Sebastian Vettel: Der Mann hinter dem “James Bond”-Mythos

Sebastian Vettel, einstiger Formel-1-Weltmeister und Aston Martin-Fahrer, hat eine besondere Verbindung zum britischen Geheimagenten 007. Diese Faszination reicht weit über die bloße Bewunderung für ikonische Autos hinaus und spiegelt sich in kreativen Namensgebungen und spektakulären Events wider. Die Ära von Aston Martin in der Formel 1 markierte für Vettel den perfekten Zeitpunkt, seine Leidenschaft für James Bond mit seiner Karriere zu verbinden.

Von Rennwagen-Namen zu filmreifen Stunts

Im Jahr 2021 gab Sebastian Vettel seinem brandneuen Aston Martin AMR21 den Namen „Honey Ryder“, eine Hommage an Ursula Andress’ Charakter im allerersten James-Bond-Film „Dr. No“. Diese persönliche Note unterstreicht Vettels spielerische Herangehensweise an seine Fahrzeuge und die tiefe Verbindung, die er zu ihnen aufbaut. Doch die Verbindung zu Bond ging noch weiter.

Im selben Jahr hatte Vettel die einmalige Gelegenheit, gemeinsam mit seinem Aston Martin F1-Teamkollegen Lance Stroll einen der legendärsten Bond-Wagen aller Zeiten zu fahren: den Aston Martin DB5. Bei einem Event in Silverstone, dem Austragungsort des Großen Preis von Großbritannien, ließen die beiden Formel-1-Fahrer unter der Anleitung von Stuntfahrer Mark Higgins, der auch an „No Time to Die“ mitwirkte, die Reifen rauchen. Sie replizierten spektakuläre Drifts, wie sie Bond in seinen Filmen zur Flucht vor Verfolgern einsetzt. Dieses Erlebnis ermöglichte es Vettel und Stroll, ihre inneren 007-Agenten zu wecken und die Magie des Kinos mit der Dynamik des Motorsports zu verbinden.

Der Aston Martin DB5: Mehr als nur ein Auto

Der Aston Martin DB5 ist untrennbar mit der Figur James Bond verbunden und gilt als das ikonischste Fahrzeug des Agenten. Über die Jahrzehnte hinweg hat sich Aston Martin als die Automarke der Wahl für 007 etabliert, was sich in zahlreichen Filmen widerspiegelt. Die Stunt-Fahrten von Vettel und Stroll mit dem DB5 waren eine perfekte Marketingmaßnahme zur Feier des Films „No Time to Die“, dem 25. Teil der Bond-Reihe und Daniel Craigs letztem Auftritt als Geheimagent.

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Die Fahrer zeigten sich begeistert von der Herausforderung, den klassischen Wagen zu beherrschen. Vettel selbst gab zu, dass es zwar schwierig sei, das Auto unter Kontrolle zu halten, er aber viel Spaß dabei gehabt habe. Die Action bei Silverstone, bei der die Fahrer versuchten, Szenen aus dem Film nachzustellen, verdeutlichte die beeindruckende Performance des DB5 und die Kunstfertigkeit, die für solche Stunts erforderlich ist.

Vettel als “Gentleman-Agent”

Die Art und Weise, wie Sebastian Vettel mit seiner Leidenschaft für James Bond umgeht – mit Humor, Kreativität und einer Prise Eleganz – lässt ihn fast wie eine natürliche Besetzung für die Rolle des 007 erscheinen. Sein Gentleman-Auftreten, kombiniert mit seiner Präzision auf der Rennstrecke, passt perfekt zum Image des kultivierten Spions.

Die Verbindung zwischen Sebastian Vettel und James Bond ist somit mehr als nur eine kurzlebige Marketingaktion. Sie ist ein Ausdruck von Vettels Persönlichkeit, seiner Wertschätzung für Automobilgeschichte und Popkultur sowie seiner Fähigkeit, diese Leidenschaften in seine Karriere einfließen zu lassen. Ob als Namensgeber für seinen Boliden oder als Akteur in filmreifen Stunts – Vettel hat bewiesen, dass er den “Bond-Mythos” auf seine ganz eigene, faszinierende Weise lebt.