Die spanische Paella ist weit mehr als nur ein Reisgericht; sie ist ein Symbol spanischer Lebensfreude und kulinarischer Vielfalt. Ursprünglich aus Valencia stammend, hat sich dieses Gericht mit Hähnchenfleisch und Meeresfrüchten in zahlreichen Varianten über ganz Spanien verbreitet und erfreut sich weltweiter Beliebtheit. In diesem Beitrag tauchen wir tief in die Welt der Paella ein, teilen unser Lieblingsrezept für die Paella mixta und geben Ihnen wertvolle Tipps an die Hand, um dieses Nationalgericht authentisch zuzubereiten.
Paella – Ein facettenreiches Reisgericht mit Geschichte
Die Wurzeln der Paella liegen an der Ostküste Spaniens, insbesondere in der Region Valencia. Die traditionelle Paella Valenciana wird rustikal mit Hühner- oder Kaninchenfleisch, Schnecken und saisonalem Gemüse wie dicken Bohnen zubereitet, abgerundet mit den typischen Aromen von Salz, Rosmarin und dem kostbaren Safran. [Doch die kulinarische Reise der Paella endet hier nicht.]
Mit ihrer immensen Popularität entwickelte die Paella im Laufe der Zeit viele regionale Gesichter. Die Paella de marisco begeistert Liebhaber von Meeresfrüchten und Fisch, während die Paella mixta eine harmonische Kombination aus Fleisch und Meeresfrüchten darstellt. Für Vegetarier gibt es die köstliche Paella de verdura. Unabhängig von der gewählten Variante bleiben drei Kernkomponenten stets unverzichtbar: hochwertiger Reis, die Farbe gebender Safran und erstklassiges Olivenöl.
Die Puristen in Valencia sind davon überzeugt, dass nur die Paella Valenciana den wahren Namen verdient. Diesem Anspruch widmet sich sogar das Onlineportal Wikipaella, das eine Übersicht über authentische Paella-Restaurants in Valencia bietet und wertvolle Zubereitungshinweise bereithält.
Meine Geheimtipps für die perfekte Paella-Zubereitung
In unserem Hause, der Fernwehküche, hat sich die Paella mixta mit Hähnchenfleisch und Meeresfrüchten als Favorit etabliert – ein Rezept, das mein Partner mit seiner tiefen Liebe zur spanischen Küche perfektioniert hat.
Traditionell wird Paella unter freiem Himmel in einer breiten, flachen Pfanne, der sogenannten Paellera, über offenem Feuer oder im Holzofen zubereitet. Dieser Prozess verleiht dem Gericht sein unverwechselbares Raucharoma. Auch auf einem Gasherd lässt sich ein bemerkenswert gutes Ergebnis erzielen.
Da uns die Gegebenheiten für eine Freiluftküche zu Hause oft fehlen, nutzen wir kleine Tricks, um das authentische Geschmackserlebnis nachzuahmen. So verwenden wir beispielsweise Rauchsalz anstelle von herkömmlichem Meersalz, um dem Gericht eine rauchige Note zu verleihen, und braten die Paella in einer schweren Gusseisenpfanne an.
1. Der richtige Reis für eine authentische Paella
Die Wahl des richtigen Reises ist entscheidend für das Gelingen einer perfekten Paella. Erfahrungen zeigen, dass Basmati- oder Risotto-Reis oft fehlgegriffen sind, wenn es um ein optimales Geschmackserlebnis geht.
Basmati-Reis, bekannt für seine lockere Körnung, nimmt nur begrenzt Flüssigkeit und Geschmack auf, was ihn für Paella ungeeignet macht. Auch Risotto-Reis ist nicht die ideale Wahl. Obwohl seine Eigenschaften denen von Rundkornreis ähneln, besitzt er einen höheren Stärkegehalt. Risotto-Reis erfordert ständiges Rühren für eine cremige Konsistenz, während Paella-Reis möglichst ungestört braten soll, um eine knusprige Textur zu entwickeln.
Spanischer Bomba-Reis: Die erste Wahl für Paella-Liebhaber
Der von Paella-Meistern empfohlene perfekte Paella-Reis ist der spanische Arroz Bomba, der in der Region Valencia angebaut wird. Seine Fähigkeit, besonders viel Geschmack aufzunehmen, macht ihn zur ersten Wahl. Eine preisgünstigere, aber dennoch vergleichbare Alternative ist der Redondo-Reis. Beide Sorten sind in gut sortierten Feinkostläden oder online erhältlich. Wer keine Zeit für die Reissuche hat, findet in Jasminreis eine gute Alternative, da dieser ebenfalls viel Flüssigkeit aufnimmt.
2. Die Kunst der richtigen Gewürze
Safran ist nicht nur eine Zutat, sondern das Herzstück der Paella, verantwortlich für die charakteristische goldgelbe Farbe des Reises. Eine sorgfältige Dosierung ist entscheidend, da Safran sehr geschmacksintensiv ist – maximal 3 Gramm pro Pfanne sind empfehlenswert.
Traditionell werden Rosmarin und Salz hinzugefügt. Wir bevorzugen Rauchsalz, um das typische Raucharoma auch bei der Zubereitung auf dem heimischen Herd zu erzeugen. Knoblauch und Zitronensaft sind unter Paella-Puristen umstritten; ersterer hat in einer traditionellen Paella nichts zu suchen, letzterer wird nur im Notfall zur Rettung einer misslungenen Paella eingesetzt.
3. Setzen Sie auf hochwertige Zutaten
Während für den schnellen Hunger im Alltag auch Tiefkühlmischungen ausreichen können, setzen wir bei besonderen Anlässen auf frische Meeresfrüchte und Fleisch von höchster Qualität. Die Güte der Zutaten beeinflusst maßgeblich das Endergebnis. Dies gilt auch für das Olivenöl – wählen Sie ein hochwertiges spanisches Produkt. Frisches, knackiges Gemüse rundet das Geschmackserlebnis ab und macht Ihre Paella zu einem garantierten Erfolg.
Spanische Paella Mixta mit Hähnchenfleisch und Meeresfrüchten
Rezept: Spanische Paella Mixta mit Hähnchenfleisch und Meeresfrüchten
(Bewertung: 5 von 1 Stimme)
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 35 Minuten
Portionen: 4 Personen
Zutaten:
- 400 g Hähnchenbrustfilet (Bio-Qualität, vom Metzger)
- 300 g frische Meeresfrüchte (oder 250 g TK-Mix)
- 800 ml Geflügelfond (alternativ Fischfond)
- 250 g Arroz Bomba (oder Jasminreis)
- 1 rote Paprika
- 1 gelbe Paprika
- 1 kleine Zucchini (optional; alternativ Bohnen oder Tomaten)
- 100 g gestückte Tomaten
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 3 EL spanisches Olivenöl
- 3 g gemahlener Safran
- 1 Zweig frischer Rosmarin
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver (optional)
- Rauchsalz und Pfeffer nach Geschmack
Anleitung:
- Gemüse waschen und fein würfeln. Zwiebel schälen und ebenfalls fein hacken.
- Hähnchenbrust abbrausen, trockentupfen und in mundgerechte Würfel schneiden.
- In einer Gusseisenpfanne 3 EL Olivenöl erhitzen. Das Hähnchenfleisch bei niedriger Temperatur goldbraun anbraten.
- Zwiebel und gewürfeltes Gemüse hinzufügen und kurz mitbraten.
- Gestückelte Tomaten und geräuchertes Paprikapulver einrühren.
- Den Geflügelfond (oder Fischfond) in die Pfanne geben und aufkochen lassen.
- Nach kurzem Kochen den Reis (traditionell in Kreuzform) hinzufügen. Reis und übrige Zutaten gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Der Reis sollte vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein; bei Bedarf Wasser oder Brühe nachschütten. Wichtig: Ab diesem Zeitpunkt den Reis nicht mehr umrühren!
- Mit Rauchsalz abschmecken und den Safran hinzufügen. Rosmarinblätter abzupfen, fein hacken und ebenfalls in die Pfanne geben.
- Die Paella bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verkocht ist und der Reis gar ist. Für die charakteristische Kruste die Paella noch etwas länger erhitzen, bis ein leichtes Knistern zu hören ist. Achten Sie darauf, dass die unterste Reisschicht leicht anröstet, aber nicht anbrennt.
- Die Paella vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen.
Spanische Paella Mixta, garniert mit Zitrone und Petersilie
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