Ursula von der Leyen ist eine der mächtigsten Frauen Europas und steht an der Spitze der Europäischen Kommission. Doch was verdient die deutsche Politikerin eigentlich in dieser hochrangigen Position? Das Gehalt eines EU-Beamten, insbesondere eines Kommissionspräsidenten, ist im Vergleich zu nationalen Spitzenpolitikern oder denen in der Privatwirtschaft oft Gegenstand von Spekulationen. Dieser Artikel beleuchtet die finanzielle Vergütung von Ursula von der Leyen und ordnet sie in den Kontext der EU-Gehaltsstrukturen ein. Wir werfen einen Blick auf die einzelnen Komponenten ihres Einkommens und die Kriterien, die dabei eine Rolle spielen.
Das Grundgehalt des EU-Kommissionspräsidenten
Das Gehalt von Ursula von der Leyen setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, wobei das Grundgehalt die Basis bildet. Nach den EU-Regularien werden die Gehälter der Kommissionsmitglieder und des Präsidenten jährlich angepasst. Das Grundgehalt für den Kommissionspräsidenten ist an die Besoldungsgruppe “AD 21” angelehnt, die höchste Stufe im Dienstalter für hohe Beamte der Europäischen Union.
Im Jahr 2024 liegt das Grundgehalt eines EU-Kommissionspräsidenten bei etwa 22.900 Euro brutto pro Monat. Dies entspricht einem Jahresgehalt von rund 275.000 Euro. Es ist wichtig zu betonen, dass dies das Bruttogehalt ist. Davon werden Steuern und Sozialabgaben abgezogen, die innerhalb der EU geregelt sind und je nach individueller Situation variieren können. Die EU erhebt eine eigene Steuer auf die Gehälter ihrer Beamten, deren Sätze progressiv sind.
Zusätzliche Bezüge und Zulagen
Neben dem Grundgehalt erhält Ursula von der Leyen weitere Zulagen, die typisch für die Position eines Kommissionspräsidenten sind. Dazu gehören unter anderem:
- Amtszulage: Eine zusätzliche Zulage für die Übernahme der prestigeträchtigen und verantwortungsvollen Rolle des Kommissionspräsidenten.
- Haushalts- und Infrastrukturmittel: Für die Ausübung ihrer Amtsgeschäfte stehen ihr finanzielle Mittel zur Verfügung, die jedoch nicht als persönliches Einkommen zu betrachten sind, sondern für die Durchführung ihrer offiziellen Aufgaben bestimmt sind. Dazu gehören beispielsweise Kosten für Reisen, Repräsentationszwecke oder die Ausstattung ihres Büros.
- Pension: Wie alle EU-Beamten hat auch die Kommissionspräsidentin Anspruch auf eine Pension nach ihrer Amtszeit. Die Höhe dieser Pension richtet sich nach der Dauer der Dienstjahre und dem erreichten Gehalt.
Diese zusätzlichen Bezüge sind in den EU-Statuten klar geregelt und dienen dazu, die Funktionärstätigkeit auf höchster Ebene angemessen zu vergüten und ihre reibungslose Ausübung zu gewährleisten.
Vergleich mit nationalen Spitzengehältern
Um das Gehalt von Ursula von der Leyen besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf die Vergütung nationaler Spitzenpolitiker. Das Gehalt des deutschen Bundeskanzlers, aktuell Olaf Scholz, liegt im Jahr 2024 bei etwa 25.000 Euro brutto pro Monat, was einem Jahresgehalt von rund 300.000 Euro entspricht. Bundesministerinnen und -minister erhalten geringere Beträge, die aber ebenfalls im sechsstelligen Bereich liegen.
Vergleicht man diese Zahlen, so ist das Gehalt von Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin durchaus im oberen Bereich angesiedelt, vergleichbar mit dem des deutschen Bundeskanzlers. Dies spiegelt die enorme Verantwortung und die Bedeutung der EU-Kommission für die politische und wirtschaftliche Gestaltung Europas wider.
Transparenz und Regulierung der EU-Gehälter
Die Gehälter von EU-Beamten und Spitzenfunktionären unterliegen strengen Transparenz- und Regulierungsvorschriften. Die EU-Verordnungen legen die Gehaltsstufen und Zulagen für alle Amtsträger fest. Diese Regelungen sollen sicherstellen, dass die Vergütung fair, nachvollziehbar und im Einklang mit den Aufgaben steht.
Ein zentrales Dokument hierfür ist die Verordnung (EU) Nr. 2016/300 über das Statut der Beamten der Europäischen Union und die Beschäftigungsbedingungen für die sonstigen Bediensteten der Union. In dieser Verordnung sind die besoldungsrechtlichen Bestimmungen detailliert aufgeführt. Die jährliche Anpassung der Gehälter erfolgt auf Basis eines Korrekturfaktors, der die Lebenshaltungskosten in den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten berücksichtigt.
Die Rolle von Ursula von der Leyen
Ursula von der Leyen ist seit dem 1. Dezember 2019 Präsidentin der Europäischen Kommission. In dieser Funktion ist sie für die politische Führung und die Umsetzung der EU-Politik verantwortlich. Ihre Amtszeit ist geprägt von großen Herausforderungen wie der Bewältigung der COVID-19-Pandemie, der Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Gestaltung des europäischen Green Deal.
Die immense Verantwortung, die mit dieser Position einhergeht, rechtfertigt aus Sicht der EU eine entsprechende finanzielle Vergütung. Das Gehalt soll sicherstellen, dass die besten Talente für diese anspruchsvollen Aufgaben gewonnen werden können und dass die Unabhängigkeit der Amtsträger gewahrt bleibt.
Fazit: Ein Top-Gehalt für eine Top-Position
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ursula von der Leyen als Präsidentin der Europäischen Kommission ein Jahresgehalt von rund 275.000 Euro brutto erzielt. Dieses Gehalt setzt sich aus einem Grundgehalt und verschiedenen Zulagen zusammen und ist im Vergleich zu anderen europäischen Spitzenpolitikern wettbewerbsfähig. Die Transparenz und die klare Regelung der EU-Gehälter tragen dazu bei, das Vertrauen in die Institutionen zu stärken. Ihre Vergütung spiegelt die immense Bedeutung und die globale Reichweite ihrer Position im Herzen der Europäischen Union wider. Die salary von Ursula von der Leyen ist somit ein Indikator für die Wertschätzung und die Erwartungen, die an eine Führungspersönlichkeit auf dieser Ebene gestellt werden.
