Der Winter ist die Zeit, in der Erkältungen und grippale Infekte Hochsaison haben. Viele Menschen suchen nach Wegen, um die lästigen Symptome wie eine verstopfte Nase oder Halsschmerzen zu lindern und die Krankheitszeit zu verkürzen. Eine Methode, die dabei oft genannt wird, ist die Nasenspülung. Doch wie wirksam ist diese Methode wirklich, und welche Anwendungsbereiche gibt es?
Die Wirkungsweise von Nasenspülungen
Die Idee hinter der Nasenspülung ist simpel: Krankheitserreger und Schleim sollen durch eine salzhaltige Flüssigkeit aus den Nasengängen gespült werden. Dies kann dazu beitragen, Verkrustungen in der Nase zu lösen und das Sekret zu verdünnen, was das Atmen erleichtert. Im Gegensatz zu abschwellenden Nasensprays, die bei längerer Anwendung zu einer Abhängigkeit führen können, ist die Nasenspülung eine natürliche Methode zur Linderung von Erkältungssymptomen.
Die Nasenspülung kann eine wohltuende Alternative zu Nasensprays darstellen.
Anwendung und Herstellung der Spüllösung
Für die Nasenspülung gibt es verschiedene Hilfsmittel wie Spülkannen, spezielle Flaschen mit Nasenaufsatz oder auch einfache Gläser. Die Spüllösung kann entweder fertig in der Apotheke gekauft oder einfach zu Hause selbst hergestellt werden. Hierbei ist die richtige Konzentration des Salzes entscheidend. In der Regel wird eine isotone Salzlösung empfohlen, deren Salzgehalt dem der menschlichen Körperzellen entspricht. Für die Herstellung lösen Sie 9 Gramm Salz in einem Liter körperwarmem Wasser auf.
Die Anwendung erfolgt schrittweise:
- Reinigen Sie die Nasendusche vor jedem Gebrauch gründlich.
- Füllen Sie den Behälter der Nasendusche mit lauwarmem Wasser.
- Geben Sie das Nasenspülsalz hinzu und schütteln Sie gut, bis es sich vollständig aufgelöst hat.
- Verschließen Sie das obere Loch des Behälters mit dem Finger und öffnen Sie den Nasenaufsatz.
- Beugen Sie sich über ein Waschbecken, neigen Sie den Kopf und öffnen Sie den Mund leicht.
- Setzen Sie den Nasenaufsatz an das obere Nasenloch.
- Die Salzlösung fließt nun durch das obere Nasenloch in die Nase und durch das untere wieder hinaus in das Waschbecken.
- Es genügt, die Spülung auf einer Seite durchzuführen, da die Flüssigkeit die gesamte Nase reinigt.
Nasenspülungen können helfen, die Symptome einer Erkältung zu lindern.
Für wen sind Nasenspülungen geeignet?
Nasenspülungen sind besonders zu Beginn einer Erkältung empfehlenswert, um die Nase von Schleim und Erregern zu befreien. Bei hartnäckigen Infekten, bei denen sich die Viren bereits tief in der Schleimhaut eingenistet haben, stoßen sie jedoch an ihre Grenzen. Bei starken Entzündungen der Nebenhöhlen oder Nasenbluten wird von einer Nasenspülung abgeraten. Auch zur reinen Vorbeugung ist die regelmäßige Anwendung nicht ratsam, da sie die Schleimhäute auf Dauer austrocknen und anfälliger für Infektionen machen kann.
Vorteile einer Nasenspülung ergeben sich bei:
- Erkältung und Schnupfen
- Chronischer Nasennebenhöhlenentzündung
- Allergien, wie Heuschnupfen
- Nach starker Staub- oder Schmutzbelastung der Nase
Die Anwendung mag zunächst ungewohnt sein, ist aber oft sehr effektiv.
Nasenspülungen im Kontext von Corona
Interessanterweise gibt es Hinweise darauf, dass Nasenspülungen auch im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion hilfreich sein könnten. US-amerikanische Wissenschaftler haben in einer klinischen Studie beobachtet, dass positiv getestete Patienten, die Nasenspülungen anwendeten oder mit Salzlösung gurgelten, ein geringeres Risiko hatten, schwer zu erkranken und ins Krankenhaus eingewiesen werden zu müssen. Dies deutet darauf hin, dass Nasenspülungen eine unterstützende Maßnahme nach einem positiven Corona-Test sein können.
Quellen und weiterführende Links:
- BRISANT
- MDR Wissen
- NDR
- Apotheken Umschau
- hals-nase-ohren.com
Wenn Sie also das nächste Mal von einer Erkältung geplagt werden oder nach einer natürlichen Methode zur Linderung Ihrer Symptome suchen, könnte die Nasenspülung eine sinnvolle Option für Sie sein. Probieren Sie es aus und spüren Sie, wie Sie wieder freier durchatmen können!

