Wenn die Sonne vom Himmel brennt und die Temperaturen steigen, ist das für viele ein Grund zur Freude. Doch extreme Hitze birgt auch Gefahren. Ein Sonnenstich oder Hitzschlag sind ernstzunehmende medizinische Notfälle, denen man mit dem richtigen Wissen vorbeugen und begegnen kann. Das Erkennen der Warnsignale ist entscheidend, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten – sei es für sich selbst, für Kinder, ältere Menschen oder hilfsbedürftige Nachbarn und Kollegen. Wer diese Risiken kennt und präventive Maßnahmen ergreift, schützt die eigene Gesundheit und die anderer.
Den Unterschied verstehen: Sonnenstich versus Hitzschlag
Obwohl beide Zustände durch Hitze ausgelöst werden, unterscheiden sie sich in ihrer Entstehung und ihren Symptomen maßgeblich.
Sonnenstich (Solarenhitzung)
Ein Sonnenstich resultiert aus der direkten und langanhaltenden Einwirkung von Sonnenlicht auf den ungeschützten Kopf oder Nacken. Dies führt zu einer Überhitzung und Reizung der Hirnhäute. Besonders gefährdet sind hierbei Kinder, deren Schädel noch nicht vollständig ausgebildet sind, sowie Personen mit wenig oder gar keinem Haar auf dem Kopf.
Hitzschlag (Exsikkose)
Im Gegensatz zum Sonnenstich ist der Hitzschlag eine Folge der Überhitzung des gesamten Körpers. Hierbei versagt die körpereigene Temperaturregulation, was zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen kann. Der Hitzschlag ist eine ernste Angelegenheit, die sofortiges Handeln erfordert.
Symptome und Erste Hilfe bei einem Sonnenstich
Die Anzeichen eines Sonnenstichs sind meist gut erkennbar und erfordern schnelles Handeln, um eine Verschlimmerung zu verhindern.
Typische Symptome:
- Starke Kopfschmerzen
- Nackensteifigkeit oder Schmerzen im Nackenbereich
- Übelkeit und Erbrechen
- Eine gerötete, heiße Haut im Gesicht und am Kopf, oft ohne begleitendes Fieber
- Unruhe, Benommenheit bis hin zu Schläfrigkeit
Sofortmaßnahmen:
- Schatten aufsuchen: Die betroffene Person umgehend aus der direkten Sonneneinstrahlung in einen kühlen, schattigen Bereich bringen.
- Kühlung: Kopf und Nacken mit feuchten, kühlen Tüchern oder Kompressen kühlen.
- Flüssigkeitszufuhr: Reichlich trinken lassen, vorzugsweise Wasser, ungesüßten Tee oder elektrolythaltige Getränke.
- Ruhe: Für absolute Ruhe sorgen.
- Ärztliche Abklärung: Bei anhaltenden oder schweren Symptomen sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Symptome und Erste Hilfe bei einem Hitzschlag
Ein Hitzschlag ist ein kritischer medizinischer Notfall, der sofortige professionelle Hilfe benötigt. Die Symptome sind oft dramatisch und erfordern entschlossenes Vorgehen.
Typische Symptome:
- Eine sehr hohe Körpertemperatur von über 40 Grad Celsius
- Die Haut ist heiß, rot und vor allem trocken – der Körper schwitzt nicht mehr, um sich abzukühlen.
- Der Puls ist schnell und flach, die Atmung ist beschleunigt.
- Verwirrtheit, Sprachstörungen, Orientierungslosigkeit oder sogar Krampfanfälle können auftreten.
- Im schlimmsten Fall kann Bewusstlosigkeit eintreten.
Sofortmaßnahmen:
- Notruf absetzen: Sofort den Rettungsdienst alarmieren (144 in Österreich, 112 in der gesamten EU).
- Schatten und Kühlung: Die Person unverzüglich in den Schatten bringen und die Kleidung lockern oder entfernen. Den Körper systematisch mit feuchten Tüchern kühlen.
- Positionierung: Wenn die Person bei Bewusstsein ist, die Beine leicht hochlagern.
- Keine Flüssigkeit bei Bewusstlosigkeit: Wenn die betroffene Person nicht bei vollem Bewusstsein ist, darf ihr nichts zu trinken gegeben werden, um ein Ersticken zu verhindern.
Risikogruppen: Wer ist besonders gefährdet?
Bestimmte Personengruppen sind anfälliger für hitzebedingte Erkrankungen und sollten besonders geschützt werden:
- Kinder und ältere Menschen: Ihre Körper können Hitze oft schlechter regulieren.
- Sportler:innen: Insbesondere bei intensiven Trainingseinheiten in der Sonne.
- Menschen mit chronischen Erkrankungen: Vor allem Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen.
- Arbeitende im Freien: Bauarbeiter:innen, Gärtner:innen und alle, die körperlich bei Hitze gefordert sind.
- Personen mit Flüssigkeitsmangel: Eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme erhöht das Risiko.
- Konsument:innen von Alkohol und Drogen: Diese Substanzen beeinträchtigen die körpereigene Hitzeregulation.
Prävention: Der beste Schutz vor Hitzegefahren
Der beste Weg, Sonnenstich und Hitzschlag zu vermeiden, ist eine gute Vorbeugung. Dies schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die von Angehörigen und Freunden. Mit dem fahrrad ergometer kann man beispielsweise im kühlen Innenraum trainieren, anstatt sich der prallen Sonne auszusetzen.
Einfache und effektive Maßnahmen:
- Kopfbedeckung: Tragen Sie immer eine Kopfbedeckung, besonders wenn Sie sich im Freien aufhalten und die Sonne scheint.
- Ausreichend trinken: Nehmen Sie regelmäßig Flüssigkeit zu sich, auch wenn Sie keinen Durst verspüren. Wasser und ungesüßte Tees sind ideal.
- Mittagshitze meiden: Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung während der heißesten Stunden des Tages, typischerweise zwischen 11 und 16 Uhr.
- Schatten suchen: Halten Sie sich möglichst im Schatten auf.
- Luftige Kleidung: Tragen Sie lockere, helle Kleidung aus atmungsaktiven Materialien.
- Körperliche Belastung anpassen: Verlegen Sie anstrengende Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und legen Sie Pausen ein. Wenn Sie körperlich aktiv sein wollen, ist ein Besuch in einem fitnessstudio in der nähe möglicherweise eine gute Alternative, um die Hitze zu meiden.
Die Gefahr von Hitze nicht unterschätzen
Sonnenstich und Hitzschlag sind keine Bagatellerkrankungen, sondern ernstzunehmende Bedrohungen für die Gesundheit. Mit dem Wissen um die Symptome, dem Beachten von Präventionsmaßnahmen und dem schnellen Eingreifen im Notfall können Leben gerettet werden. Ein kühler Kopf, Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse des eigenen Körpers und die Bereitschaft zu helfen machen den entscheidenden Unterschied. Bedenken Sie, dass ein gesunder Lebensstil, der auch regelmäßige Bewegung einschließt, aber an die Umstände angepasst ist, wie etwa die Teilnahme an einem bikini fitness Kurs zur richtigen Zeit, zur allgemeinen Hitzetoleranz beitragen kann. Informieren Sie sich und andere über die Gefahren und Schutzmaßnahmen.
Mehr Informationen und Ressourcen
Für weiterführende Informationen und praktische Tipps zum Umgang mit Hitzeperioden, empfehlen wir die Broschüre “Sommer, Sonne, Hitze“. Zusätzliche nützliche Ratschläge finden Sie auch auf gesundheit.gv.at. Informationen zum Thema fitness land können ebenfalls zur allgemeinen Gesundheitsförderung beitragen.

