Der Handel mit Kryptowährungen ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden und Deutschland bildet da keine Ausnahme. Doch die Auswahl an Krypto-Börsen ist groß und unübersichtlich. Wir haben über 20 Anbieter getestet und bewertet, um Ihnen einen klaren Überblick über die besten Optionen zu verschaffen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Top-Plattformen vor, die sich durch ihre Kosten, Transparenz, Sicherheit und das Angebot an Kryptowährungen auszeichnen.
Die Top-Krypto-Börsen im Überblick
Nach sorgfältiger Prüfung und Bewertung anhand relevanter Kriterien wie Gebühren, Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und angebotene Kryptowährungen, haben sich einige Anbieter besonders hervorgetan.
Bitvavo: Der Testsieger für das beste Gesamtpaket
Bitvavo wird als beste Krypto-Börse unseres Vergleichs empfohlen. Sie überzeugt durch ein herausragendes Gesamtpaket, das insbesondere durch niedrige Gebühren von nur 0,25%, eine hohe Transparenz, eine große Auswahl von über 400 Kryptowährungen und starke Sicherheitsmaßnahmen besticht. Die intuitive Benutzeroberfläche macht den Einstieg auch für Anfänger leicht, während eine separate Trading-Oberfläche (“Pro Mode”) erfahrenen Nutzern erweiterte Funktionen bietet. Die Einhaltung der MiCA-Lizenz und transparente Gebührenanzeige sind weitere Pluspunkte. Kleinere Kritikpunkte betreffen die Einrichtung von Sparplänen, die aktuell nur per App möglich ist, sowie vereinzelte Berichte über verzögerte Euro-Einzahlungen.
Bison: Die deutsche Einsteiger-App
Bison, eine Krypto-Einsteiger-App mit Sitz in Deutschland, glänzt durch einfache und transparente Handhabung. Die Kosten liegen bei etwa 1,25% pro Transaktion, wobei die Netzwerkgebühren für Krypto-Abhebungen auf eigene Wallets übernommen werden. Bison arbeitet mit der Börse Stuttgart zusammen und die Kryptowerte werden von der BaFin-lizenzierten blocknox GmbH verwahrt. Die Sparplanfunktion ist besonders benutzerfreundlich und bietet ein übersichtliches Reporting für die Steuer. Obwohl die Gebühren von 1,25% nicht die günstigsten sind, überzeugt Bison durch seine Einfachheit und Sicherheit, was es zu einer idealen Wahl für Einsteiger und kleinere Anlagebeträge macht.
Kraken: Eine der größten und ältesten Plattformen
Kraken, gegründet 2011, ist eine etablierte und große Krypto-Plattform, die für ihre hohen Sicherheitsstandards und Transparenz bekannt ist. Die Gebühren sind klar ausgewiesen und liegen auf der Plattform Kraken Pro bei niedrigen 0,25% bis 0,4%. Das Angebot “Proof-of-Reserves” zeigt, dass die gehaltenen Kryptowährungen tatsächlich vorhanden sind. Während der Direktkauf mit 1,49% Gebühren zu Buche schlägt, ist die Benutzeroberfläche nach dem letzten Redesign auch für Einsteiger zugänglicher geworden. Ein wichtiger Hinweis ist der Hauptsitz in den USA, was für manche Nutzer von Bedeutung sein könnte.
BSDEX: Günstige deutsche Krypto-Börse
Die deutsche Krypto-Börse BSDEX, der offizielle Handelsplatz der Börse Stuttgart, überzeugt durch niedrige Gebühren von 0,35%, die durch Limit-Orders auf 0,25% gesenkt werden können. Die Transparenz bei den Kosten ist hoch, und BSDEX übernimmt sogar die Abhebegebühren. Ein Nachteil sind die etwas höheren Spreads im Vergleich zu größeren Börsen, was jedoch nur geringfügige Mehrkosten verursacht. Bei der Sicherheit wird aktuell noch eine SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung angeboten, wobei eine sicherere Variante in Entwicklung ist.
Bitcoin.de: Die älteste deutsche Krypto-Börse
Bitcoin.de ist seit 2011 aktiv und die älteste Krypto-Börse Deutschlands. Betrieben von der futuurm bank AG, die durch die BaFin reguliert wird, bietet sie neben Bitcoin noch weitere Kryptowährungen an. Die Gebühren liegen bei 1% für Käufe, was im Vergleich zu günstigeren Anbietern etwas höher ist. Die Plattform wirkt designtechnisch etwas überladen und ist daher weniger für absolute Anfänger geeignet.
Bitpanda: Einsteigerfreundliche Börse aus Österreich
Bitpanda, mit Sitz in Österreich, bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche und über 600 Kryptowährungen an. Als eine der wenigen regulierten Börsen in Deutschland durch die BaFin, richtet sie sich primär an Anfänger. Die Gebühren wurden transparenter gestaltet, liegen jedoch bei Bitcoin bei ca. 1,55% und bei Altcoins wie ETH bei etwa 2,3%. Einige Nutzer berichten von Problemen bei Auszahlungen.
One Trading: Günstige europäische Krypto-Börse für Trader
One Trading, ehemals Bitpanda Pro, ist eine neue Börse, die sich vor allem an Trader richtet. Sie wirbt mit 0% Gebühren, hat jedoch Spreads von etwa 0,14%. Die Plattform ist regulatorisch gut aufgestellt, befindet sich aber noch in der Entwicklungsphase, was sich in einem geringeren Handelsvolumen widerspiegelt.
Luno: Internationale Krypto-Börse
Luno existiert seit 2013 und ist bekannt für seine Einsteigerfreundlichkeit und Transparenz. Der Sofortkauf kostet 1,5%, während die “Luno Exchange” geringere Gebühren für Trader bietet. Luno ist in Deutschland nicht reguliert, aber in Frankreich registriert.
Coinbase: Börsennotierte Krypto-Börse
Coinbase, gegründet 2012, ist eine der ältesten und größten Börsen. Sie war die erste Krypto-Börse mit einer BaFin-Kryptoverwahr-Lizenz, wies jedoch später organisatorische Mängel auf. Die Gebühren für den Direktkauf sind intransparent und können bis zu 1,49% betragen, während Coinbase Advanced Trading 0,6% kostet. Trotz hoher Benutzerfreundlichkeit gibt es günstigere Alternativen.
Nicht empfohlene Krypto-Börsen
Einige Plattformen wurden aufgrund von mangelnder Transparenz, regulatorischen Problemen oder hohen Gebühren nicht empfohlen. Dazu gehören:
Binance
Die größte Krypto-Börse nach Handelsvolumen bietet extrem niedrige Gebühren (0,1%) und einen geringen Spread. Allerdings ist die Plattform eher für erfahrene Nutzer ausgelegt, und der Direktkauf ist teurer und intransparent. Regulatorische Probleme und ein unklarer Firmensitz führen zur Nicht-Empfehlung.
eToro
Obwohl bekannt für Social Trading, fallen bei eToro versteckte Gebühren und ein hoher Spread (ca. 2,3%) an, was sie zu einem der teuersten und intransparentesten Anbieter macht.
Crypto.com
Bekannt für Krypto-Kreditkarten, hat Crypto.com Gebühren von ca. 1,5% beim Kauf und hohe Abhebegebühren. Die mangelnde Transparenz und regulatorische Auffälligkeiten führen zur Nicht-Empfehlung.
KuCoin
Mit über 800 Coins bietet KuCoin niedrige Handelsgebühren (0,1%), aber der Direktkauf ist teurer (ca. 1,5%) und intransparent. Der Firmensitz auf den Seychellen und strafrechtliche Anklagen machen die Plattform riskant.
Kryptowährungen bei Neobrokern kaufen?
Mittlerweile bieten auch Neobroker wie Scalable Capital oder Trade Republic den Handel mit Kryptowährungen an. Aktuell wird dies jedoch nicht empfohlen, da die Kosten, die geringe Auswahl und fehlende Abhebemöglichkeiten Krypto-Börsen überlegen machen. Zwar sind Neobroker benutzerfreundlich und reguliert, doch der Kauf von Kryptowährungen ist hier oft nur über ETNs möglich, was bedeutet, dass man keine echten Coins besitzt.
Worauf beim Kauf von Kryptowährungen achten? (Vergleichs-Kriterien)
Bei der Auswahl einer Krypto-Börse sollten folgende Kriterien berücksichtigt werden:
- Transparenz bei Gebühren: Achten Sie auf versteckte Kosten und klare Angaben in Euro.
- Gebühren: Berücksichtigen Sie Handels-, Spread-, Einzahlungs- und Abhebegebühren.
- Sicherheit: Achten Sie auf Zwei-Faktor-Authentifizierung (idealerweise App-basiert), Whitelisting und Accountlocks.
- Transfer der Kryptowährungen: Prüfen Sie, ob ein Transfer auf eigene Wallets möglich ist.
- Verifizierung (KYC): Seriöse Börsen erfordern eine Identitätsprüfung.
- Unternehmen hinter der Börse: Bevorzugen Sie in Europa ansässige und regulierte Unternehmen.
- Einsteigerfreundliches Interface: Eine intuitive Benutzeroberfläche erleichtert den Handel.
- Angebotene Produkte & Features: Beachten Sie Staking-Optionen, Sparpläne und Bezahlmethoden.
Die Wahl der richtigen Krypto-Börse ist entscheidend für ein sicheres und kosteneffizientes Handelserlebnis. Informieren Sie sich gründlich und wählen Sie eine Plattform, die Ihren Bedürfnissen am besten entspricht.

