Der Mops, eine Hunderasse mit einer faszinierenden und langen Geschichte, hat sich von einem königlichen Begleiter im alten China zu einem weltweit beliebten Familienhund entwickelt. Seine unverwechselbare Erscheinung mit den großen Kulleraugen, der kurzen Schnauze und den charmanten Gesichtsfalten macht ihn zu einem echten Hingucker. Doch hinter dem liebenswerten Äußeren verbirgt sich ein Charakter, der durch seine Freundlichkeit, Verspieltheit und tiefe Loyalität besticht. Aktuelle Zuchtbemühungen zielen darauf ab, gesundheitliche Probleme wie Atemnot zu minimieren, sodass der Mops auch in Zukunft seine Fans weltweit begeistern kann.
Steckbrief Mops
| Weitere Namen | Pug, Carlin, Doguillo, Chinese Pug, Carlino, Dutch Bulldog |
|---|---|
| Größe | ca. 25-30 cm |
| Gewicht | 6,3 – 8,1 kg |
| Herkunft/Ursprung | Ursprung: China; Patronat: Großbritannien |
| Farbe | schwarz, silber, hellfalbfarben, apricot; Abzeichen (Maske, Ohren, Stirnfleck, Wangen, Aalstrich) so schwarz wie möglich |
| Fellbeschaffenheit | kurz, glatt, weich, glänzend |
| Lebenserwartung | 12 – 15 Jahre |
| Charakter/Wesen | charmant, still, klug, verspielt, fügsam, würdevoll, fröhlich |
| Krankheitsgefährdung | Patellaluxation, Brachycephales Syndrom, Demodikose, Augenerkrankungen, Spondylose, Übergewicht, Kurzatmigkeit |
| FCI | FCI Nr:253, Gruppe 9, Sektion 11: Kleine doggeartige Hunde |
| Aktivitätsbedarf | gering |
| Futterbedarf | moderat (Neigung zu Übergewicht) |
| Fellpflege | gering |
| Stadteignung | sehr gut |
Eine Reise durch die Geschichte des Mopses
Die Geschichte des Mopses reicht über 2000 Jahre zurück und beginnt im Reich der Mitte, China. Dort galt der Mops als Symbol des Glücks und war den kaiserlichen Höfen vorbehalten. Seine charakteristischen Gesichtsfalten wurden von Gelehrten als Schriftzeichen interpretiert, was seinen mystischen Status unterstrich. Nur wenigen Würdenträgern war es vergönnt, diese besonderen Hunde als Geschenk zu erhalten.
Auf diesem Weg gelangte der Mops schließlich als Gastgeschenk in das niederländische Königshaus und trat von dort aus seinen Siegeszug durch Europa an. Insbesondere in England erlangte die Rasse durch die Verehrung von Königin Victoria große Popularität. Auch wenn vorübergehende Überzüchtungen zu gesundheitlichen Problemen führten und die Popularität kurzzeitig minderten, so gilt Großbritannien heute als Patronatsland der Rasse.
Heute ist der Mops längst kein Privileg des Adels mehr, sondern ein überaus beliebter Familienhund, der weltweit Herzen erobert hat.
Das Aussehen des idealen Mopses
Der ideale Mops erreicht eine Schulterhöhe von bis zu 25-30 cm und wiegt zwischen 6,3 und 8,1 Kilogramm. Übergewicht sollte bei dieser Rasse unbedingt vermieden werden, da es gesundheitliche Probleme begünstigt. Sein Körperbau ist gedrungen, kompakt und quadratisch. Charakteristisch sind sein faltiges Gesicht, die kurze Schnauze, der runde Kopf mit großen, ausdrucksstarken Augen und die kleinen Ohren, die entweder als Rosenohr oder Knopfohr ausgebildet sind. Das Fell des Mopses ist kurz, glatt, weich und glänzend. Die gängigsten Farbschläge sind Silber, Schwarz, Hellfalbfarben und Apricot, oft begleitet von einem dunklen Aalstrich auf dem Rücken und einer ausgeprägten Maske.
Der Retro Mops: Eine Rückbesinnung auf die Ursprünge
Leider steht die Mopszucht immer wieder in der Kritik. Viele Menschen sind skeptisch gegenüber Rassevertretern, die aufgrund eines extrem flachen Gesichtsprofils und tiefer Nasenfalten unter Atemproblemen leiden. Obwohl der FCI-Rassestandard mittlerweile angepasst wurde, um diese Beschwerden zu reduzieren, gibt es Bestrebungen, das Erscheinungsbild des Mopses weiter zu optimieren.
Der Mops-Pekingesen-Rassehund-Verband e.V. (MPRV) setzt sich für ein Erscheinungsbild ein, das dem Mops wieder einen längeren Fang und eine freiliegende Nasenspitze verleiht. Ziel ist es nicht, die Rasse neu zu erfinden, sondern sie näher an ihre ursprünglichen Merkmale zu bringen. Diese als Retromops oder Altdeutscher Mops bezeichnete Zuchtlinie legt besonderen Wert auf gesunde und vitale Hunde, die ein unbeschwertes Leben führen können. Beide Zuchtrichtungen, sowohl der klassische Mops als auch der Retromops, stellen das Wohl der Tiere, ihre Gesundheit und Wesensfestigkeit in den Vordergrund.
[Der längere Fang beim Retromops ist deutlich sichtbar.
Typische Mops-Eigenschaften
Möpse sind bekannt für ihre einzigartigen Charakterzüge:
- Sie neigen zum Schnarchen und Grunzen.
- Ihre Menschenbezogenheit ist außergewöhnlich stark.
- Manchmal können sie etwas stur sein.
- Dank ihrer Futterliebe sind sie gut bestechlich, was das Training erleichtert.
- Nach entsprechender Sozialisierung sind sie absolut kinderlieb.
- Sie sind keine Kläffer.
- Ihr Fellwechsel ist intensiv, sie haaren stark.
- Augen, Nase und Gesichtsfalten benötigen besondere Pflege.
- Hitze kann für sie problematisch sein und ihre Atmung beeinträchtigen.
10 Fakten über den Mops
- Der Mops ist eine sehr alte Rasse mit Ursprung in China.
- Im Gegensatz zu vielen anderen Rassen hat der Mops in fast jedem Land einen anderen Namen.
- Sie sind keine geborenen Schwimmer und meiden Wasser instinktiv.
- Der Mops gehört zu den brachycephalen Rassen, was bedeutet, dass er einen kurzen Kopf hat.
- Die Rasse ist der offizielle Hund des niederländischen Königshauses.
- Im 18. Jahrhundert existierte ein Freimaurerorden, der den Namen Mops-Orden trug.
- Hitze stellt für Möpse eine Gefahr dar, da sie Atemprobleme verschlimmern kann.
- Gebärstörungen sind bei der Rasse häufiger, da die Welpen im Vergleich zur Mutterhündin sehr groß sind.
- In China galt der Mops als Glückssymbol.
- Die englische Königin Victoria war eine leidenschaftliche Mopszüchterin.
Möpse sind faszinierende Hunde, die mit ihrer Geschichte, ihrem Aussehen und ihrem liebenswerten Charakter die Menschen seit Jahrhunderten begeistern.
