Die sichersten und gefährlichsten Reiseziele 2025: Ein Überblick

Die Vorstellung, uneingeschränkt jedes Land der Welt bereisen zu können, ist zwar verlockend, doch die Realität sieht anders aus. Auch im Jahr 2025 gibt es Reiseziele, die Urlauberinnen und Urlauber besser meiden sollten. Sicherheitsexperten von Safeture und Riskline haben ihre jährliche „Risk Map“ veröffentlicht, die Aufschluss über die Sicherheitsrisiken in Ländern weltweit gibt und Reisenden bei der Planung hilft. Diese Karte ist ein wichtiges Werkzeug, um fundierte Entscheidungen für die nächste Reise zu treffen und potenzielle Gefahren zu umgehen.

Methodik der „Risk Map“: Wie Risiken bewertet werden

Die „Risk Map“ von Safeture und Riskline unterteilt die globale Risikolandschaft in fünf Stufen: von kritischem Risiko (dunkelrot) über hohes (rot) und mittleres (gelb) bis hin zu geringem (hellgrün/hellgelb) und vernachlässigbarem Risiko (dunkelgrün). Diese Einstufung basiert auf einer umfassenden Analyse verschiedener Faktoren wie allgemeine Sicherheit, Kriminalitätsrate, Gesundheits- und Umweltrisiken sowie die Qualität der medizinischen Versorgung vor Ort. Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf der Reisefreundlichkeit und der Sicherheit innerhalb von Städten und Regionen, um Reisenden eine detaillierte Orientierung zu bieten.

Gefährliche Reiseziele 2025: Regionen mit kritischem Risiko

Die Sicherheitslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr in 77 Ländern weltweit verschlechtert, wie Marcel Brandt von Safeture erklärt. Kriege, politische Instabilität und die Auswirkungen des Klimawandels sind die Hauptursachen für diese Entwicklung. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation im Nahen Osten, wo Länder wie Israel, die Westbank und Gaza, der Libanon und der Iran als extrem gefährlich eingestuft werden.

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Bewaffnete Konflikte machen auch Länder wie Burkina Faso, Libyen und Myanmar zu Hochrisiko-Zonen. Ebenso gelten Somalia, Syrien, der Sudan und der Jemen als sehr unsicher. Aufgrund des Krieges mit Russland sind Teile der Ukraine sowie die Grenzgebiete zu Russland und Belarus als extrem gefährlich einzustufen. Auch das russische Grenzgebiet zu Georgien und Aserbaidschan sowie die Region Bergkarabach sollten Reisende meiden.

Weitere Länder in der höchsten Gefahrenkategorie für 2025 sind Äthiopien, Ruanda, Niger, Teile von Mali und Tschad, Afghanistan sowie weite Teile Pakistans.

Reiseziele mit hohem Sicherheitsrisiko 2025

Auch in Ländern mit der zweithöchsten Gefahrenstufe sind erhebliche Risiken für Reisende vorhanden. Eine sorgfältige Vorabinformation über potenzielle Gefahren und notwendige Vorkehrungen ist hier unerlässlich.

Viele dieser Länder befinden sich auf dem afrikanischen Kontinent, darunter Nigeria, Kamerun, Äthiopien, die Republik Kongo, Mosambik und die Demokratische Republik Kongo. Teilweise wird das Risiko in diesen Regionen als kritisch bewertet, wie auch in Teilen Algeriens.

Ein hohes Risiko besteht zudem in Papua-Neuguinea, Nordkorea, Teilen Indonesiens sowie in bestimmten Gebieten Indiens und Pakistans. Im Irak, im Südosten der Türkei sowie auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten herrscht ebenfalls teilweise ein hohes Sicherheitsrisiko. In Süd- und Mittelamerika sind Venezuela, Honduras, Haiti, Guatemala sowie Teile Mexikos, Ecuadors und Guyanas als Gebiete mit hohem Risiko eingestuft. In Europa betrifft dies hauptsächlich weite Teile der Ukraine aufgrund des Krieges.

Sichere Reiseziele 2025: Entspannte Urlaubsplanung

Glücklicherweise gibt es zahlreiche sichere Reiseziele weltweit. In vielen Ländern gilt die zweitniedrigste Sicherheitsstufe, was eine entspannte Reise ermöglicht. Fast alle Länder Europas sind in dieser Kategorie zu finden, mit Ausnahmen wie der Ukraine, Russland und der Türkei. Dennoch verzeichnen auch europäische Länder wie Frankreich, Spanien, Schweden und Großbritannien aufgrund zunehmender politischer Unruhen, Demonstrationen sowie Unwetterereignisse ein gestiegenes Risiko im Vergleich zum Vorjahr.

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Drei afrikanische Staaten – Marokko, Namibia und Botswana – sind auf der „Risk Map“ hellgrün eingefärbt und gelten als sicher.

In Ozeanien zählen Französisch-Polynesien, Fidschi, Tonga, Vanuatu und weitere kleine Inselstaaten zu den sicheren Reisezielen.

Auch in Asien gibt es viele sichere Orte: Teile Armeniens und Aserbaidschans, Bahrain, Brunei, China, weite Teile Georgiens, Hongkong, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kuwait, Laos, Malaysia, Mongolei, Oman, Saudi-Arabien, Südkorea, Taiwan, Turkmenistan, Vereinigte Arabische Emirate und Vietnam werden als sicher eingestuft.

In Nord-, Mittel- und Südamerika sind die USA, Belize, Kuba, Costa Rica, Französisch-Guyana, Chile, Uruguay und Argentinien sowie zahlreiche Karibikinseln sichere Reiseziele.

Die sichersten Reiseländer 2025: Unbeschwerte Entdeckungen

Absolut sicher fühlen können sich Reisende in Deutschland, der Schweiz, Luxemburg, Belgien, Finnland, Island, Dänemark, Grönland, Portugal, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Irland, auf den Färöer-Inseln und Norwegen. Außerhalb Europas zählen Kanada, Australien, Neuseeland, Singapur, Bhutan, Samoa und Japan zu den sichersten Ländern.

Veränderungen im Sicherheitsrisiko: Ein genauerer Blick

Die Risikobewertung hat sich für 77 Länder verändert. Eine überraschende Entwicklung betrifft die Malediven: Das beliebte Reiseziel wird nun als „mittleres Risiko“ eingestuft, bedingt durch zunehmende politische Instabilität, soziale Spannungen, religiösen Extremismus und die Folgen des Klimawandels wie Überschwemmungen.

Das Risiko im Nahen Osten ist insgesamt stark angestiegen, mit Ausnahmen wie dem Irak, dessen Risikobewertung gesenkt wurde. Ähnlich in Afrika: Während Länder wie Libyen, Niger und Burkina Faso als risikoreicher gelten, wurde der Südsudan herabgestuft. In Südostasien zählt Myanmar nun zu den gefährlichsten Reiseländern. In Ozeanien wird Neukaledonien nach Unruhen als risikoreich eingestuft.

Trinidad und Tobago, im Vorjahr noch als sicher bewertet, weist nun ein mittleres Risiko auf.

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