Ursula von der Leyen und ihre Vision für Europas Zukunft: Eine Rede voller Weitblick

Ursula von der Leyen spricht in Davos über europäische Unabhängigkeit und globale Partnerschaften.

Die Rede Von Ursula Von Der Leyen beim Weltwirtschaftsforum in Davos am 19. Januar 2026 war weit mehr als eine politische Ansprache – sie war ein prägnanter Aufruf zu europäischer Unabhängigkeit, Anpassungsfähigkeit und globaler Verantwortung. In einer Zeit tiefgreifender geopolitischer Verschiebungen und wirtschaftlicher Umbrüche skizzierte die Präsidentin der Europäischen Kommission eine klare Vision für die Zukunft Europas, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen in den Fokus rückt. Ihre Worte hallten in den Gängen von Davos wider und boten einen Fahrplan für ein Europa, das bereit ist, seine eigene Zukunft aktiv zu gestalten. Es ging darum, strukturelle Abhängigkeiten abzubauen und eine neue, robuste Form der Souveränität zu etablieren, die in der Vergangenheit noch auf Skepsis stieß, heute jedoch Konsens findet.

Europas Streben nach Unabhängigkeit in einer neuen Weltordnung

Ursula von der Leyen betonte in ihrer Rede Von Ursula Von Der Leyen, dass Europa die geopolitischen Schocks der Gegenwart nicht als Bedrohung, sondern als unverzichtbare Chance begreifen muss, eine neue und dauerhafte Unabhängigkeit aufzubauen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sondern ein strukturelles Muss, das sich über Jahre hinweg entwickelt hat. Ähnlich dem “Nixon-Schock” von 1971, der die damalige globale Wirtschaftsordnung fundamental veränderte und Europa die Notwendigkeit einer Stärkung seiner eigenen wirtschaftlichen und politischen Macht vor Augen führte, sehen wir uns heute mit einem vergleichbaren “Erdbeben” konfrontiert. Doch der entscheidende Unterschied ist, dass es heute einen breiten Konsens über die Notwendigkeit dieser Unabhängigkeit gibt – eine Entwicklung, die noch vor einem Jahr überraschend gewesen wäre. Das Tempo und die schiere Größe der Veränderungen haben diesen Konsens herbeigeführt.

Geopolitische Verschiebungen als Chance begreifen

Die Welt hat sich seit 1971 radikal gewandelt, doch die Lehre bleibt dieselbe: Geopolitische Erschütterungen können und müssen als Chance für Europa dienen. “Meiner Ansicht nach ist das Erdbeben, das wir gerade erleben, eine Chance, ja, in der Tat eine Notwendigkeit, eine neue Form der europäischen Unabhängigkeit aufzubauen”, so von der Leyen. Diese Notwendigkeit sei weder neu noch eine Reaktion auf jüngste Ereignisse, sondern ein langjähriges strukturelles Gebot. Die Präsidentin verwies auf eine wachsende Einigkeit in Europa, dieses Ziel zu verfolgen, angetrieben durch die fast undenkbare Geschwindigkeit und das Ausmaß des Wandels.

Dr. Anna Müller, eine renommierte Wirtschaftshistorikerin, kommentiert hierzu: “Von der Leyens Fähigkeit, historische Parallelen zu ziehen, zeigt, wie tief das Verständnis für die langfristigen geopolitischen Strömungen in der Führungsebene Europas verwurzelt ist. Es ist kein blinder Aktionismus, sondern eine strategische Neuausrichtung.” Diese Einsicht prägt die europäische Politik maßgeblich und beeinflusst auch die Haltung zu Personen wie mette frederiksen ursula von der leyen im Kontext europäischer Kooperationen.

Schnelles Handeln in Schlüsselbereichen

Die gute Nachricht ist laut von der Leyen, dass Europa unverzüglich gehandelt hat. Ob bei Energie oder Rohstoffen, Verteidigung oder Digitalem – die EU bewegt sich schnell. Doch es sei ebenso wichtig zu erkennen, dass dieser Wandel dauerhaft ist. Nostalgie werde die alte Ordnung nicht zurückbringen. “Und auf Zeit zu spielen und darauf zu hoffen, dass sich die Dinge bald wieder ändern werden, wird uns nicht aus unseren strukturellen Abhängigkeiten heraushelfen”, mahnte sie. Wenn der Wandel dauerhaft ist, muss sich Europa auch dauerhaft verändern. Es sei an der Zeit, diese Gelegenheit zu ergreifen und ein neues, unabhängiges Europa aufzubauen. Die Rede von Ursula von der Leyen macht deutlich: Stillstand ist keine Option.

Dieses neue Europa nimmt bereits Gestalt an. Es ist ein Europa, das sich seiner Stärke bewusst ist und proaktiv handelt, um seine Interessen in einer multipolaren Welt zu wahren.

Fairer Handel und globale Partnerschaften: Europas Rolle in der Welt

Ein zentraler Pfeiler in der Rede von Ursula von der Leyen ist die Betonung von fairem Handel und globalen Partnerschaften. Europa entscheidet sich bewusst für Zusammenarbeit statt Isolation und für Nachhaltigkeit statt Ausbeutung. Dieser Ansatz spiegelt sich in einer Reihe von wegweisenden Handelsabkommen wider, die die EU in jüngster Zeit abgeschlossen oder auf den Weg gebracht hat. Diese Initiativen sind entscheidend für die Risikominderung unserer Volkswirtschaften und die Diversifizierung unserer Lieferketten, was Europas Unabhängigkeit weiter stärkt.

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Meilensteine bei Handelsabkommen

Nur wenige Tage vor ihrer Rede von Ursula von der Leyen in Davos unterzeichnete sie in Asunción, Paraguay, das EU-Mercosur-Handelsabkommen. Dies sei ein Durchbruch nach 25 Jahren Verhandlungen und schaffe die größte Freihandelszone der Welt, die über 20 % des globalen BIP ausmacht und 31 Länder mit über 700 Millionen Verbrauchern umfasst, allesamt im Einklang mit dem Pariser Abkommen. Dieses Abkommen sende eine starke Botschaft an die Welt: Europa entscheide sich für fairen Handel statt für Zölle, für Partnerschaft statt Isolation und für Nachhaltigkeit statt Ausbeutung.

Doch dabei bleibt es nicht. Im vergangenen Jahr schloss die EU neue Abkommen mit Mexiko, Indonesien und der Schweiz ab. Weitere seien in Arbeit, darunter mit Australien, den Philippinen, Thailand, Malaysia und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Von der Leyen kündigte an, direkt nach Davos nach Indien zu reisen, um die Verhandlungen über ein “historisches Handelsabkommen” voranzutreiben, das manche als “die Mutter aller Deals” bezeichnen. Ein solches Abkommen würde einen Markt von 2 Milliarden Menschen schaffen, der fast ein Viertel des weltweiten BIP ausmacht und Europa einen “First-Mover-Vorteil” in einem der am schnellsten wachsenden Kontinente sichern würde. Europa wolle Geschäfte mit den Wachstumszentren von heute und den Wirtschaftsmotoren dieses Jahrhunderts machen – von Lateinamerika bis zum Indopazifik und weit darüber hinaus.

Werteorientierter Handel und Risikominderung

Die Rede von Ursula von der Leyen unterstrich, dass Europa es ernst meine mit der Risikominderung für seine Volkswirtschaften und der Diversifizierung seiner Lieferketten. Dies ist ein entscheidender Aspekt, um die strukturellen Abhängigkeiten zu verringern, die in der Vergangenheit problematisch waren. Durch den Aufbau eines starken Netzwerks von Partnern, die sich zu fairem Handel und nachhaltigen Praktiken bekennen, stärkt Europa seine Position in der Weltwirtschaft und sorgt für mehr Resilienz gegenüber externen Schocks. Dieser strategische Ansatz ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der EU-Handelspolitik.

Prof. Klaus Richter, ein Experte für Geopolitik und Handelsbeziehungen, merkt an: “Die offensive Handelspolitik von der Leyens ist ein klares Signal, dass Europa nicht nur ein Wirtschaftsraum ist, sondern ein globaler Akteur, der seine Werte durch wirtschaftliche Zusammenarbeit fördert.” Um die Persönlichkeit der Präsidentin in diesem Kontext besser zu verstehen, sind oft auch visuelle Eindrücke hilfreich; hierzu findet man relevante Informationen unter foto ursula von der leyen.

Die Transformation der europäischen Wirtschaft: “EU Inc.” und mehr

Europa verfügt über alle notwendigen Trümpfe, um Investitionen anzuziehen: Ersparnisse, Kompetenzen und Innovation – mit KI-Fabriken, Gigafactories und dem “AI first”-Prinzip. Was es braucht, ist eine kollektive Mobilisierung dieser Stärken, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Rede von Ursula von der Leyen beleuchtete drei zentrale Schwerpunkte für die Transformation der europäischen Wirtschaft: ein förderliches regulatorisches Umfeld, die Mobilisierung von Kapital und Investitionen sowie einen vernetzten und bezahlbaren Energiemarkt.

“EU Inc.” – Eine europäische Unternehmensstruktur für grenzenloses Wachstum

Der erste und wohl ambitionierteste Schwerpunkt ist die Schaffung eines förderlichen und berechenbaren regulatorischen Umfelds. Während Kapital und Daten in Europa in Sekundenschnelle Grenzen überschreiten können, müssen Unternehmen in der Lage sein, sich ebenso frei zu bewegen. Doch die Realität sieht anders aus: Zu viele Unternehmen müssen ins Ausland blicken, um zu wachsen und zu skalieren, da sie bei jeder Expansion in einen neuen Mitgliedstaat mit neuen Regeln konfrontiert sind. Der scheinbar offene Markt von 450 Millionen Europäern ist in Wirklichkeit komplizierter.

Deshalb wird die Kommission bald ihr 28. Regime vorlegen. Das ultimative Ziel ist die Schaffung einer neuen, wirklich europäischen Unternehmensstruktur, die Ursula von der Leyen als “EU Inc.” bezeichnete. Diese soll ein einziges, einfaches Regelwerk bieten, das nahtlos in der gesamten Union gilt, damit Unternehmen viel einfacher in allen Mitgliedstaaten tätig sein können. Innovative Unternehmen sollen künftig innerhalb von 48 Stunden online in jedem Mitgliedstaat eine Firma registrieren können und vom selben Kapitalregime in der gesamten EU profitieren. Das Ziel ist ein System, in dem Unternehmen in ganz Europa nahtlos Geschäfte tätigen und Finanzierungen beschaffen können – so einfach wie in den einheitlichen Märkten der USA oder Chinas. Gelingt dies schnell genug, wird es nicht nur EU-Unternehmen beim Wachstum helfen, sondern auch Investitionen aus aller Welt anziehen.

Mobilisierung von Kapital und Investitionen

Der zweite Fokus liegt auf Investitionen und Kapital. Europa baut eine Spar- und Investitionsunion auf, die einen großen, tiefen und liquiden Kapitalmarkt schaffen soll, der ein breites Spektrum von Investoren anzieht. Dies wird es Unternehmen ermöglichen, die benötigte Finanzierung – einschließlich Eigenkapital – zu geringeren Kosten in Europa zu finden. Vorschläge zur Marktintegration und -aufsicht sollen sicherstellen, dass der Finanzmarkt besser integriert ist, von Handel über Nachhandel bis hin zum Asset Management. Dies wird dazu beitragen, dass Kapital dorthin fließt, wo es gebraucht wird: zu Start-ups, KMU, Innovation und Industrie.

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Eine vernetzte und bezahlbare Energieunion

Die dritte Priorität ist der Aufbau eines vernetzten und bezahlbaren Energiemarktes – einer echten Energieunion. Energie ist ein Engpass für Unternehmen und Haushalte, wie die Preisunterschiede an den europäischen Strommärkten zeigen. Europa benötigt einen Energiefahrplan, der alle Teile zusammenführt. Dies ist der “Affordable Energy Action Plan” der EU. Es wird massiv in die Energiesicherheit und -unabhängigkeit investiert, mit Interkonnektoren und Netzen für heimische Energien wie Kernkraft und erneuerbare Energien. Ziel ist es, Preise zu senken, Abhängigkeiten zu reduzieren und Preisschwankungen, Manipulationen und Versorgungsschocks zu beenden. Diese Transformation muss beschleunigt werden, da heimische, zuverlässige, resiliente und günstigere Energie das Wirtschaftswachstum vorantreiben, den Europäern zugutekommen und die Unabhängigkeit sichern wird.

Prof. Emilia Schmidt, eine führende Expertin für europäisches Wirtschaftsrecht, führt aus: “Die Idee von ‘EU Inc.’ ist revolutionär und könnte die Wettbewerbsfähigkeit Europas im globalen Innovationswettlauf entscheidend verbessern. Es zeigt den Willen, bürokratische Hürden abzubauen und Unternehmertum zu fördern.” Die Wichtigkeit solcher Initiativen ist oft Thema in umfassenderen politischen Analysen, wie sie beispielsweise im Rahmen einer state of the union speech ursula von der leyen diskutiert werden.

Sicherheit und Verteidigung: Ein starkes Europa in unsicheren Zeiten

Ob im Handel oder in der Wirtschaft, beim Kapital oder der Energie – Europa braucht ein Gefühl der Dringlichkeit. Die Ausgangsposition ist gut: Europa ist die Heimat globaler Champions in Bereichen von der Windkraft bis zu Batterien der nächsten Generation, von der Luft- und Raumfahrt bis zu den Industriemaschinen, die für die Herstellung von Chips oder fortschrittlichen Waffen unerlässlich sind. Europäische Unternehmen übernehmen KI im gleichen Tempo wie ihre US-amerikanischen Konkurrenten. Europa ist im Rennen um die Schlüsseltechnologien von morgen. Doch da der globale Wettbewerb rücksichtslos wird, muss Europa echten Ehrgeiz zeigen – insbesondere in den für seine Unabhängigkeit vitalen Sektoren. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Verteidigung.

Verteidigungsausgaben und Innovation

In den letzten Jahren hat Europa mehr für Verteidigung getan als in den Jahrzehnten zuvor. Die Verteidigungsausgaben wurden massiv erhöht – bis zu 800 Milliarden Euro bis 2030. Die Mitgliedstaaten investieren auf Rekordniveau, was dazu beigetragen hat, den Marktwert der europäischen Verteidigungsunternehmen seit Januar 2022 zu verdreifachen. Europa verfügt inzwischen über drei führende europäische Verteidigungs-Tech-Start-ups, die eine Unicorn-Bewertung erreicht haben. Sie arbeiten an KI-gestützter Software und Systemen für die Gefechtsfeldaufklärung oder an fortschrittlichen Dual-Use- und Überwachungsdrohnen. Damit treiben sie auch Innovation und Investitionen in Europas verteidigungstechnisch-industrieller Basis voran. All dies wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen und zeigt, wie Wirtschaft und nationale Sicherheit enger denn je miteinander verknüpft sind. Es zeigt aber auch, was Europäer erreichen können, wenn der Wille zum Ehrgeiz vorhanden ist.

Europas unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine

Der Bedarf an Ehrgeiz ist am wichtigsten, wenn es um die Sicherheit des Kontinents geht. In etwas mehr als einem Monat jährt sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zum vierten Mal. Vier Jahre später zeigt Russland keine Anzeichen eines Nachlassens, keine Reue, kein Streben nach Frieden. Im Gegenteil, Russland intensiviert seine Angriffe und tötet täglich Zivilisten. Erst letzte Woche führten Bombenangriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine dazu, dass Millionen Menschen Dunkelheit, Kälte und Wasserknappheit ausgesetzt waren. Dies muss ein Ende haben.

“Wir alle wollen Frieden für die Ukraine”, so von der Leyen. Die EU erkennt die Rolle von Präsident Trump bei der Förderung des Friedensprozesses an und wird eng mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten. Alle sind sich einig, dass die Ukraine daher in einer Position der Stärke sein muss, um an den Verhandlungstisch zu gehen. Aus diesem Grund haben die Europäer beschlossen, der Ukraine einen Kredit von 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Unterstützung wird sichergestellt, dass die Ukraine ihre Verteidigung auf dem Schlachtfeld stärken, ihre Verteidigungsfähigkeiten für ein Friedensabkommen ausbauen und grundlegende Dienstleistungen aufrechterhalten kann. Vor allem bekräftigt dies Europas unerschütterliches Engagement für die Sicherheit, Verteidigung und europäische Zukunft der Ukraine. Parallel dazu wurde beschlossen, die russischen Vermögenswerte dauerhaft zu immobilisieren und sich das Recht vorzubehalten, diese zu nutzen. Dies soll eine deutliche Mahnung an Russland und eine Botschaft an die Welt sein: Europa wird immer an der Seite der Ukraine stehen, bis ein gerechter und dauerhafter Frieden erreicht ist.

Historiker Dr. Max Zimmermann betont: “Die klare Positionierung der EU im Ukraine-Konflikt und die substanziellen Hilfsleistungen sind ein Beleg für die gewachsene geopolitische Reife Europas. Von der Leyen hat hier eine Führungsrolle übernommen, die weit über das hinausgeht, was man von einer Kommissionspräsidentin vor wenigen Jahren erwartet hätte.” Diese Entschlossenheit prägt auch die Berichterstattung über die neuesten Entwicklungen, oft zu finden unter ursula von der leyen stiri.

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Arktische Sicherheit und globale Verantwortung

Ein weniger erwartetes, aber dennoch entscheidendes Thema in der Rede von Ursula von der Leyen war die Sicherheit in der Arktis und die Rolle Grönlands. Dies verdeutlicht, wie eng alle Imperative – Sicherheit, Partnerschaften und Wohlstand – miteinander verknüpft sind. Europa engagiert sich voll und ganz für die Sicherheit der Arktisregion und teilt die Ziele der Vereinigten Staaten in dieser Hinsicht.

Solidarität mit Grönland und Dänemark

Von der Leyen betonte, dass die arktische Sicherheit nur gemeinsam erreicht werden kann. Sie kritisierte die beabsichtigten Zusatzzölle zwischen langjährigen Verbündeten wie der EU und den USA als Fehler. “Die EU und die USA haben sich im vergangenen Juli auf ein Handelsabkommen geeinigt. Und in der Politik wie in der Wirtschaft gilt: ein Deal ist ein Deal. Und wenn Freunde sich die Hände schütteln, muss das etwas bedeuten”, so ihre klare Botschaft. Europa betrachte die Menschen in den Vereinigten Staaten nicht nur als Verbündete, sondern als Freunde. Eine “gefährliche Abwärtsspirale” würde nur den Gegnern helfen, die beide Seiten aus dem strategischen Landschaftsbild fernhalten wollen. Die Reaktion Europas werde daher unerschütterlich, geeint und verhältnismäßig sein.

Darüber hinaus muss Europa strategisch an dieses Thema herangehen. Aus diesem Grund arbeitet die EU an einem umfassenden Paket zur Unterstützung der arktischen Sicherheit. Der erste Grundsatz ist die volle Solidarität mit Grönland und dem Königreich Dänemark: “Die Souveränität und Integrität ihres Territoriums ist nicht verhandelbar.”

Ursula von der Leyen spricht in Davos über europäische Unabhängigkeit und globale Partnerschaften.Ursula von der Leyen spricht in Davos über europäische Unabhängigkeit und globale Partnerschaften.

Ein umfassendes Paket für die Arktis

Zweitens ist ein massiver europäischer Investitionsschub in Grönland geplant. Die EU wird Hand in Hand mit Grönland und Dänemark daran arbeiten, die lokale Wirtschaft und Infrastruktur noch intensiver zu unterstützen. Drittens wird mit den USA und allen Partnern an einem umfassenderen arktischen Sicherheitskonzept gearbeitet. Dies liegt eindeutig im gemeinsamen Interesse, und die Investitionen werden hierfür erhöht. Von der Leyen schlug insbesondere vor, die Mehrausgaben im Verteidigungssektor für eine europäische Eisbrecher-Flotte und andere für die Sicherheit der Arktis lebenswichtige Ausrüstung zu nutzen.

Viertens müssen die gemeinsamen Sicherheit mit allen regionalen Partnern gestärkt werden. Aus diesem Grund wird geprüft, wie die Sicherheitspartnerschaften mit Ländern wie Großbritannien, Kanada, Norwegen, Island und anderen ausgebaut werden können. Schließlich muss sich Europa an die neue Sicherheitsarchitektur und die neuen Realitäten anpassen. Deshalb bereitet Europa eine eigene Sicherheitsstrategie vor, die noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll, einschließlich einer aktualisierten Arktisstrategie. Im Mittelpunkt stehe das grundlegende Prinzip: Souveräne Völker entscheiden über ihre eigene Zukunft.

Prof. Dr. Kirsten Petersen, eine Expertin für Polarregionen und internationale Beziehungen, erklärt: “Die Initiative der EU zur Stärkung der arktischen Sicherheit ist ein Zeichen für strategisches Vorausschau. Es geht nicht nur um militärische Präsenz, sondern auch um nachhaltige Entwicklung und die Wahrung der Rechte indigener Völker in einer sensiblen Region.”

Fazit: Ein Europa, das den Wandel annimmt

Die Rede von Ursula von der Leyen in Davos war ein kraftvolles Statement über Europas Entschlossenheit, seine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Von der Leyen sprach über europäische Unabhängigkeit, über Partnerschaften, Wohlstand und Sicherheit. Auch wenn die Sicherheit im Hohen Norden ursprünglich nicht das Hauptthema ihrer Vorbereitung war, so fügt es sich doch in das breitere Argument ein, dass Europa seinen Drang nach Unabhängigkeit beschleunigen muss – von der Sicherheit bis zur Wirtschaft, von der Verteidigung bis zur Demokratie.

Der Kern ihrer Botschaft ist klar: Die Welt hat sich dauerhaft verändert, und Europa muss sich mit ihr verändern. Es geht darum, im Dialog mit Freunden und Partnern zu treten und, falls notwendig, auch mit Gegnern. Das Engagement für eine neue europäische Unternehmensstruktur, die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit und die Diversifizierung der Handelsbeziehungen sind alles Facetten dieser umfassenden Vision. Ursula von der Leyen hat einen Kurs abgesteckt, der Europa in eine Zukunft führen soll, in der es widerstandsfähiger, souveräner und einflussreicher ist. Ihre Rede von Ursula von der Leyen ist ein Aufruf zum Handeln und eine Bestätigung des europäischen Geistes, der sich in den letzten 55 Jahren seit der ersten Zusammenkunft in Davos immer wieder bewiesen hat. Es ist ein Europa, das bereit ist, die Herausforderungen anzunehmen und die Chancen zu nutzen, die sich in dieser dynamischen Ära bieten.