Um die Preiskalkulation zu vereinfachen, steht dir unsere Preiskalkulation Vorlage als Excel-Tabelle zur Verfügung. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch das Ausfüllen, damit du mühelos den richtigen Preis für deine Produkte ermitteln kannst.
Die Ermittlung des korrekten Verkaufspreises ist ein fundamentaler Prozess für jedes Unternehmen, um Rentabilität und Wachstum zu sichern. Eine sorgfältige Preiskalkulation berücksichtigt nicht nur die eigenen Kosten, sondern auch externe Faktoren wie Zielgruppe, Wettbewerb und die allgemeine Marktlage.
I. Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Preiskalkulation Vorlage
Die Nutzung der Excel-Vorlage ist intuitiv gestaltet. Folge diesen Schritten, um deine Preiskalkulation schnell und präzise durchzuführen:
- Einheitenplanung: Beginne oben rechts in der Vorlage mit der Angabe der jährlich zu produzierenden Einheiten deines Produkts.
- Kosten eingeben: Wechsle zur Spalte „Kosten pro Jahr“. Hier trägst du die Werte für Materialkosten, Fertigungskosten und Gemeinkosten ein. Die Tabelle berechnet anschließend automatisch die gesamten Selbstkosten pro Stück und pro Jahr. Eine detaillierte Übersicht über die Kostenarten findest du in den theoretischen Ausführungen weiter unten.
- Zu- und Abschläge festlegen: Gib nun die prozentualen Zu- und Abschläge auf deine Selbstkosten ein. Die eingetragene Gewinnmarge bildet die Basis für den Mindestverkaufspreis, von dem dann eventuelle Rabatte und Skonti abgezogen werden.
- Mehrwertsteuer hinzufügen: Zum Schluss wird die Mehrwertsteuer aufgeschlagen, um den finalen Bruttoverkaufspreis zu ermitteln.
- Endergebnis: Nach diesen Schritten hast du den Bruttoverkaufspreis für dein Produkt erfolgreich berechnet.
Diese Vorlage soll dir helfen, den optimalen Preis für dein Produkt zu finden. Auf unserer Website findest du zahlreiche weitere nützliche Vorlagen und Anleitungen.
II. Die Theorie der Preiskalkulation
Die Preiskalkulation ist das Werkzeug, mit dem ein Verkaufspreis ermittelt wird. Sie basiert auf einer Kombination aus internen Kostenstrukturen und externen Marktbedingungen.
Ein Verkaufspreis wird von mehreren Faktoren beeinflusst:
- Zielgruppe: Die Kaufkraft und Zahlungsbereitschaft potenzieller Kunden.
- Wettbewerb: Die Preise und Angebote konkurrierender Unternehmen.
- Marktlage: Allgemeine wirtschaftliche Bedingungen und die Nachfrage für dein spezifisches Produkt.
Es ist entscheidend, die Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten deiner Zielgruppe zu verstehen und die Preisstrategien deiner Mitbewerber zu analysieren. Informationen aus einem erstellten Businessplan können hierbei sehr hilfreich sein, insbesondere die Wettbewerbsanalyse. Für eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema, konsultiere unseren Lexikonartikel zur Preiskalkulation.
Neben externen Faktoren dürfen jedoch die eigenen Kosten nicht vernachlässigt werden, um die Rentabilität sicherzustellen.
Kostenarten in der Produktkalkulation
Bei der Herstellung eines Produkts entstehen vielfältige Kosten, die sich grob in Einzelkosten und Gemeinkosten unterteilen lassen. Diese fallen beispielsweise bei der Fertigung an oder entstehen durch den Einkauf von Material. Während Einzelkosten direkt einem spezifischen Produkt zugerechnet werden können, werden Gemeinkosten prozentual auf alle produzierten Einheiten umgelegt.
Ein anschauliches Beispiel sind die Materialkosten für einen Blumentopf aus Stein: Der Granitanteil steigt mit jedem produzierten Topf (Einzelkosten). Hingegen bleiben Kosten wie die Miete für die Produktionshalle oder die Abschreibung der Produktionsanlage konstant, unabhängig von der Produktionsmenge. Diese Gemeinkosten verteilen sich auf die einzelnen Töpfe, sodass bei höherer Produktion der Gemeinkostenanteil pro Stück sinkt.
Auch Fertigungskosten können weiter in Einzel- und Gemeinkosten differenziert werden. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die einzelnen Kostenarten:
| Einzelkosten | Gemeinkosten |
|---|---|
| Materialkosten | Löhne, Fertigungskosten, Entwicklungskosten |
| Fertigungskosten | Kosten der Verwaltung |
| Kosten des Vertriebs |
Berechnung des Produktpreises
Sobald die Kostenstrukturen und insbesondere die Fertigungskosten bekannt sind, erfolgt die konkrete Preisberechnung. Ziel ist es, einen Preis zu erzielen, der nicht nur die Kosten deckt, sondern auch einen Gewinn ermöglicht. Die Basis hierfür bilden die Selbstkosten, zu denen dann eine Gewinnspanne aufgeschlagen wird. Ein Unternehmen muss profitabel sein, um Investitionen in neue Maschinen, Erweiterungen oder Modernisierungen tätigen zu können. Die Höhe der Gewinnspanne variiert stark je nach Branche und Produkt, wobei Aufschläge zwischen 30 und 50 Prozent üblich sind, bei Lifestyle-Produkten auch bis zu 100 Prozent.
Die grundlegende Formel zur Preisberechnung lautet:
+ Herstell- und Materialkosten
+ Gemeinkosten
+ Gewinnspanne
– Rabatte und Skonto
+ Umsatzsteuer
= Produktpreis
Zusätzlich zu den reinen Kosten und dem Gewinnaufschlag müssen Nachlässe wie Skonto oder Rabatte sowie die gesetzliche Umsatzsteuer berücksichtigt werden.
Die Bedeutung einer korrekten Preisberechnung
Die Festlegung des richtigen Verkaufspreises ist für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens von existenzieller Bedeutung. Selbst das innovativste Produkt kann scheitern, wenn es nicht profitabel verkauft wird. Langfristige Gewinne sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und Investitionen. Ein effektiver Verkaufspreis muss daher sowohl attraktiv für Kunden sein als auch eine ausreichende Gewinnmarge über die Produktionskosten hinaus gewährleisten.
Mit unserem kostenlosen Margenrechner kannst du deine Gewinnmargen schnell und unkompliziert ermitteln und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.
Es ist unerlässlich, die Preisberechnung regelmäßig zu überprüfen und anzupassen. Steigende Lohnkosten oder erhöhte Materialpreise erfordern eine Neuberechnung, um Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben und finanzielle Verluste oder Stagnation zu vermeiden.

