Hackfleisch: Vielseitig, beliebt und einfach zuzubereiten

Hackfleisch ist ein fester Bestandteil der deutschen Küche und erfreut sich aufgrund seiner Vielseitigkeit und einfachen Zubereitung großer Beliebtheit. Ob für schnelle Feierabendgerichte oder als Basis für aufwendigere Kreationen – Hackfleisch bietet unzählige Möglichkeiten. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Sorten, gibt Tipps zur Haltbarkeit und Zubereitung und zeigt, warum Hackfleischgerichte eine Bereicherung für jede Küche sind.

Hackfleisch in der Deutschen Küche: Mehr als nur Hackepeter

Hackfleischgerichte sind in Deutschland allgegenwärtig. Von traditionellen Klassikern bis hin zu modernen Interpretationen – die Bandbreite ist riesig. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Kombination von Hackfleisch mit frischem Gemüse, um ausgewogene und schmackhafte Mahlzeiten zu kreieren. Beliebte Beispiele sind gefüllte Paprika mit Hackfleisch oder herzhafte Bauerntöpfe, die mit Wurzelgemüse wie Karotten, Lauch und Kartoffeln geschmort werden. Auch in den Sommermonaten, wenn Zucchini und Paprika Saison haben, sind gefüllte Zucchini-Schiffchen mit Hackfleisch ein Hit.

Die Zubereitung von Hackfleischgerichten ist oft unkompliziert und zeitsparend. Ofengerichte mit Hackfleisch, wie ein Gnocchi-Auflauf mit Lauch und Käse, sind schnell vorbereitet und eignen sich perfekt für die Feierabendküche oder als schnelles Mittagessen für die ganze Familie. Auch Gerichte wie Chili con Carne, Spaghetti mit Hackbällchen, Zucchini-Pfannen oder One-Pot-Pasta im Bolognese-Stil stehen oft in weniger als einer Stunde auf dem Tisch.

Haltbarkeit und Lagerung von Hackfleisch

Aufgrund seiner Beschaffenheit ist rohes Hackfleisch ein sehr empfindliches Lebensmittel. Die durch das Zerkleinern zerstörten Zellmembranen bieten Bakterien ideale Vermehrungsmöglichkeiten, weshalb die Kühlkette vom Einkauf bis zur Lagerung im Kühlschrank so wichtig ist. Hackfleisch sollte stets gut verpackt an der kältesten Stelle des Kühlschranks, idealerweise auf der Glasplatte über dem Gemüsefach, gelagert werden. Es wird empfohlen, rohes Hackfleisch innerhalb von 24 Stunden nach dem Kauf zu verarbeiten.

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Gegartes Hackfleisch oder daraus zubereitete Gerichte sind hingegen länger haltbar. Gut abgedeckt oder in einem luftdichten Behälter verpackt, können diese Speisen gekühlt für etwa zwei Tage aufbewahrt werden.

Vielfalt der Hackfleischsorten

Neben den gängigen Sorten wie Schweine- und Rinderhackfleisch gibt es auch Variationen wie Wild-, Geflügel- oder Lammhackfleisch. In der deutschen Küche dominieren jedoch Rinder- und Schweinehack sowie Mischformen.

  • Schweinehackfleisch (Mett): Dieses wird aus grob entfettetem Schweinefleisch hergestellt und darf laut Gesetz einen Fettanteil von maximal 30 Prozent aufweisen. Mett wird oft roh verzehrt, klassisch gewürzt mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln, und gerne auf einem halben Brötchen serviert.
  • Rinderhackfleisch: Es besteht aus grob entsehnten Rindfleischstücken und hat einen gesetzlich vorgeschriebenen Fettgrenzwert von 20 Prozent. Rinderhack ist damit die fettärmere Wahl und eignet sich gut für leichtere Gerichte.
  • Gemischtes Hackfleisch: In der Regel besteht es zu gleichen Teilen aus Rinder- und Schweinehack. Diese Mischung sorgt für eine herzhaft-aromatische und saftige Basis.
  • Tatar: Dieses hochwertige Hackfleisch wird klassisch aus gehacktem Rinderfilet oder anderen mageren Rinderstücken hergestellt und darf maximal sechs Prozent Fett enthalten. Tatar wird meist roh mit Salz und Pfeffer gewürzt genossen und ist entsprechend teurer.

Grundsätzlich darf Hackfleisch als einzige Zutat höchstens ein Prozent Salz enthalten.

Die Vorteile von Hackfleisch

Hackfleisch gart wesentlich schneller als ganze Fleischstücke, da die Muskelfasern stark zerkleinert sind. Dies ermöglicht ein langes Schmoren in Pfanne oder Topf, ohne dass das Fleisch zerfällt, wie es in einem Bolognese-Rezept der Fall ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist der oft günstige Einkaufspreis, selbst bei frischem Fleisch vom Metzger. Das macht Hackfleischgerichte zu einer kostengünstigen Option, um auch größere Gruppen zu verköstigen.

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Einfrieren und Auftauen von Hackfleisch

Ein großer Pluspunkt von Hackfleischgerichten ist ihre gute Einfrierbarkeit. Dies ist besonders praktisch für Personen, die gerne für mehrere Tage vorkochen. Sowohl rohes als auch gegartes Hackfleisch kann eingefroren werden. Fertig gekochte, vorportionierte Mahlzeiten wie Hackpfannen mit Nudeln oder Gemüse, Hackfleischsoßen oder Frikadellen eignen sich hervorragend dafür. Wichtig ist die Verwendung von gefriergeeigneten Behältern und eine Lagerung von maximal drei Monaten bei mindestens minus 18 Grad Celsius.

Um den Gefrierprozess zu optimieren, kann rohes Hackfleisch direkt beim Metzger vakuumiert werden. Alternativ kann es in Gefrierbeuteln flach gedrückt werden, um Platz zu sparen und das spätere Auftauen zu erleichtern. Das Auftauen sollte langsam bei Zimmertemperatur oder über Nacht im Kühlschrank erfolgen. Um den Vorgang zu beschleunigen, kann das gefrorene Hackfleisch im verschlossenen Behälter in kaltes Wasser gelegt werden.