Aktuelles der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie: Einblicke und Neuigkeiten

Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) informiert regelmäßig über ihre Aktivitäten, Forschungsprojekte und Veranstaltungen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1950 hat sich die ÖGS als zentrale Anlaufstelle für Soziologinnen und Soziologen in Österreich etabliert und fördert den wissenschaftlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Dieser Beitrag beleuchtet aktuelle Neuigkeiten, Forschungsergebnisse und Möglichkeiten zur Vernetzung innerhalb der soziologischen Gemeinschaft.

Neueste Entwicklungen und Ankündigungen der ÖGS

Die ÖGS ist bestrebt, ihre Mitglieder stets auf dem Laufenden zu halten. Aktuelle Nachrichten des Vorstands und der Sektionen geben Einblicke in die strategische Ausrichtung und die laufenden Projekte der Gesellschaft.

Wichtige Entscheidungen und Veranstaltungen

Eine bedeutende Ankündigung ist die Beendigung der kollektiven ISA-Mitgliedschaft durch die ÖGS mit Wirkung zum 26. Juli 2025. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Punkt in der Verbandsarbeit und wird die Beziehungen zur International Sociological Association (ISA) neu definieren.

Die Gesellschaft ehrt regelmäßig herausragende Leistungen im Fachbereich. Die Preisverleihungen der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie (ÖZS) und der ÖGS im Jahr 2025 würdigen exzellente Forschungsarbeiten und tragen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bei.

Aktuelle Forschung und Publikationen

Die ÖGS fördert aktiv die Publikation und Verbreitung soziologischer Forschung. Jüngste Veröffentlichungen zeugen von der Vielfalt und Relevanz soziologischer Fragestellungen.

Neuerscheinungen und wissenschaftliche Beiträge

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Auseinandersetzung mit historischen und theoretischen Entwicklungen der Soziologie. So widmet sich die Publikation “Das Naturverständnis und -verhältnis in der Geschichte der Soziologie”, herausgegeben von Stephan Moebius, zentralen Diskursen, die für das Verständnis gesellschaftlicher Transformationen unerlässlich sind. Ebenfalls von Stephan Moebius stammt die Arbeit “Sociology in the Weimar Republic: Volume II”, die tiefere Einblicke in eine prägende Periode der soziologischen Gedankenbildung bietet.

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Die “Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung (ZeM)” präsentiert in ihrer 7. Ausgabe aktuelle Forschungsergebnisse an der Schnittstelle von Bildung und Migration, einem gesellschaftlich hochrelevanten Thema.

Workshops und wissenschaftliche Diskurse

Die ÖGS organisiert regelmäßig Workshops, um aktuelle Forschungstrends zu diskutieren und den wissenschaftlichen Dialog zu fördern. Der Workshop “Dis/Kontinuitäten Theoretischer Empirie. Bilanzen, Perspektiven und Potenziale” am 6. Januar 2026 verspricht eine intensive Auseinandersetzung mit methodischen und theoretischen Herausforderungen in der empirischen Soziologie.

Darüber hinaus fördert die ÖGS Formate wie den Wissenschaftstalk “Am Puls”, der komplexe wissenschaftliche Themen für ein breiteres Publikum zugänglich macht. Die Veranstaltung “Vom Stress zur Stärke – Strategien für Wohlbefinden und Gelassenheit”, gefördert vom Wissenschaftsfonds FWF, beleuchtet psychologische und soziale Aspekte der modernen Arbeitswelt. Eine Podiumsdiskussion zum Thema “Wie politisch darf oder soll die Soziologie sein?” regt zur Reflexion über die Rolle und Verantwortung der Soziologie in gesellschaftlichen Debatten an. Die thematische Auseinandersetzung mit neue kulturgeschichte kann hierbei interessante Verknüpfungen aufzeigen.

Vernetzung und Karrieremöglichkeiten im ÖGS-Netzwerk

Die ÖGS versteht sich als Plattform für Vernetzung und fördert aktiv die Karriereentwicklung ihrer Mitglieder. Das ÖGS-Netzwerk bietet vielfältige Möglichkeiten für akademische und berufliche Chancen.

Aktuelle Stellenausschreibungen und Forschungspreise

Regelmäßig werden über das Netzwerk der ÖGS herausragende Karrierechancen veröffentlicht. Aktuelle Ausschreibungen wie die Stelle eines University Assistants (pre-doc) in Knowledge and Culture an der Universität Wien oder eine PhD-Position im Bereich Societal Digitalization an der University of Zurich bieten spannende Perspektiven für Nachwuchswissenschaftler. Ebenso gibt es Möglichkeiten für Doktoranden im Bereich New Materialism in Human-Computer Interaction an der Universität Salzburg.

Darüber hinaus schreibt die ÖGS Preise aus, um herausragende soziologische Arbeiten zu prämieren. Der “Call for Submissions | Kohli Prize and Infrastructure Prize for Sociology 2026” sowie der “Call for Submissions | Forschungspreis Ethnographie 2026” laden zur Einreichung von Arbeiten ein, die innovative Beiträge zur soziologischen Forschung leisten. Auch der “Conference Environment and Society (German Longitudinal Environmental Study)” ruft zur Einreichung von Beiträgen auf.

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Mitgliedschaft, Newsletter und Beitragseinsendung

Interessierte sind herzlich eingeladen, Mitglied der ÖGS zu werden und sich aktiv in die Gemeinschaft einzubringen. Informationen zur Mitgliedschaft finden sich auf der Webseite der ÖGS. Um stets über aktuelle Entwicklungen, Veranstaltungen und Publikationen informiert zu bleiben, empfiehlt sich das Abonnieren des Newsletters der ÖGS.

Wissenschaftler und Institutionen, die ihre Veranstaltungen, Calls for Papers oder Stellenausschreibungen über das Netzwerk der ÖGS verbreiten möchten, können entsprechende Beiträge über die dafür vorgesehene Funktion einreichen. Das Generalsekretariat steht für Anfragen und Unterstützung jederzeit zur Verfügung.

Fazit: Ein lebendiges Zentrum für Soziologie in Österreich

Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie bleibt ein dynamisches Zentrum für soziologische Forschung, Debatten und Vernetzung in Österreich. Mit einem breiten Spektrum an Aktivitäten, Publikationen und Karrieremöglichkeiten bietet die ÖGS eine wertvolle Plattform für alle, die sich für die Soziologie interessieren und engagieren möchten. Engagieren Sie sich in der Gemeinschaft und bleiben Sie Teil des wissenschaftlichen Diskurses!