Kalter Hund: Das Original-DDR-Rezept für den schokoladigen Keks-Kuchen

Der “Kalter Hund”, auch bekannt als “Kalte Schnauze” oder “Lukullus”, ist ein süßer Traum aus meiner Kindheit. Dieser schokoladig-keksige Kuchen, der traditionell mit Kokosfett zubereitet wird, war ein fester Bestandteil auf vielen Geburtstagstischen in der DDR. Obwohl ich im Sommer Geburtstag hatte und der Kuchen aufgrund des schmelzenden Kokosfetts nicht ideal für warme Temperaturen war, hat meine Oma ihn mir oft als Trost zubereitet. Ihre Liebe zu diesem besonderen Kekskuchen aus der Kastenform, der aus knusprigen Butterkeksen und einer samtigen Schokoladenschicht besteht, hat mich dazu inspiriert, das Original-Rezept meiner Großmutter weiterzugeben.

Heutzutage kursieren unzählige Variationen des “Kalten Hundes” im Internet, von Rezepten mit Kuvertüre bis hin zu angeblich “leichteren” Varianten. Diese mögen durchaus schmecken oder gesünder sein, haben aber wenig mit dem Original zu tun, das ich aus meiner Kindheit kenne. Das authentische DDR-Rezept meiner Oma besteht aus Kokosfett, Kakaopulver, Butterkeksen, Puderzucker und Eiern – eine mächtige, aber unwiderstehlich leckere Kombination. Man isst davon meist nur ein Stück, aber das hat es in sich. Hier teile ich das unveränderte Rezept meiner Oma, so wie sie es früher für ihre “Kalte Schnauze” verwendet hat.

Im Folgenden finden Sie neben dem originalen DDR-Rezept auch wertvolle Tipps zur Zubereitung, Abwandlungsideen und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Für diejenigen, die auf rohe Eier verzichten möchten oder eine Version ohne Kokosfett bevorzugen, gibt es ebenfalls Hinweise – auch wenn dies dann keine originalgetreue Zubereitung mehr ist.

Das Original-DDR-Rezept für Kalter Hund

Dieses Rezept ist eine Hommage an die traditionelle Zubereitung und bewahrt den authentischen Geschmack, den viele aus ihrer Kindheit kennen und lieben.

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Zutaten:

  • 250 g Kokosfett
  • 200 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • 200 g Puderzucker
  • 4 Eier
  • ca. 400 g Butterkekse

Zubereitung:

  1. Vorbereitung der Schokoladenmasse: Das Kokosfett in einem Topf bei niedriger Hitze langsam schmelzen lassen. Vorsicht, es darf nicht heiß werden, sonst gerinnt die Schokolade später. In einer separaten Schüssel die Eier mit dem Puderzucker und dem Kakaopulver verrühren, bis eine glatte Masse entsteht.
  2. Kombination: Das geschmolzene Kokosfett unter ständigem Rühren langsam zur Ei-Kakao-Masse geben. Es ist wichtig, dass das Fett nicht zu heiß ist, damit die Eier nicht stocken. Alles gut vermischen, bis eine homogene, cremige Schokoladencreme entsteht.
  3. Schichten: Eine Kastenform (ca. 25-30 cm Länge) mit Backpapier auslegen oder einfetten. Beginnen Sie mit einer Schicht Schokoladencreme auf dem Boden der Form. Darauf legen Sie eine Schicht Butterkekse, die die gesamte Fläche bedecken. Wiederholen Sie diesen Vorgang abwechselnd mit Schichten von Schokoladencreme und Butterkeksen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die oberste Schicht sollte die Schokoladencreme sein.
  4. Kühlen: Die Form gut abdecken und den Kuchen für mindestens 6 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen. Das Kokosfett sorgt dafür, dass der Kuchen seine Form behält.
  5. Servieren: Den festen Kalten Hund vorsichtig aus der Form stürzen und in etwa 2-3 cm dicke Scheiben schneiden.

Tipps zur Zubereitung und Abwandlung

Der “Kalter Hund” ist ein relativ unkomplizierter Kuchen, doch ein paar Tipps können das Ergebnis noch verbessern.

  • Qualität der Zutaten: Verwenden Sie hochwertiges Kakaopulver und frische Eier für den besten Geschmack. Auch die Butterkekse sollten von guter Qualität sein, da sie die Basis des Kuchens bilden.
  • Konsistenz der Schokoladencreme: Achten Sie darauf, dass die Schokoladenmasse nicht zu flüssig ist. Wenn sie zu dünn erscheint, können Sie die Form nach dem Schichten kurz ins Gefrierfach stellen, damit die Creme etwas anzieht, bevor Sie die nächste Schicht auflegen.
  • Variationen: Für eine etwas andere Note können Sie der Schokoladenmasse eine Prise Zimt oder einen Esslöffel Rum hinzufügen. Auch gehackte Nüsse oder Rosinen sind eine beliebte Ergänzung. Wenn Sie keine rohen Eier verwenden möchten, können Sie die Schokoladenmasse auch nur mit Kokosfett, Kakao, Puderzucker und etwas erwärmter Milch oder Sahne zubereiten. Beachten Sie jedoch, dass dies vom Originalrezept abweicht.
  • Lagerung: Der Kalte Hund hält sich im Kühlschrank gut verpackt etwa 5-7 Tage. Er schmeckt oft am zweiten Tag noch besser, da die Aromen durchgezogen sind.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum wird der Kuchen “Kalter Hund” genannt?
Der Name leitet sich von seiner Zubereitungsart ab: Der Kuchen muss vollständig durchkühlen, damit er fest wird und geschnitten werden kann. Die Form ähnelt zudem oft dem Kopf eines Hundes, wenn er aus der Kastenform gestürzt wird.

Kann ich den Kuchen auch ohne Kokosfett zubereiten?
Ja, das ist möglich, aber es ist dann kein Originalrezept mehr. Sie können stattdessen Butter oder eine Mischung aus Butter und Sahne verwenden. Bedenken Sie jedoch, dass Kokosfett maßgeblich zur typischen Konsistenz und zum Geschmack beiträgt und für die Festigkeit bei Raumtemperatur sorgt.

Wie lagere ich den Kalten Hund am besten?
Der Kuchen sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt werden, da er sonst zu weich wird. Gut in Frischhaltefolie oder einer luftdichten Dose verpackt hält er sich mehrere Tage.

Der “Kalter Hund” ist mehr als nur ein Kuchen; er ist ein Stück Nostalgie und ein Beweis dafür, dass einfache Zutaten zu etwas Wunderbarem kombiniert werden können. Probieren Sie dieses authentische DDR-Rezept aus und lassen Sie sich in eine geschmackvolle Vergangenheit entführen. Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!