Die interessantesten Buchneuerscheinungen im Frühjahr 2022 für deutsche Leseratten

Das neue Jahr bringt traditionell eine Fülle von neuen Büchern, die die Herzen von Leseratten höherschlagen lassen. Die persönliche Leseliste verlängert sich gefühlt ins Unendliche, doch mit jeder neuen Vorschau und Empfehlung wächst die Vorfreude auf die literarischen Entdeckungen, die uns erwarten. In den letzten Wochen wurden zahlreiche Verlagsvorschauen gesichtet und eine Auswahl besonders vielversprechender Romane für das Frühjahr 2022 zusammengestellt. Diese Werke versprechen Spannung, tiefgründige Charaktere und fesselnde Handlungsstränge, die deutsche Leserinnen und Leser begeistern werden.

Spannende Romane, die Sie nicht verpassen sollten

Die literarische Landschaft im Frühjahr 2022 präsentiert sich vielfältig und reichhaltig. Von psychologischen Thrillern bis hin zu bewegenden Familiengeschichten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Diese sorgfältig ausgewählten Titel bieten nicht nur exzellente Unterhaltung, sondern werfen auch ein Licht auf komplexe menschliche Beziehungen und gesellschaftliche Fragestellungen.

Lauren Oyler: „Fake Accounts“

Dieser Roman, der von der New York Times als “Editor’s Choice” ausgezeichnet wurde, avancierte über Nacht zum Bestseller und zum Liebling vieler unabhängiger Buchhandlungen. Die Geschichte dreht sich um eine Protagonistin, die sich von ihrem Freund trennt, als sie entdeckt, dass er online anonym Verschwörungstheorien verbreitet. Doch bevor sie ihre Trennung vollziehen kann, erfährt sie von seinem Tod. Die Frage nach der angemessenen Trauer und der tatsächlichen Bekanntschaft mit dem Verstorbenen steht im Raum.

Erscheint Ende Februar 2022.

Berit Glanz: „Automaton“

Tiff arbeitet für die Internet-Plattform „Automaton“ bequem von zu Hause aus, da sie unter einer Angststörung leidet, die das Verlassen des Hauses erschwert. Ihre Arbeit gestaltet sich unproblematisch, bis sie feststellt, dass ihr Arbeitgeber vorgibt, eine KI würde ihre Aufgaben erledigen, während er hohe Gewinne erzielt. Die Situation eskaliert, als Tiff Zeugin eines schrecklichen Vorfalls durch ein offenes Browserfenster wird, über den sie mit niemandem sprechen darf. Der Verlag verspricht „Hitchcock-artige Spannung“.

Erscheint Ende Februar 2022.

Greg Buchanan: „Sechzehn Pferde“

Ein makaberer Fund auf einer englischen Farm – sechzehn vergrabene Pferdeköpfe – gibt den Anwohnern Rätsel auf. Dieser Fund ist jedoch erst der Anfang einer Reihe von Verbrechen, die durch eine Seuche im verseuchten Boden verschärft werden. Die gesamte Ortschaft steht unter Quarantäne. Die Veterinärforensikerin Allen und der Polizist Alec stehen vor der Aufgabe, die mysteriösen Vorfälle aufzuklären, während das Böse allgegenwärtig zu sein scheint. Greg Buchanan, bekannt für seine Drehbücher zu Videospielen, legt mit „Sechzehn Pferde“ seinen Debütroman vor.

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Erscheint Ende Februar 2022.

Laurent Petitmangin: „Was es braucht in der Nacht“

Nach dem Tod seiner Frau steht der Vater allein vor der Herausforderung, seine beiden Söhne im Alter von 10 und 7 Jahren großzuziehen. Trotz der Schwierigkeiten meistert er den Alltag. Doch als der ältere Sohn schlechtere Noten erzielt und den Kontakt zu rechtsextremen Kreisen sucht, sieht sich der Vater mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Seine Entscheidung, seinen Sohn mit Schweigen zu bestrafen, wirft Fragen nach den Konsequenzen auf. Der Roman wurde bereits vielfach ausgezeichnet.

Erscheint Mitte März 2022.

Claudia Schumacher: „Liebe ist gewaltig“

In einer scheinbar perfekten Familie, in der sowohl die Mutter als auch der Vater Juristen sind, herrschen hinter den Kulissen Gewaltausbrüche und Leistungsdruck. Die Kinder werden dazu erzogen, perfekt zu sein. Juli, die Protagonistin, findet Halt bei ihren Brüdern, doch schließlich reift in ihr der Wunsch, ihr eigenes Leben zu bestimmen und sich von den prägenden, aber beunruhigenden Erinnerungen an ihren Vater zu befreien.

Erscheint Mitte April 2022.

Rayk Wieland: „Beleidigung dritten Grades“

Die Berliner Polizei am Alexanderplatz erlebt oft Ungewöhnliches, doch eine Anzeige wegen Aufforderung zum Duell stellt selbst sie vor eine neue Situation. Ein Berliner Antiquar, der sich zu sehr in seine Lektüren über Duelle vertieft hat, verliert den Bezug zur Realität. Als seine Ex-Freundin eine Beziehung mit einem Psychiater eingeht, fordert er diesen zum Duell heraus – mitten in Berlin. Rayk Wieland, dessen Roman „Ein Feuer, das nicht brennt“ bereits positiv aufgenommen wurde, verspricht mit diesem Werk erneut eine fesselnde Lektüre.

Erscheint Anfang März 2022.

Graeme Macrae Burnet: „Fallstudie“

Vor zwei Jahren nahm sich Veronicas Schwester das Leben, indem sie von einer Eisenbahnbrücke sprang. Ihre Schwester ist jedoch überzeugt, dass es kein Selbstmord war, sondern dass Veronicas Therapeut, Dr. Braithwaite, sie indirekt ermordet hat. Um die Wahrheit herauszufinden, wird sie selbst unter falschem Namen zur Patientin des Psychologen. Doch ist Dr. Braithwaite zu gerissen, um dies zu durchschauen? Wem kann man trauen? Graeme Macrae Burnets frühere Werke wurden bereits vielfach ausgezeichnet.

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Erscheint Ende Februar 2022.

William Boyd: „Eines Menschen Herz“

Dieses Buch, das nun neu aufgelegt wird, erzählt die faszinierende Lebensgeschichte von Logan G. Mountstuart, einem vielseitigen Mann, der 1906 in Uruguay geboren wurde. Er verfasste bereits mit zwanzig Jahren eine meisterhafte Shelley-Biographie, heiratete eine Adlige und bereiste die Welt. Seine Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Hemingway und Picasso sowie seine Tätigkeit beim Secret Service prägten ein abenteuerliches Leben. Sein Tagebuch, das hier präsentiert wird, ist fesselnd und zeugt von Boyds herausragendem schriftstellerischem Können.

Erscheint Ende Januar 2022.

Julia May Jonas: „Vladimir“

John und seine Frau unterrichten seit 30 Jahren am selben College und führen eine offene Beziehung. Als eine von Johns Ex-Affären, eine ehemalige Studentin, Klage gegen ihn einreicht, gerät sein Leben ins Wanken. Die Universität erwägt seine Suspendierung, und seine Tochter sowie Studentinnen fordern ihn auf, sich von John zu trennen. Gleichzeitig entwickelt sie eine Obsession für Vladimir, einen gefeierten Schriftsteller, der ebenfalls an der Universität tätig ist. Diese Obsession hat weitreichende Folgen. Die Beschreibung erinnert an „Meine dunkle Vanessa“.

Erscheint Anfang März 2022.

Helene Flood: „Die Psychologin“

Sara, eine Kinder- und Jugendpsychologin, zieht mit ihrem Mann in ein Haus mit Panoramablick über Oslo, das auch ihre Praxisräume beherbergen soll. Ihr Mann fährt zu Freunden und kündigt an, dort zu übernachten. Wenige Stunden später erfährt Sara von den besorgten Freunden, dass er nie angekommen ist. Der Roman war in Norwegen ein Bestseller und eine Verfilmung ist geplant.

Erscheint Mitte April 2022.

Florian Scheibe: „Der Biss“

David und Sybil aus Berlin sehen sich als engagierte Bürger, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Ihr Leben wird jedoch auf den Kopf gestellt, als ihr Kind auf dem Spielplatz von einem anderen Kind gebissen wird. Dieses Kind stammt von einem rumänischen Paar, das auf der Suche nach einer besseren Zukunft nach Deutschland gekommen ist, nur um festzustellen, dass das „gute Leben“ nicht für alle zugänglich ist.

Erscheint Mitte März 2022.

Kristine Bilkau: „Nebenan“

Eines Tages verschwindet eine Familie spurlos und hinterlässt ihr Haus verlassen. Die Nachbarn, darunter Julia, die vor kurzem aus der Stadt zugezogen ist und einen Keramikladen betreibt, fragen sich, wie sie nichts bemerken konnten. Julia, die sich sehnlichst ein Kind wünscht, entdeckt plötzlich ein Kind im Garten des verlassenen Hauses. Der Roman thematisiert die menschliche Sehnsucht nach Nähe im Kontrast zum zunehmenden Rückzug ins Private. Kristine Bilkaus früherer Roman „Die Glücklichen“ fand großen Anklang.

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Erscheint Mitte April 2022.

Damon Galgut: „Das Versprechen“

Die weiße südafrikanische Familie Swart lebt seit Generationen auf einer Farm in der Nähe von Pretoria. Zwei ihrer Söhne lehnen ihre Familie und deren Werte ab, insbesondere da Salome, eine schwarze Frau, die ihr Leben lang für sie gearbeitet hat, nie das versprochene Haus und Land erhalten hat. Damon Galgut erzählt in seinem Roman, der über einen Zeitraum von 30 Jahren und somit durch die Zeit des politischen Umbruchs in Südafrika reicht, eine Familiengeschichte. Das Buch wurde mit dem Booker-Prize 2021 ausgezeichnet.

Erscheint am 23. Dezember 2021.

Wole Soyinka: „Die glücklichsten Menschen der Welt“

In einem nigerianischen Krankenhaus, in dem Dr. Menka tätig ist, arbeitet auch ein Mann, der Körperteile stiehlt und weiterverkauft, möglicherweise für rituelle Praktiken. Menka entdeckt dies und bittet seinen Freund Duyole, der gerade seinen Posten bei den Vereinten Nationen in New York antritt, um Rat. Kurz darauf wird beiden klar, dass sie einen neuen Feind haben, dessen Identität und Motivation unklar bleiben. Wole Soyinka, Literaturnobelpreisträger von 1986, veröffentlicht mit diesem Werk seinen ersten Roman seit 48 Jahren.

Erscheint Mitte April 2022.

Mónica Subietas: „Waldinneres“

Ein jüdischer Kunstsammler gelingt mit Hilfe verschiedener Personen die Flucht in die Schweiz vor den Nazis. Sein einziger hinterlassener Gegenstand ist sein Gehstock, in dessen Inneren sich ein kleines, zusammengerolltes Gemälde befindet, das in einem Wald gefunden wird. 70 Jahre später erhält Gottfried den Schlüssel zu einem Zürcher Bankschließfach, das ein echtes Gemälde von Gustav Klimt enthält. Gottfried muss sich nun der Frage stellen, wie das Bild in den Besitz seines Vaters gelangte und wem es wirklich gehört.

Erscheint Ende April 2022.

Diese Auswahl verspricht ein literarisch reiches Frühjahr 2022 für alle Liebhaber guter Bücher. Tauchen Sie ein in die Welt der Literatur und entdecken Sie die Neuerscheinungen, die uns in ihren Bann ziehen werden.