Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) sucht ab dem 01.06.2026 eine*n engagierte*n Senior Data Scientist für Semantische Technologien (m/w/d) zur Verstärkung ihres eScience-Teams in Berlin Steglitz. Diese unbefristete Vollzeitstelle bietet die Möglichkeit, an der Schnittstelle von Informatik, Materialwissenschaften und Data Science innovative Lösungen für die Digitalisierung der Materialforschung zu entwickeln. Wenn Sie über fundierte Kenntnisse in semantischen Technologien verfügen und eine Leidenschaft für die Schaffung interoperabler, maschinenlesbarer Datenplattformen mitbringen, ist dies Ihre Chance, eine Schlüsselrolle in einem dynamischen und international agierenden Umfeld zu übernehmen.
Über die Position und die BAM
Die BAM, eine zentrale wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde, widmet sich der Forschung, Prüfung und Beratung im Bereich der technischen Sicherheit von Produkten und Prozessen, mit einem besonderen Fokus auf Materialwissenschaft, Werkstofftechnik und Chemie. Als Teil des Referats „eScience“ werden Sie maßgeblich dazu beitragen, die Integration heterogener Forschungsdaten über alle Disziplinen der BAM hinweg durch die Weiterentwicklung semantischer Technologien und robuster Datenmodellierungspraktiken zu verbessern. Ziel ist die Schaffung interoperabler, maschinenlesbarer Datenplattformen, die fortschrittliche KI-Analysen und automatisierte Workflows ermöglichen. Sie arbeiten eng mit führenden Wissenschaftler*innen zusammen, treiben Innovationen voran und gestalten aktiv die Entwicklung von Standards in der Materialwissenschaft mit. Ihre Expertise wird Sie zu einer*m wichtigen Akteur*in in der Material-Community machen, und Sie werden auch Aktivitäten in drittmittelgeförderten Projekten koordinieren.
Ihre Aufgaben im Detail
Als Teil der eScience-Gruppe erwartet Sie ein interdisziplinäres Umfeld. Ihre Hauptverantwortung liegt in der Entwicklung und Weiterentwicklung der Datenmodellierung, einschließlich Schemas, Taxonomien und Ontologien, sowie in der Zusammenarbeit mit bestehenden semantischen Projekten zur strukturierten Darstellung und Integration von Forschungsdaten und -prozessen an der BAM. Sie werden die semantische Interoperabilität fördern, indem Sie Standardisierung, Wiederverwendbarkeit und maschinenlesbare Datenformate als Grundlage für KI-gestützte Analysen und automatisierte Forschung etablieren.
Dies beinhaltet die Entwicklung von Softwarelösungen, Schnittstellen und Plattformen zur Integration von Analyse- und Automatisierungstools in Forschungs-Workflows mit Fokus auf semantische Interoperabilität, maschinenlesbare Forschungsdaten und KI-gestützte Analytik. Sie werden die technische Entwicklung, Implementierung und Wartung domänenspezifischer Datenmodelle, APIs und Datenintegrations-Pipelines gestalten, die als Basis für symbolische KI-Methoden und graphbasierte Lernansätze dienen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die nachhaltige Integration semantischer Technologien in Forschungsprozesse unter Berücksichtigung zukunftsweisender Konzepte wie automatisierte rechnergestützte Workflows oder selbststeuernde Labore. Sie werden sich aktiv mit der Semantik-Community vernetzen und als zentrale*r Ansprechpartner*in für drittmittelgeförderte Projekte im Bereich der digitalen Materialwissenschaft fungieren, darunter Plattformen wie „Platform MaterialDigital“ und „Materials Commons“. Darüber hinaus werden Sie den „Ontology Playground“ für Schulungen und Weiterbildung zu Ontologien und Wissensgraphen sowie zur Vernetzung interner und externer Partner*innen betreuen.
Ihre Qualifikationen und Fähigkeiten
Für diese Position suchen wir eine*n Kandidat*in mit einem erfolgreich abgeschlossenen wissenschaftlichen Hochschulstudium (Master/Diplom) in Informatik, Materialwissenschaften, Data Science oder einem vergleichbaren Fachgebiet, idealerweise mit einer sehr guten Promotion. Sehr gute Publikationen in anerkannten internationalen Fachzeitschriften sind ebenso erforderlich wie fundierte Kenntnisse in semantischer Interoperabilität und maschinenlesbaren Datenformaten (z. B. RDF, OWL, JSON-LD).
Sie sollten sehr gute Programmierkenntnisse mitbringen, insbesondere in der Softwareentwicklung für wissenschaftliche Anwendungen (z. B. Python, Java, SPARQL, REST-APIs), sowie sehr gute Kenntnisse im Umgang mit Software-Entwicklungswerkzeugen (z. B. VS Code oder vergleichbaren IDEs) und GIT. Gute Kenntnisse in der Konzeption und Umsetzung von Datenintegrationspipelines und Schnittstellen sind ebenfalls wichtig.
Kenntnisse in der Entwicklung und Anwendung von Ontologien und Wissensgraphen sind von Vorteil. Erfahrung in der Koordination oder Leitung von Drittmittelprojekten, idealerweise im Bereich der digitalen Materialwissenschaft, ist wünschenswert. Ebenso sind Kenntnisse in KI, LLMs oder Self-Driving Labs von Vorteil. Vertrautheit mit den FAIR-Prinzipien und Standards für Forschungsdatenmanagement ist ebenfalls von Vorteil.
Wir erwarten die Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung von Community-Aktivitäten. Erfahrung in der Entwicklung von Schulungs- und Weiterbildungsformaten im Bereich Ontologien und Semantische Technologien ist wünschenswert. Sehr gute mündliche und schriftliche Englischkenntnisse sind erforderlich, während Deutschkenntnisse wünschenswert sind. Gute Kommunikations- und Informationsfähigkeiten, eine zielorientierte und strukturierte Arbeitsweise, Entscheidungsbereitschaft und -fähigkeit, Team- und Kooperationsbereitschaft sowie Lernbereitschaft runden Ihr Profil ab.
Unsere Leistungen für Sie
Die BAM bietet eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit innerhalb eines hochkarätigen Netzwerks aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie erhalten Forschungs- und Entwicklungsspielraum für eigene innovative Ideen und eine verantwortungsvolle, interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem kompetenten und kollegialen Umfeld.
Wir legen Wert auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, was durch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens (bis zu 60 %), flexible Arbeitszeitgestaltung, 30 Tage Urlaub sowie die Inanspruchnahme von bis zu 12 Zeitausgleichstagen im Jahr unterstützt wird. Sie erwartet eine offene Willkommenskultur, ein zertifiziert familienfreundliches Arbeitsklima, regelmäßige Feedbackgespräche und kompetente Ansprechpersonen. Die BAM engagiert sich für Nachhaltigkeit, beispielsweise durch einen Zuschuss zum Job-Ticket. Sie erhalten einen krisensicheren Arbeitsplatz in der Bundeshauptstadt.
Ihre Bewerbung
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung über unser Bewerbungsmanagementsystem bis zum 31. Januar 2026. Alternativ können Sie Ihre Bewerbung mit der Kennziffer 258/25-VP.1 auch per Post an die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Referat Z.3 – Personal, Unter den Eichen 87, 12205 Berlin senden.
Für fachliche Fragen zu dieser Position steht Ihnen Herr Dr. Benner unter der Telefonnummer +49 30 8104-3647 oder per E-Mail unter Philipp.Benner@bam.de gerne zur Verfügung.
Die BAM fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und begrüßt daher besonders Bewerbungen von Frauen. Wir sind bestrebt, gesellschaftliche Vielfalt widerzuspiegeln, daher ist jede Bewerbung, unabhängig von Geschlecht, kultureller oder sozialer Herkunft, Religion, Weltanschauung oder sexueller Identität, herzlich willkommen. Darüber hinaus hat sich die BAM die berufliche Teilhabe von schwerbehinderten Menschen zum Ziel gesetzt. Schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die ausgeschriebene Stelle setzt ein geringes Maß an körperlicher Eignung voraus.

