Sechs Monate lang stand ich vor einer gewaltigen Aufgabe: über 14.000 Word-Seiten, gespickt mit diversen Formatierungen, mussten in das Markdown-Format konvertiert werden, um sie in Obsidian zu integrieren. Mein Ziel war es, meine umfangreiche Sammlung von Notizen und Dokumenten besser zu strukturieren und zugänglich zu machen. Zunächst schien dieser Prozess unüberwindbar, doch mit Geduld und der richtigen Herangehensweise gelang es mir, meine Daten erfolgreich zu migrieren.
Die anfänglichen Versuche mit etablierten Konvertierungstools wie Pandoc schlugen fehl. Die Dokumente wiesen zu viele komplexe Formatierungen auf – von lebhaften Farben und Fettdruck bis hin zu tief verschachtelten Einrückungen. Hinzu kam die Herausforderung, dass ich auch Pages auf iOS nutzte, was die Daten weiter fragmentierte. Besonders problematisch war die fehlerhafte Erkennung von Textabschnitten, die als potenziell zukünftige Titel gedacht waren und in Wikilinks umgewandelt werden sollten. Auch die Bilder aus den Word-Dokumenten stellten ein Problem dar; Pandoc überschrieb bestehende Bilddateien, und ich konnte keinen passenden Weg finden, um diese Programmgesteuert zu extrahieren.
Angesichts dieser Schwierigkeiten entschied ich mich, einen individuellen Weg zu gehen, der auf die spezifischen Herausforderungen meines großen Datenvolumens zugeschnitten war. Nach intensiver Recherche in verschiedenen Foren und mit Unterstützung von erfahrenen Nutzern, die mir bei der Erstellung von VBA-Makros halfen, entwickelte ich schrittweise Lösungen. Diese Makros waren der Schlüssel, um meine Dokumente für Obsidian vorzubereiten und eine effiziente Migration zu ermöglichen. Der Prozess erforderte viel Eigeninitiative und Lernbereitschaft, führte aber letztendlich zum Erfolg.
Die Herausforderung der Formatierung und Bildintegration
Ein zentrales Problem war die heterogene Formatierung meiner Word-Dokumente. Farben, Fettdruck, Kursivschrift und komplexe Einrückungen erschwerten eine automatische Konvertierung erheblich. Mein erster Schritt bestand darin, mithilfe von VBA-Makros meine provisorischen Titel in “Überschrift 1” umzuwandeln. Dies ermöglichte es mir, mithilfe von Abschnittsumbrüchen jeden Titel auf einer neuen Seite zu platzieren und eine Liste aller Titelnamen zu generieren.
Parallel dazu musste ich meine .docx-Dateien in das .txt-Format umwandeln, um sie später problemlos in .md-Dateien umbenennen zu können. Eine Herausforderung stellte die Extraktion von Bildern dar. Ein auf einem Forum gefundenes und angepasstes Makro identifizierte Inline-Shapes (eingebettete Bilder) und änderte deren Referenzen in ein für Obsidian geeignetes Format. Ein weiteres Makro extrahierte unkomprimierte Bilder aus jedem .docx-File, da die HTML-Konvertierung oft nur komprimierte Bilder erfasste.
In einem umfassenden Überarbeitungsprozess des Hauptmakros passte ich weitere Formatierungen an: Fettdruck wurde in Wikilinks umgewandelt, orangefarbener Text in Hervorhebungen und Fußnoten in Endnoten. Erst nachdem diese grundlegenden Anpassungen abgeschlossen waren, begann ich, mich mit regulären Ausdrücken (Regex) vertraut zu machen, um die Dokumente weiter zu bereinigen. In Obsidian nutzte ich das Plugin find-unlinked-files, um alle defekten Links zu identifizieren und zu beheben, was jedoch weitere manuelle Nacharbeiten erforderte.
Der Weg zum Erfolg: Schritt für Schritt
Wenn Sie die richtigen Fragen in Foren stellen, können Sie auch komplexe Aufgaben Schritt für Schritt lösen. Bei einer geringeren Menge an Word-Dokumenten, beispielsweise 500-1000 Seiten, wäre es durchaus ratsam, viele Schritte manuell durchzuführen. Für mein großes Datenvolumen war dieser Makro-basierte Ansatz jedoch unerlässlich.
Ich erinnere mich an einen spezifischen Forenthread, in dem ich um Hilfe bat. Wenn Sie meinem Benutzernamen in diesem und anderen Foren folgen, können Sie möglicherweise einige der Schritte nachvollziehen. Meine Erfahrung zeigt, dass dies kein einfacher Weg ist. Ich habe ihn auf die harte Tour gelernt. Wie bereits von anderen angemerkt, ist es wichtig, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Wenn Sie sich mit Computern nicht gut auskennen, ist es möglicherweise sinnvoller, jemanden vor Ort zu bezahlen, der Ihnen bei der Datenmigration hilft.
Die Konvertierung von Word-Dokumenten nach Markdown ist ein Prozess, der Geduld und eine methodische Vorgehensweise erfordert. Indem Sie die richtigen Werkzeuge und Techniken anwenden, können Sie jedoch auch große Mengen an Daten erfolgreich migrieren und für Plattformen wie Obsidian aufbereiten. Die hier beschriebenen Schritte stellen meinen persönlichen Weg dar, der sich als effektiv für meine spezielle Situation erwiesen hat.

