Im dichten Wald, bei strömendem Regen, irrten zwei winzige Kätzchen nahe des deutsch-luxemburgischen Grenzübergangs Tintesmühle in der Eifel umher. Die Bundespolizisten entdeckten die durchnässten Tiere aus der Ferne, doch die Steilheit des Hanges machte jede direkte Hilfe zu gefährlich. Diese dramatische Entdeckung leitete eine stundenlange Rettungsaktion ein, die die Expertise von Tierrettern forderte.
Die Herausforderung der Rettung in der Eifel
Die Situation erforderte professionelle Hilfe, und so wurde Nina Born von der Gruppe “Pfotenengel” aus Kail (Kreis Cochem-Zell) hinzugezogen, eine erfahrene Retterin in Tiernotlagen. Doch selbst für sie stellte diese Rettungsaktion eine erhebliche Herausforderung dar. “Es war steil und rutschig. Da ging es etwa 200 Meter einen Hang runter”, beschrieb Born die widrigen Umstände.
Um die verängstigten Kätzchen einzufangen, brachte sie eine 15 Kilogramm schwere Lebendfalle mit, ausgestattet mit Nassfutter als Lockmittel. Die Tiere hatten sich tief zwischen Felsen versteckt, was die Annäherung erschwerte. Nach anfänglichem Zögern und einer halben Stunde des Gedulds gelang es Born schließlich, das erste Kätzchen zu sichern. Die Rettung des zweiten Tieres zog sich jedoch hin, und die gesamte Aktion dauerte fast vier Stunden, bis beide Kätzchen in Sicherheit gebracht werden konnten.
Die Kätzchen wurden mit Futter angelockt, das in der Falle platziert war. Sie versteckten sich zwischen Felsen.Die Kätzchen wurden mit Futter angelockt, das in der Falle platziert war. Sie versteckten sich zwischen Felsen. (Quelle: privat)
Der Zustand der geretteten Kätzchen
Nach ihrer Rettung war schnell offensichtlich, wie dringend die Hilfe für die beiden Kätzchen war. “Die beiden Katzenbabys waren komplett durchnässt und unterkühlt. Wir haben sie direkt in warme Decken eingewickelt”, berichtete Nina Born. Die Jungtiere, nur wenige Wochen alt, litten unter starker Unterernährung. “Sie wiegen die Hälfte von dem, was sie in ihrem Alter eigentlich wiegen sollten”, fügte die Tierretterin hinzu.
Endlich in Sicherheit: In der Eifel sind Kätzchen gerettet worden. Sie wurden offenbar ausgesetzt.Endlich in Sicherheit: In der Eifel sind Kätzchen gerettet worden. Sie wurden offenbar ausgesetzt. (Quelle: privat)
Die Kätzchen wurden umgehend in ein Tierheim gebracht, wo sie nun liebevoll aufgepäppelt werden. Sie erhielten Namen, die zur Vorweihnachtszeit passen: Santa und Clause. Es ist zu hoffen, dass sie sich vollständig erholen und bald ein neues, liebevolles Zuhause finden werden. Der Kauf von kleinen Katzen sollte immer gut überlegt sein, um solche tragischen Aussetzungsfälle zu vermeiden. Kleine Katzen kaufen ist eine Entscheidung, die Verantwortung mit sich bringt.
Ein Muster von Aussetzungen?
Die Geschichte von Santa und Clause ist möglicherweise kein Einzelfall. Nach Angaben der Bundespolizei wurden nur wenige Tage zuvor in der Nähe des gleichen Grenzübergangs mehrere Katzenbabys in einem Karton gefunden, auf dem “zu Verschenken” stand. Diese Funde deuten auf eine besorgniserregende Tendenz hin, bei der Tiere offenbar achtlos in der Natur ausgesetzt werden.
Die Bundespolizisten und Tierretterin Nina Born blicken auf einen erfolgreichen Tag zurück: Sie konnten die Katzenbabys in der Not retten. (Quelle: privat)
Die Identität der Personen, die für die Aussetzung von Santa und Clause verantwortlich sind, ist weiterhin unklar. Die Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Aufklärung. Zeugen, die in den vergangenen Tagen verdächtige Beobachtungen im Bereich des deutsch-luxemburgischen Grenzübergangs Tintesmühle bei Dahnen gemacht haben, werden gebeten, sich umgehend mit der Bundespolizei in Trier oder der Polizei in Prüm in Verbindung zu setzen. Die Adoption von Katzen aus dem Tierheim ist eine wunderbare Möglichkeit, diesen Tieren ein zweites Leben zu schenken. Informationen zum Prozess der Katzenadoption finden Sie in unseren Artikeln zu Tierheimen.
Diese Vorfälle unterstreichen die Wichtigkeit von Aufklärung über verantwortungsvolle Tierhaltung und die Konsequenzen von Tieraussetzungen. Tierheime sind oft überfüllt und kämpfen mit den Folgen solcher Taten. Wir appellieren an alle Tierbesitzer, sich der Verantwortung bewusst zu sein und im Notfall Hilfe bei Organisationen wie den “Pfotenengeln” oder lokalen Tierheimen zu suchen, anstatt ihre Tiere auszusetzen. Die Steckbriefe von Katzen können ebenfalls nützliche Informationen für zukünftige oder aktuelle Katzenbesitzer liefern. Jeder von uns kann dazu beitragen, das Wohl von Tieren zu sichern und solche traurigen Geschichten zu verhindern.
