Kurt Krömer, bürgerlich Alexander Bojcan, ist weit mehr als nur ein Komiker – er ist ein fester Bestandteil der Berliner Comedy-Szene, ein Künstler, der sein Publikum wie kaum ein anderer zu fesseln versteht. Seine Karriere, die auf kleinen Bühnen vor spärlichem Publikum begann, hat ihn zu einer festen Größe im deutschen Fernsehen und auf den großen Bühnen gemacht. Dieser Artikel beleuchtet den Weg des Entertainers, seine Erfolge, seine persönlichen Kämpfe und sein beeindruckendes Comeback.
Die Anfänge eines Berliner Originals
Die Geschichte von Kurt Krömer ist eine von harter Arbeit und Beharrlichkeit. Seine Anfänge in der “Berliner Scheinbar” vor nur drei Gästen zeugen von einer Zeit, in der er sich als Künstler am Existenzminimum behaupten musste. Doch sein Talent und sein einzigartiger Stil blieben nicht unbemerkt. Der Schritt ins Fernsehen im Jahr 2003 markierte den Beginn einer steilen Aufwärtskurve, die ihn durch verschiedene eigene Shows führte und seinen Bekanntheitsgrad stetig steigerte. Ende 2014 entschied er sich, seine Fernsehkarriere ruhen zu lassen und sich intensiv seinem Bühnenprogramm zu widmen, eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erweisen sollte.
Das Comeback: “Chez Krömer” und die Rückkehr ins Rampenlicht
Wie sehr Kurt Krömers Rückkehr ins Fernsehen erfolgreich sein würde, war schon 2018 Gegenstand von Überlegungen, als er sich im “Hotel Matze” traf. Sein späteres TV-Format “Chez Krömer” entwickelte sich zu einem absoluten Publikumserfolg. In seiner charakteristischen “Verhörzelle” empfing er eine bunte Mischung aus Gästen, von Musiklegenden wie Bushido bis hin zu kontroversen Persönlichkeiten wie Erika Steinbach. Die erste Episode wurde direkt mit dem renommierten Grimme-Preis ausgezeichnet, ein Beweis für die Qualität und Relevanz seiner Sendung.
Zwischen Kunstfigur und Mensch: Alexander Krömer Bojcan
Bei früheren Begegnungen war die Grenze zwischen der Kunstfigur Kurt Krömer und dem echten Menschen Alexander Bojcan oft fließend. Doch in jüngster Zeit tritt Alexander immer deutlicher in den Vordergrund. Er spricht offen über seine persönlichen Herausforderungen, insbesondere seine Depressionen, und sein Outing als depressiver Mensch. Diese Offenheit hat ihm nicht nur Respekt eingebracht, sondern auch vielen Menschen Mut gemacht, über eigene psychische Erkrankungen zu sprechen.
Tiefe Einblicke in das Buch und die Erfahrungen
Besonders eindrücklich war eine Folge von “Chez Krömer” mit Torsten Sträter, die für viel Aufsehen sorgte und Krömer tief bewegte. Die Reaktionen auf diese Sendung und die damit verbundenen Erfahrungen motivierten ihn, seine Erlebnisse in seinem neuen Buch “Du darfst nicht alles glauben, was du denkst” zu verarbeiten und auch in seinem Podcast zu teilen. Er gewährt Einblicke in seine Zeit in der Klinik, seine anfängliche Angst vor Gruppentherapien und die unerwartete Reaktion von Mitpatienten, die ihn als Kurt Krömer erkannten.
Das Buch und die damit verbundenen Gespräche thematisieren auch seinen Alkoholentzug, die komplexen Gefühle, die er als Vater erlebt, seine Familie, Freundschaften, die Faszination hinter “Chez Krömer”, seine berüchtigte “Arschlochliste” und natürlich sein triumphalales Comeback.
Hilfe und Unterstützung für Betroffene
Kurt Krömers Offenheit in Bezug auf psychische Gesundheit ist ein wichtiger Beitrag zur Entstigmatisierung. Für Menschen, die ähnliche Herausforderungen erleben, gibt es zahlreiche Hilfsangebote:
- Telefonseelsorge: Rund um die Uhr erreichbar unter 0800 – 111 0 111 oder 116 123.
- Online-Seelsorge: Eine Alternative für diejenigen, die nicht telefonieren möchten oder können: https://online.telefonseelsorge.de/
- Deutsche Depressionshilfe: Umfassende Informationen und Unterstützung: http://deutsche-depressionshilfe.de/start
- Patientenhilfe der Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen: Hilfe bei der Terminvereinbarung für Erstgespräche bei Psychotherapeuten: https://116117.de/de/terminservice.php
- Freunde fürs Leben e.V.: Eine Organisation, die sich für psychische Gesundheit einsetzt: https://linktr.ee/freundefuerslebenev
Kurt Krömers Reise, geprägt von Humor, Tiefgang und authentischer Verletzlichkeit, inspiriert und ermutigt. Er beweist, dass Lachen und Offenheit starke Werkzeuge im Umgang mit den Herausforderungen des Lebens sein können.

