Linsen: Vielseitige Kraftpakete für die deutsche Küche

Linsen, einst primär in der südamerikanischen und indischen Küche beheimatet, erfreuen sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Ihre Vielseitigkeit in der Zubereitung und ihr hoher Wert als pflanzliche Proteinquelle machen sie zu einem geschätzten Lebensmittel auf deutschen Tellern. Auch wenn sie nicht traditionell wie Erbsen oder Bohnen in der deutschen Küche verankert sind, so haben sie sich doch ihren festen Platz erobert, teils auch durch den Anbau in europäischen Regionen.

Die Vielfalt von Linsen ist beeindruckend: Sie unterscheiden sich in Größe, Farbe, ob mit oder ohne Schale, ganz oder halbiert. Jede Sorte bringt dabei eigene geschmackliche Nuancen und Zubereitungsvorlieben mit sich.

Die Welt der Linsensorten

Grundsätzlich lassen sich Linsen in zwei Hauptkategorien einteilen: ungeschälte und geschälte Linsen.

Ungeschälte Linsen: Aromaintensität durch die Schale

Bei ungeschälten Linsen sitzt ein Großteil der Aromastoffe in der Schale. Kleinere Sorten wie die französischen Puy-Linsen oder die schwarzen Beluga-Linsen weisen einen hohen Schalenanteil auf, was sie besonders aromatisch macht. Sie behalten beim Kochen oft ihre Form und eignen sich hervorragend für Eintöpfe, Beilagen oder Linsensalate.

Geschälte Linsen: Schnell und vielseitig

Geschälte Linsen sind meist in gelben oder roten Farbtönen erhältlich. Da die Schale entfernt wurde, verkürzt sich die Kochzeit erheblich. Ihr Geschmack ist weniger intensiv und sie zerfallen beim Kochen leichter. Dies macht sie zur idealen Wahl für Pürees, cremige Suppen oder die indische Dal-Zubereitung. Ihr Geschmack erinnert dann eher an Kartoffelstock, weshalb sie sich gut für Gerichte eignen, bei denen eine feine Textur gewünscht ist.

Weiterlesen >>  Original türkische Köfte: Das authentische Rezept für saftige Hackfleischbällchen

Zubereitungstipps: Einweichen und Kochen

Linsen einweichen: Eine Frage der Bekömmlichkeit

Wie viele Hülsenfrüchte profitieren auch Linsen vom Einweichen. Das Einlegen in reichlich kaltem Wasser über Nacht verkürzt nicht nur die Kochzeit, sondern macht sie auch bekömmlicher, da der blähende Effekt reduziert wird. Wichtig ist dabei, das Einweichwasser vor dem Kochen wegzuschütten. Allerdings gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an vorbehandelten Linsen auf dem Markt, die eine sehr kurze Kochzeit haben und oft kein Einweichen mehr benötigen. Ein Blick auf die Verpackung gibt hier Aufschluss.

Linsen richtig kochen

Das Kochen von Linsen ist unkompliziert:

  1. Vorbereitung: Die Linsen vor dem Kochen gründlich mit kaltem Wasser abspülen.
  2. Flüssigkeitsverhältnis: In der Regel werden Linsen mit der doppelten Menge Wasser oder Brühe gekocht.
  3. Topfgröße: Ein ausreichend großer Topf ist wichtig, da Linsen beim Kochen viel Schaum bilden können. Der Topf sollte maximal zu zwei Dritteln gefüllt sein.
  4. Kochvorgang: Nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren und die Linsen bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis sie gar sind.

Ungefähre Garzeiten:

  • Große braune Tellerlinsen: ca. 45-60 Minuten (ohne Einweichen). Eingeweichte Linsen benötigen nur noch 25-30 Minuten.
  • Kleine Linsen (Puy, Beluga, grüne Linsen): ca. 20-30 Minuten. Einweichen ist hier oft nicht nötig und verkürzt die Kochzeit auf 15-20 Minuten.
  • Geschälte gelbe und rote Linsen: ca. 10-15 Minuten. Einweichen ist nicht empfehlenswert.

Würzen mit Bedacht: Salz und Säure

Die Frage, ob Linsen mit oder ohne Salz gekocht werden sollten, hängt von der gewünschten Konsistenz ab. Kochen in gesalzenem Wasser hält die Linsen fester und verhindert, dass sie zerfallen. Dies ist ideal für Linsensalate. Für Suppen oder Pürees, bei denen weiche Linsen gewünscht sind, empfiehlt es sich, die Linsen zunächst ohne Salz zu kochen und erst nach dem Garen zu würzen. Ein Spritzer Essig oder Zitronensaft intensiviert das Linsenaroma und rundet das Gericht geschmacklich ab. Auch frische Kräuter wie Petersilie oder Majoran passen hervorragend zu Linsengerichten. kuchen rezepte einfach verleihen herzhaften Gerichten oft eine besondere Note.

Weiterlesen >>  Salzteig: Das einfache Rezept für kreative Bastelideen

Aufbewahrung von Linsen

Rohe Linsen sind bei kühler, trockener und nicht luftdichter Lagerung nahezu unbegrenzt haltbar. Mit der Zeit können sie jedoch härter werden, was zu längeren Kochzeiten führt. Gekochte Linsen halten sich gut verschlossen im Kühlschrank für etwa drei Tage und lassen sich auch problemlos einfrieren. Wenn Sie nach Inspiration suchen, wie Sie Linsen in köstliche Gerichte verwandeln können, finden Sie hier weitere low carb pfannkuchen Rezepte, die sich als leichte Beilage eignen. Für Liebhaber von schnellen und unkomplizierten Gerichten ist ein Blick auf pfannkuchen rezept thermomix empfehlenswert. Nicht zu vergessen ist der Genuss von süßen Varianten wie einem klassischen marzipankuchen oder einem saftigen kuchen mit quark. Entdecken Sie die Vielfalt, die Linsen und andere Backwaren zu bieten haben!