Die sichersten und gefährlichsten Reiseziele 2025: Ein umfassender Überblick

Die Welt steht uns offen – oder doch nicht? Während die Vorstellung, jedes Land bedenkenlos bereisen zu können, verlockend ist, mahnt die Realität zur Vorsicht. Auch im Jahr 2025 gibt es Länder, die Reisende besser meiden sollten. Die Spezialisten von Safeture und Riskline haben mit ihrer jährlich veröffentlichten „Risk Map“ erneut die globalen Sicherheitsrisiken analysiert und geben wertvolle Orientierung für die Reiseplanung. Die Erkenntnisse sind entscheidend für alle, die ihre nächste Reise planen und dabei Wert auf Sicherheit legen. Entdecken Sie die Top-Reiseziele für 2022 und erfahren Sie, wo Sie sicher unterwegs sein können.

Die Methodik der „Risk Map“ von Safeture und Riskline

Die „Risk Map“ ist ein umfassendes Werkzeug zur Bewertung der Sicherheit von Reiseländern. Sie teilt die globale Gefahrenlage in fünf Stufen ein: kritisches Risiko (dunkelrot), hohes Risiko (rot), mittleres Risiko (gelb), geringes Risiko (hellgrün/hellgelb) und vernachlässigbares Risiko (dunkelgrün). Diese Einteilung basiert auf einer Vielzahl von Faktoren, darunter allgemeine Sicherheit, Kriminalitätsraten, Gesundheits- und Umweltrisiken sowie die Qualität der medizinischen Versorgung. Die Bewertung berücksichtigt auch die Reisefreundlichkeit und die Sicherheit innerhalb von Städten und Regionen. Dies ermöglicht eine detaillierte und nuancierte Darstellung der globalen Reisesicherheit.

Die gefährlichsten Reiseländer im Jahr 2025

Die Sicherheitslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr in beeindruckenden 77 Ländern weltweit verschlechtert. Marcel Brandt von Safeture erklärt diese Entwicklung mit den tiefgreifenden Auswirkungen von Kriegen, politischer Instabilität und dem Klimawandel. Besonders dramatisch zeigt sich diese Verschärfung im Nahen Osten, wo Konflikte Gebiete wie Israel, die Westbank und Gaza, den Libanon und den Iran als extrem gefährlich einstufen lassen.

Bewaffnete Konflikte prägen auch die Einschätzung weiterer Hochrisiko-Zonen. Dazu zählen Länder wie Burkina Faso, Libyen und Myanmar, aber auch Somalia, Syrien, der Sudan und der Jemen. Aufgrund des anhaltenden Krieges mit Russland werden auch die südöstlichen Gebiete der Ukraine sowie die gesamten Grenzregionen zu Russland und Belarus als extrem gefährlich eingestuft. Ebenfalls sollten Reisende das russische Grenzgebiet zu Georgien und Aserbaidschan sowie die Region um Bergkarabach meiden, da hier ein Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien eskaliert ist.

Weiterlesen >>  Die schönsten Reiseziele im Oktober: Wo die Sonne noch lacht!

Zusätzlich zu weiteren afrikanischen Ländern wie Äthiopien, Ruanda, Niger oder Teilen von Mali und dem Tschad finden sich 2025 auch Afghanistan und weite Teile Pakistans in der höchsten Gefahrenkategorie wieder. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen Reiseplanung und Informationsbeschaffung.

Reiseziele mit hohem Sicherheitsrisiko 2025

Die zweithöchste Gefahrenstufe birgt ebenfalls erhebliche Risiken für Reisende. Wer eine Reise in eines dieser Länder plant, muss sich unbedingt umfassend über potenzielle Gefahren und notwendige Vorkehrungen informieren. Viele dieser Länder befinden sich auf dem afrikanischen Kontinent. Laut Safeture und Riskline ist das Sicherheitsrisiko unter anderem in Nigeria, Kamerun, Äthiopien, der Republik Kongo, Mosambik und der Demokratischen Republik Kongo hoch. Teilweise wird das Risiko in einzelnen Regionen dieser Länder sogar als kritisch eingeschätzt, so beispielsweise auch in Algerien.

Ein hohes Risiko weist die „Risk Map“ zudem für Papua-Neuguinea, Nordkorea, Teile Indonesiens sowie für bestimmte Gebiete in Indien und Pakistan aus. Im Irak, im Südosten der Türkei sowie in ägyptischen Gebieten auf der Sinai-Halbinsel herrscht ebenfalls teilweise ein hohes Sicherheitsrisiko. In Süd- und Mittelamerika werden Venezuela, Honduras, Haiti, Guatemala sowie Teile von Mexiko, Ecuador und Guyana als Regionen mit hohem Risiko für Reisende betrachtet. Innerhalb Europas ist lediglich ein Großteil der Ukraine aufgrund des russischen Angriffskrieges in dieser Kategorie gelistet. Die Wahl der Reiseziele sollte stets von einer gründlichen Risikobewertung geleitet sein. Günstige Reiseziele 2022 sind zwar verlockend, doch die Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen.

Sichere Reiseziele im Jahr 2025

Es gibt jedoch auch positive Nachrichten: Viele Reiseziele weltweit weisen nur die zweitniedrigste Sicherheitsstufe auf, was bedeutet, dass Urlauberinnen und Urlauber sich hier im Normalfall sicher fühlen können. In der Kategorie der sicheren Staaten finden sich fast alle Länder Europas, mit Ausnahme der Ukraine, Russlands, der Türkei, der Republik Moldau und weiterer Länder, in denen laut Sicherheitsexperten sogar nur ein „vernachlässigbares Risiko“ besteht.

Weiterlesen >>  Beste Reiseziele im Juli: Sonne, Strand und unvergessliche Erlebnisse

Dennoch zeigt die Analyse deutliche Zeichen von Instabilität in Europa. So sind Länder wie Frankreich, Spanien, Schweden und Großbritannien, die bislang in der geringsten Gefahrenkategorie gelistet waren, nun in die nächsthöhere Kategorie aufgestiegen. Auch Italien, die Niederlande, Polen und weitere Länder weisen nach Einschätzung der Experten ein höheres Risiko auf als im Vorjahr. Dies lässt sich durch die Zunahme politischer Unruhen und Demonstrationen, aber auch durch Unwetter und Überschwemmungen erklären.

Als sicher gelten außerdem drei Staaten in Afrika: Marokko, Namibia und Botswana sind auf der „Risk Map“ hellgrün eingefärbt.

In Ozeanien werden Französisch-Polynesien, Fidschi, Tonga, Vanuatu und einige weitere der kleinen Inselstaaten als sicher eingestuft.

Auch in Asien kann man vielerorts bedenkenlos reisen. Als sicher gelten unter anderem Teile Armeniens und Aserbaidschans, Bahrain, Brunei, China, weite Teile Georgiens, Hongkong, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kuwait, Laos, Malaysia, Mongolei, Oman, Saudi-Arabien, Südkorea, Taiwan, Turkmenistan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Vietnam.

In Nord-, Mittel- und Südamerika gibt es ebenfalls zahlreiche sichere Reiseziele. Dazu zählen die USA, Belize, Kuba, Costa Rica, Französisch Guyana, Chile, Uruguay und Argentinien sowie zahlreiche Inseln in der Karibik und im Pazifik. Die Entscheidung für ein Reiseziel sollte stets die persönliche Sicherheit priorisieren. Beispielsweise kann die Wahl eines Urlaubsziels im März 2022 warmen Klimas durch eine sorgfältige Recherche abgesichert werden. Urlaub im März 2022 warm und Urlaub im September 2022 warm sind beliebte Themen, bei denen die Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden darf.

Reiseziele mit der höchsten Sicherheit im Jahr 2025

Absolut sicher fühlen können sich Reisende in Deutschland, der Schweiz, Luxemburg, Belgien, Finnland, Island, Dänemark, Grönland, Portugal, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Irland, auf den Färöer-Inseln und Norwegen. Außerhalb Europas schätzen die Fachleute unter anderem Kanada, Australien, Neuseeland, Singapur, Bhutan, Samoa und Japan als Länder der sichersten Kategorie ein. Diese Länder bieten ideale Voraussetzungen für einen unbeschwerten Urlaub.

Weiterlesen >>  Die besten Urlaubsorte im Juni: Sommerfeeling pur für Ihren Traumurlaub

Signifikante Veränderungen der Sicherheitsrisiken

Wie eingangs erwähnt, hat sich die Einschätzung des Reiserisikos für 77 Länder weltweit verändert. Eine bemerkenswerte Erkenntnis betrifft die Malediven. Das Inselparadies, das bisher stets als besonders sicher galt, wird in der „Risk Map“ 2025 in die Kategorie „mittleres Risiko“ eingestuft. Als Gründe hierfür werden die „zunehmende politische Instabilität im Land, verbunden mit einer Zunahme von sozialen Spannungen und religiösem Extremismus“ genannt. Auch die steigenden Folgen des Klimawandels wie Überschwemmungen und Küstenerosion verschärfen die Lage.

Im Vergleich zur letztjährigen Analyse ist das Risiko in den Ländern des Nahen Ostens insgesamt stark angestiegen, jedoch nicht ausnahmslos – der Irak wurde in seiner Risikobewertung eine Kategorie nach unten gestuft. Ähnlich verhält es sich in Afrika, wo beispielsweise Libyen, Niger und Burkina Faso als risikoreicher gelten, während der Südsudan herabgestuft wurde. In Südostasien ist die Risikobewertung für Myanmar stark angestiegen, das Land zählt nun zu den gefährlichsten Reiseländern der Welt. In Ozeanien bewerten die Fachleute nach den Unruhen im Frühjahr Neukaledonien (Französisches Überseegebiet) mittlerweile als risikoreich.

Einen Anstieg verzeichnet auch Trinidad und Tobago, das in der letztjährigen Analyse noch als sicher eingestuft wurde, mittlerweile aber ein mittleres Risiko attestiert bekommt. Die Dynamik der globalen Sicherheitslage erfordert eine kontinuierliche Beobachtung und Anpassung der Reisepläne.

Alle wichtigen Nachrichten für den Urlaub finden Sie beim reisereporter.