann. Auch der Unternehmenswert von Coinbase ist eng an das Handelsvolumen und die Kursentwicklung der Kryptowährungen gekoppelt.
  6. Ist Coinbase kostenlos?
    Nein, die Plattform erhebt Gebühren für Transaktionen wie An- und Verkäufe. Zusätzlich verdient Coinbase am “Spread”, der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis.
  7. Wann fand der Börsengang von Coinbase statt?
    Der Börsengang der US-Handelsplattform erfolgte Mitte April 2021. Das große Interesse der Anleger führte zu einem anfänglichen Aktienkurs von 381 US-Dollar, deutlich über dem Referenzpreis von 250 US-Dollar.
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