Die Installation einer SOLIDWORKS-Netzwerklizenz bringt die Installation einer Solidnetwork License Manager Client-Anwendung mit sich. Diese Anwendung ermöglicht es Benutzern, verfügbare Netzwerklizenzen einzusehen, den Serverstandort zu ändern, Lizenzen auszuleihen oder die Reihenfolge der Lizenzabrufe anzupassen. Dieses Handbuch führt Sie durch die Aktivierung und Nutzung des Solidnetwork License Manager Clients.
Aktivierung des Client Managers
Um den SolidNetWork License Manager auf einem Client zu aktivieren, navigieren Sie zu Start > SOLIDWORKS Tools 20XX > SolidNetWork License Manager Client.
[Nach dem Start der Client-Anwendung sehen Sie die Registerkarte “Lizenzverwendung” (License Usage).
Registerkarte “Lizenzverwendung” (License Usage)
Diese Registerkarte liefert detaillierte Informationen über die Anzahl der freien und genutzten Lizenzen. Eine Liste der Benutzer wird angezeigt, sodass Sie nachvollziehen können, wer eine bestimmte Lizenz verwendet. Das Dropdown-Menü “Produkt” bietet Informationen zu jeder Lizenz, wie z.B. SOLIDWORKS Standard oder SOLIDWORKS Visualize Standard. Beachten Sie, dass eine SOLIDWORKS Standard-Lizenz erforderlich ist, bevor eine Professional- oder Premium-Lizenz genutzt werden kann. Wenn Sie beispielsweise über 2 Standard-, 2 Professional- und 2 Premium-Lizenzen verfügen, sehen Sie insgesamt 6 Standard-Lizenzen. Alle Benutzer erhalten zunächst eine Standard-Lizenz, bis ein Pro- oder Premium-Add-In ausgewählt wird.
Registerkarte “Serverliste” (Server List)
Die Registerkarte “Serverliste” zeigt alle Server an, auf denen der Client im Netzwerk nach SOLIDWORKS-Lizenzen sucht. Sie können Server zur Liste hinzufügen oder daraus entfernen. Wenn der SolidNetWork License Manager auf einen neuen Server verschoben wird, muss die Serverliste auf jedem Client mit dem neuen Servernamen aktualisiert werden.
WICHTIG: Melden Sie sich als lokaler Administrator auf dem Rechner an, wenn der Server geändert werden muss. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die korrekte Konfiguration sicherzustellen. Die Verwaltung von Netzwerklizenzen erfordert oft Administratorrechte.
Registerkarte “Lizenzausleihe” (License Borrowing)
Auf der Registerkarte “Lizenzausleihe” können Benutzer eine Lizenz temporär auf dem lokalen Computer sperren, um SOLIDWORKS auch ohne Netzwerkverbindung nutzen zu können. Für detailliertere Informationen zur Ausleihfunktion empfehlen wir unseren Artikel über SOLIDWORKS Lizenzausleihe.
[Die Liste der Produkte mit verfügbaren Lizenzen wird angezeigt. Wählen Sie das benötigte Produkt aus und geben Sie das Enddatum an, bis zu dem Sie die Lizenz benötigen. Lizenzen können maximal für 30 Tage ausgeliehen werden. Dieser maximale Zeitraum kann durch die Verwendung einer Optionsdatei verkürzt werden. SOLIDWORKS steht Ihnen bis 23:59 Uhr des angegebenen Tages zur Verfügung. Um Mitternacht des folgenden Tages läuft die Lizenz auf dem Client-Laptop ab und die Lizenz wird auf dem Server freigegeben. Nach 30 Tagen muss die Lizenz erneut ausgeliehen werden. Nachdem Sie ein Produkt ausgewählt und das Ausleihdatum festgelegt haben, klicken Sie auf Ausleihen (Borrow). Dies verschiebt die Lizenz in das Fenster “Ausgeliehene Produktlizenzen” (Borrowed Product Licenses). Eine Standard-Lizenz wird automatisch mit jeder höherwertigen Lizenz ausgeliehen.
Registerkarte “Lizenzreihenfolge” (License Order)
Die Registerkarte “Lizenzreihenfolge” ermöglicht es Ihnen, die Stufe der Lizenz zu ändern, die beim Aktivieren zusätzlicher Add-Ins abgerufen werden soll. Dies ist häufig in Szenarien mit mehreren Simulationen-Lizenzen der Fall. Lesen Sie unseren verwandten Artikel, um mehr zu erfahren.
Die Verwaltung Ihrer SOLIDWORKS-Netzwerklizenzen ist entscheidend für einen reibungslosen Arbeitsablauf. Der SolidNetWork License Manager Client bietet hierfür leistungsstarke Werkzeuge. Nutzen Sie die Funktionen zur Überwachung, Serververwaltung und Lizenzausleihe, um Ihre Produktivität zu maximieren und sicherzustellen, dass immer die benötigten Lizenzen verfügbar sind. Für fortgeschrittene Konfigurationen und zur Feinabstimmung der Lizenzzuweisung ist die Kenntnis der Optionsdatei unerlässlich.

