Kaliumreduzierte Ernährung: Tipps für Nierenschwäche und Dialyse

Kalium ist ein essenzieller Mineralstoff, der in Lebensmitteln hauptsächlich intrazellulär vorkommt und gut wasserlöslich ist. Beim Kochen platzen die pflanzlichen Zellen auf, wodurch Kalium teilweise ins Kochwasser übergeht. Für Menschen mit Nierenschwäche oder Dialyse ist eine bewusste Kaliumreduktion in der Ernährung unerlässlich. Dies gelingt einerseits durch die Auswahl geeigneter Lebensmittel und andererseits durch spezifische Zubereitungsmethoden, die das Kalium aus den Speisen entziehen. Die Mizu-App kann hierbei eine wertvolle Unterstützung bieten, indem sie detaillierte Informationen über den Kaliumgehalt verschiedener Lebensmittel liefert und so hilft, den Überblick zu behalten.

Die folgende Zusammenstellung bietet zehn praktische Ernährungstipps, die Ihnen helfen, Ihren Kaliumhaushalt im Alltag effektiv zu managen und gleichzeitig eine schmackhafte und ausgewogene Ernährung zu gewährleisten.

Kaliumarme Lebensmittel bevorzugen

Es ist ratsam, Lebensmittel mit einem von Natur aus geringeren Kaliumgehalt zu wählen. Da der genaue Kaliumgehalt nicht immer offensichtlich ist, erweist sich die Suchfunktion der Mizu-App als äußerst hilfreich. Sie ermöglicht es Ihnen, Lebensmittel und deren Kaliumgehalt schnell und unkompliziert zu überprüfen und somit bewusste Entscheidungen für Ihre Mahlzeiten zu treffen.

Geschickte Kombinationen für ausgewogene Mahlzeiten

Eine kluge Strategie besteht darin, kaliumreiche Lebensmittel mit kaliumarmen Komponenten zu kombinieren. Dies ermöglicht es Ihnen, die Gesamtmenge an Kalium pro Mahlzeit zu kontrollieren und zu reduzieren. Beispiele hierfür sind ein Hühnerschnitzel mit Reis und Kopfsalat oder Weißbrot mit Frischkäse und einer Scheibe Tomate. Die Kunst liegt darin, die Gesamtmenge an Kalium in Ihrer Portion im Blick zu behalten.

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Saucen und Gewürze bewusst einsetzen

Bei der Zubereitung von Saucen können Sie diese beispielsweise mit Wasser und Sahne verfeinern, um die Kaliumaufnahme zu minimieren. Darüber hinaus empfiehlt es sich, verstärkt auf Kräuter statt auf Salz zum Würzen zurückzugreifen. Viele traditionelle deutsche Gerichte setzen ohnehin auf eine aromatische Würzung mit Kräutern und Gewürzen, was dem Prinzip einer salzärmeren Ernährung entgegenkommt.

Obst und Gemüse besser kennenlernen

Pflanzliche Lebensmittel sind generell reicher an Kalium. Dennoch gibt es Gemüsesorten, die sich durch einen geringeren Kaliumgehalt auszeichnen und daher vorteilhafter sind. Dazu zählen beispielsweise Eisbergsalat, Feldsalat, Gurken, grüne Paprika, Radieschen und Zucchini. Die Mizu-App kann Ihnen dabei helfen, ein tieferes Verständnis für die kaliumarmen Sorten zu entwickeln und Ihre Lebensmittelauswahl zu optimieren.

Vorsicht bei Diätsalz und Fertigprodukten

Diätsalze und Salzersatzprodukte, ebenso wie natriumarme Fertiggerichte, sollten mit äußerster Vorsicht genossen werden. Diese Produkte basieren häufig auf Kaliumsalzen und können sich als wahre Kaliumbomben erweisen, was sie für eine nierenschonende Ernährung ungeeignet macht.

Fruchtsäfte meiden oder stark verdünnen

Fruchtsäfte und Smoothies stellen aufgrund ihres hohen Flüssigkeits- und Kaliumgehalts ein Problem für Menschen mit Niereninsuffizienz dar. Es ist daher ratsam, diese weitgehend zu meiden. Sollten Sie dennoch nicht auf den Genuss verzichten wollen, trinken Sie Fruchtsäfte ausschließlich stark verdünnt. Eine bessere Alternative ist der Verzehr von Obst in Form von Kompott.

Trockenobst, Nüsse und Kartoffeln: Ein Wörtchen der Warnung

Trockenobst ist aufgrund des konzentrierten Kaliumgehalts ohne Wassereinwirkung in der Zubereitung zu meiden. Kartoffeln gelten als besonders kaliumreich. Durch langes, salzfreies Kochen und das Wegschütten des Kochwassers lässt sich jedoch ein Teil des Kaliums reduzieren. Das Schälen und Zerkleinern der Kartoffeln vor dem Kochen unterstützt diesen Prozess zusätzlich. Nüsse können je nach Sorte ebenfalls beträchtliche Mengen an Kalium enthalten und sollten daher nur in Maßen konsumiert werden.

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Tiefkühlgemüse als gute Alternative

Bei der industriellen Tiefkühlung wird Gemüse oft dampfblanchiert, was bedeutet, dass es nur wenig mit Wasser in Berührung kommt und somit nur geringe Mengen Kalium verliert. Beim Gefrieren platzen jedoch die Zellen auf, wodurch beim Auftauen Kalium mit dem austretenden Saft verloren geht. Es ist daher wichtig, diese Auftauflüssigkeit vor der weiteren Zubereitung zu entsorgen.

Obst- und Gemüsekonserven wählen

Obst, Gemüse und Pilze aus Konserven weisen einen reduzierten Kaliumgehalt auf, da sie während des Einkochprozesses einen Teil ihres Kaliums verlieren. Auch hier gilt: Die Konservenflüssigkeit sollte unbedingt weggeschüttet werden, da sie den Großteil des enthaltenen Kaliums enthält.

Die richtige Portionsgröße ist entscheidend

Grundsätzlich gibt es keine völlig verbotenen Lebensmittel. Entscheidend ist die angemessene Dosierung der Mengen. Durch eine geschickte Anpassung der Portionsgrößen können Sie nahezu alle Lebensmittel weiterhin genießen, wenngleich manche in Maßen. Für Hämodialysepatienten ist es zudem wichtig, insbesondere während längerer Dialyseintervalle, wie beispielsweise am Wochenende, auf eine gezielt kaliumreduzierte Ernährung zu achten.