Saturn Oil & Gas Inc., ein kanadisches Energieunternehmen, das sich auf die Entwicklung von hochwertigen, leichten Ölförderanlagen in Saskatchewan und Alberta konzentriert, hat kürzlich ein Betriebsupdate veröffentlicht, das durch Produktionsergebnisse im vierten Quartal 2024 und strategische Kapitalallokationen gekennzeichnet ist. Das Unternehmen verzeichnete im vierten Quartal durchschnittliche Produktionsmengen von über 41.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (boe/d), was über den prognostizierten Werten lag und einen neuen Unternehmensrekord darstellt. Diese positive Entwicklung ist auf die Effizienz des Kapitalprogramms, die überdurchschnittliche Leistung neuer Bohrlöcher und optimierte Produktionsprozesse zurückzuführen.
Effizientes Kapitalprogramm und Produktionssteigerungen
Das Unternehmen hat im vierten Quartal 2024 ein starkes und kapitaleffizientes Programm zur Durchführung von Bohrungen abgeschlossen. Dabei wurden 33 Brutto-Bohrungen (26,2 Netto) niedergebracht, wobei die neuen Bohrungen die internen Erwartungen hinsichtlich der Leistung übertrafen und zu den gestiegenen Produktionsmengen beitrugen. Insbesondere die erfolgreichen Bohrprogramme in den Feldern Flat Lake und Battrum, die Mitte 2024 erworben wurden, stärkten das Vertrauen in die zukünftigen Erträge dieser Felder. Saturn verzeichnete zudem signifikante jährliche Produktionssteigerungen in allen Entwicklungsgebieten, die im ersten Quartal 2023 durch die Akquisition von Ridgeback Resources erworben wurden.
Regionale Schwerpunkte und technologische Innovationen
Südost-Saskatchewan: In dieser Region lieferten die konventionellen/mississippischen Bohrungen durchschnittliche IP30-Raten (Produktion in den ersten 30 Tagen) von etwa 100 boe/d, was über 25 % über den internen Erwartungen liegt. Die Bohrungen in diesem Gebiet gelten als besonders kapitaleffizient und bieten ein tiefes Inventar an Standorten, die Saturn als “Tier 1” einstuft. Durch den Einsatz von Seismik wurden die Bohrplatzierungen verbessert, was zu geringeren Wasseranteilen und besseren wirtschaftlichen Ergebnissen führte. Insbesondere die Bohrung 12-28 in der Gegend von Carnduff erzielte mit einer IP30-Rate von 220 boe/d die beste Leistung einer Frobisher-Bohrung in der Geschichte von Saturn.
Viewfield – Bakken: Die Fracking-Bohrungen in Viewfield übertrafen die internen Erwartungen um durchschnittlich 20 %. Dies ist auf die Strategie zurückzuführen, Gebiete mit geringerer Bohrungsdichte zu erschließen und innovative Bohr- und Komplettierungstechniken anzuwenden. Eine Analyse von Drittanbietern ergab, dass die offenen Bohrloch-Mehrfachlateralbohrungen (OHML) von Saturn die höchsten Ergebnisse und Anfangsproduktionsraten unter den Betreibern in der Region erzielen.
Spearfish: Aufbauend auf den Erfolgen im Bakken-Programm bohrte Saturn im Oktober 2024 die erste Sechs-Seiten-OHML-Spearfish-Bohrung, die mit einer IP30-Rate von über 150 boe/d das Doppelte der internen Erwartungen erreichte.
Torquay – Flat Lake: In diesem Bereich wurden drei Bohrungen durchgeführt. Durch angepasste Komplettierungstechniken, wie eine erhöhte Stufenzahl und eine reduzierte Frackmasse, konnten die Produktionsraten gesteigert und die Wasseranteile gesenkt werden.
West-Saskatchewan:
Viking: Insbesondere in Plato, Saskatchewan, wurden Bohrungen mit hohen Ölanteilen und Netbacks durchgeführt. Dieser Trend wird voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren im Fokus der Viking-Entwicklung stehen.
Lower Shaunavon: Vier Bohrungen wurden in diesem Bereich erfolgreich abgeschlossen, wobei die erste Bohrung die Erwartungen deutlich übertraf.
Zentral-Alberta:
Cardium: In Lochend, Alberta, bohrte Saturn die längste Cardium-Lateralbohrung Kanadas mit 7.570 Metern. Ein innovatives Hybrid-Komplettierungssystem ermöglichte Kostensenkungen und verkürzte Bohrzeiten. Für 2025 ist die Entwicklung eines “Cardium Super-Pad” mit sieben Horizontalbohrungen geplant.
Montney: Im Frühjahr 2025 plant Saturn eine 3-Meilen-Lateralbohrung in Kaybob, eine der längsten Montney-Bohrungen in dieser Region.
Unternehmensstrategie und Risikomanagement
Saturn setzt weiterhin auf den Rückkauf eigener Aktien im Rahmen seines “Normal Course Issuer Bid” (NCIB) Programms und hat seit August 2024 etwa 5,5 Millionen Aktien zurückgekauft. Zudem haben Führungskräfte des Unternehmens im Dezember 2024 und Januar 2025 Aktien im Wert von fast einer Million CAD erworben, was das Vertrauen in den inneren Wert des Unternehmens widerspiegelt.
Das Unternehmen hat zudem Maßnahmen ergriffen, um sich gegen potenzielle Risiken durch Wechselkursschwankungen und Preisvolatilität abzusichern. Ein Großteil der Ölproduktion ist über Hedging-Strategien abgesichert, um die Auswirkungen von Tariferhöhungen und breiteren Spreads zwischen verschiedenen Ölpreisen zu mildern.
Die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2024 sowie eine unabhängige Reservenbewertung werden am 13. März 2025 nach Börsenschluss veröffentlicht.
