Die Verschmutzung unserer Umwelt durch Müll ist ein wachsendes Problem, das uns alle betrifft – von Schulhöfen bis hin zu malerischen Landschaften. Dieser Artikel lädt Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler ein, sich intensiv mit dem Thema Littering auseinanderzusetzen. Wir beleuchten, wie wir unseren eigenen Müll verantwortungsbewusst handhaben, welche Gründe hinter diesem Verhalten stecken und wie wir gemeinsam aktiv werden können, um unsere Umwelt sauberer zu gestalten. Von praktischen Sammelaktionen mit einer Abfallzange bis hin zu einem tieferen Verständnis für Umweltbewusstsein – entdecken Sie, wie jeder Einzelne einen Unterschied machen kann.
Müllvermeidung und -management: Praktische Ansätze
Die Frage, wie wir unseren eigenen Müll richtig entsorgen, ist der erste Schritt zu einer saubereren Umwelt. Oftmals fehlt es nicht nur an Mülleimern, sondern vor allem an einem gesteigerten Umweltbewusstsein. Das Sammeln von Abfällen, sei es mit einer einfachen Abfallzange, ist eine unmittelbare Maßnahme. Doch die eigentliche Herausforderung liegt in der Prävention von Vermüllung, insbesondere an Orten wie Spielplätzen oder in Gewerbegebieten. Wir müssen uns fragen, ob fehlende Infrastruktur oder mangelndes Bewusstsein die Hauptursachen sind. Die Konfrontation mit Müllsündern kann ein Denkanstoß sein, doch eine nachhaltige Veränderung erfordert ein breiteres Engagement.
Ein faszinierender Trend, der die Jogging-Runde mit Umweltschutz verbindet, ist Plogging. Diese schwedische Wortschöpfung aus “plocka” (aufheben) und “Jogging” ermutigt Sportler, nebenbei Müll zu sammeln. Eine sportliche Betätigung, die nicht nur den Körper, sondern auch die Umwelt stärkt. Im November 2023 fand in Japan sogar die erste Weltmeisterschaft im Müllsammeln statt, bekannt als Spogomi.
Upcycling: Aus Alt mach Neu
Nicht jeder Gegenstand, der als Abfall betrachtet wird, ist unbrauchbar. Mit Kreativität und Einfallsreichtum lassen sich aus scheinbar nutzlosen Dingen beeindruckende neue Objekte schaffen. Upcycling ist nicht nur eine kostengünstige Alternative zu käuflichen Produkten, sondern regt auch zum kritischen Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens an. Von Kunstwerken über Spiele und Spielzeug bis hin zu Taschen und Unterrichtsmaterialien – die Möglichkeiten sind grenzenlos. Gemeinsam können wir erkunden, welche Abfälle im Schulalltag häufig vorkommen und wie wir ihnen neues Leben einhauchen können. Ob Collagen, Kulissen für Theaterstücke oder Lernmaterialien für Fächer wie Deutsch und Mathematik – Upcycling fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch das Verständnis für Nachhaltigkeit. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag »Upcycling für mehr Nachhaltigkeit«.
Woher kommt unser Essen? Eine Reise durch die Lieferketten
Für viele Kinder mag die Antwort auf die Frage nach der Herkunft von Lebensmitteln einfach “aus dem Supermarkt” lauten. Doch selten denken wir über die oft langen und komplexen Reisen nach, die unsere Nahrungsmittel zurücklegen, und den damit verbundenen CO2-Fußabdruck. Die bewusste Auswahl nachhaltiger Lebensmittel wird erschwert, da die Herkunft oft nicht deklariert ist, insbesondere bei verarbeiteten Produkten.
Eine gemeinsame Entdeckungsreise durch die Welt unserer Lebensmittel kann helfen, das eigene Essverhalten zu reflektieren. Fragen wie: “Auf welche Lebensmittel möchte ich nicht verzichten und warum?” oder “Welche Produkte könnten wir ohne weltweiten Handel nicht beziehen?” laden zu Diskussionen ein. Die Untersuchung der Herkunft von Obst und Gemüse, die Bedeutung langer Transportwege und die Analyse von Inhaltsstoffen wie bei Nutella oder Käse sind essenziell. Auch der freiwillige Nutri-Score und seine Aussagekraft, selbst bei Produkten wie TK-Pommes, verdient Beachtung. Für diejenigen, die sich fleischfrei ernähren möchten, stellen sich Fragen nach Ersatzprodukten und deren gesundheitlichem sowie ökologischem Einfluss. Vertiefende Informationen zur Herkunft unserer Lebensmittel finden Sie in unserem Beitrag »Klimabewusstsein und Globalisierung: Woher kommt eigentlich unser Essen?«.
Der Regenwald: Lebensgrundlage und Sorgenkind
Der Name “Regenwald” weckt Bilder von üppiger Vegetation und exotischen Tieren. Doch die Realität sieht oft anders aus: Ein erheblicher Teil dieser lebenswichtigen Ökosysteme geht verloren. Im Jahr 2022 wurden 41.000 km² tropischer Regenwald zerstört, was pro Minute der Fläche von 10 Fußballfeldern entspricht. Hauptursachen sind unser Konsumhunger und das Streben nach Profit, die sich in Anbau von Soja, Kakao, Palmöl, Viehzucht, Holzeinschlag, Förderung von Bodenschätzen und dem Bau von Straßen äußern.
Der Regenwald, oft als die grüne Lunge der Erde bezeichnet, spielt eine entscheidende Rolle für unser Klima. Er nimmt CO2 auf, produziert Sauerstoff, bindet Kohlenstoff und speichert Wasser. Viele Pflanzeninhaltsstoffe sind zudem für die Medikamentenherstellung unerlässlich. Die fortschreitende Vernichtung des Regenwaldes schadet daher nicht nur der Natur, sondern letztlich auch uns selbst.
Leben ohne Strom: Eine alltägliche Herausforderung
Strom ist aus unserem modernen Leben nicht wegzudenken. Doch was, wenn er plötzlich ausfällt? Das Thema “Leben ohne Strom” bietet vielfältige Ansätze zur Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Energie. Was ist Strom, woher kommt er, und wie setzen sich seine Preise zusammen? Eine Besichtigung einer Stromerzeugungsanlage kann aufschlussreich sein. Wir können uns fragen, welche täglichen Geräte Strom benötigen und wie unser Leben ohne ihn aussehen würde – nicht nur im persönlichen Umfeld, sondern auch auf städtischer, nationaler oder globaler Ebene.
Die Betrachtung, wie Menschen heute ohne Strom leben oder wie unsere Vorfahren damit zurechtkamen, wirft ein neues Licht auf unsere Abhängigkeit. Gleichzeitig motiviert die Erkenntnis, warum Stromsparen im Alltag eine wichtige und gute Idee ist. Weitere Anregungen finden Sie in unserem Beitrag Projektidee: Wie lebt man ohne Strom?.
Kleidung: Mehr als nur Stoff
Warum tragen wir überhaupt Kleidung? Welche Arten von Berufs- und Alltagskleidung gibt es, und woher stammen sie? Diese Fragen führen uns direkt zum Thema Fast Fashion. Dieses Phänomen hat gravierende Auswirkungen auf den Klimawandel und steht im Widerspruch zu fairen Arbeitsbedingungen. Unternehmen nutzen dabei oft Green Washing in sozialen Medien, um ihre Praktiken zu verschleiern, während die Zielgruppe – junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren – häufig unkritisch folgt.
Der Trend zu immer billigerer Kleidung bei sinkender Qualität führt zu einem enormen Kleidungsmüll. Diese Textilien sind oft schwer oder kaum recycelbar und schaden durch ihre giftigen Bestandteile die Umwelt in Aufnahme-Ländern wie Südamerika und Afrika. Das Kinderbuch »Magische Welt der Dinge Band 1 Antons geheime Reise mit Paul Pulli« von Alexandra Wagner thematisiert diese Probleme. Mit dem dazugehörigen Begleitmaterialien, das Sie als PDF herunterladen können, werden Ihre Schülerinnen und Schüler besser über Fast Fashion informiert sein und sich kritischer mit Konsum und Green Washing auseinandersetzen.

