Julian Brandt: Ein Blick hinter die Kulissen des Dortmunder Stars

Julian Brandt ist zweifellos einer der aufregendsten Offensivspieler im modernen Fußball. Doch wer verbirgt sich hinter diesem Talent von Borussia Dortmund und der deutschen Nationalmannschaft? Dieser Artikel wirft einen detaillierten Blick auf seine Karriere, seine Rekorde und die einzigartigen Facetten, die ihn zu einem besonderen Spieler machen.

Ein aufstrebendes Talent in der Bundesliga

Brandts Weg in den Profifußball begann früh. Im Januar 2014 wechselte er im zarten Alter von 17 Jahren vom VfL Wolfsburg zu Bayer 04 Leverkusen. Nur wenige Wochen später feierte er sein Bundesliga-Debüt und hinterließ schnell Spuren. Nach anfänglichen Einsätzen als Einwechselspieler etablierte er sich und trug maßgeblich zum Erreichen der Champions League bei. Insgesamt absolvierte er 164 Bundesligaspiele für Leverkusen, erzielte 34 Tore und bereitete zahlreiche weitere vor, bevor er im Sommer 2019 zu Borussia Dortmund wechselte. Auch hier setzte er seine beeindruckende Tor- und Vorlagenquote fort und erreichte in der Saison 2021/22 mit neun Treffern seine persönliche Bestmarke in der Bundesliga. Mit 26 Jahren scheint er nun seinen Karrierehöhepunkt zu erreichen, was sich in seinen acht Toren und vier Vorlagen in der laufenden Saison 2022/23 widerspiegelt.

Rekordjäger auf dem Platz

Brandts Karriere ist gespickt mit bemerkenswerten Rekorden. Er ist nicht nur der jüngste Leverkusen-Spieler, der die 100er-Marke an Bundesligaspielen erreichte (im Alter von 21 Jahren, drei Monaten und 25 Tagen), sondern auch der jüngste Spieler seit Gerd Müller, der in sechs aufeinanderfolgenden Ligaspielen traf. Diese Leistungen blieben auch Bundestrainer Joachim Löw nicht verborgen.

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Nationalspieler mit Auszeichnung

Nur etwas mehr als zwei Jahre nach seinem Bundesliga-Debüt wurde Brandt erstmals in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Obwohl er nicht für die EM 2016 nominiert wurde, gewann er im selben Sommer mit der U21-Nationalmannschaft die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. Bis Ende 2020 war er ein fester Bestandteil des DFB-Kaders, musste sich jedoch gegen namhafte Konkurrenz wie Marco Reus, Leroy Sané und Thomas Müller behaupten. Bis Anfang 2023 bestritt er 39 Länderspiele und erzielte drei Tore, darunter Einsätze bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Ein besonderer Erfolg war zudem der Gewinn des FIFA-Konföderationen-Pokals 2017.

Einzigartige Persönlichkeit: Ohne Tattoos und mit starkem Familienbezug

Während Tattoos im modernen Fußball fast zur Standardausrüstung gehören, bleibt Julian Brandt seiner Linie treu und trägt keine einzige Tinte auf der Haut. Dies ist teils auf seine Familie zurückzuführen, die Tattoos ablehnt, und teils auf seine eigene Zurückhaltung. Borussia Dortmund ist sein aktueller Verein, wo er seine Karriere fortsetzt.

Die Familie spielt eine zentrale Rolle in Brandts Leben. Er kümmert sich finanziell um seine Eltern und Brüder und ermöglichte ihnen ein größeres Haus. Sein Vater Jürgen fungiert zudem als sein langjähriger Berater, eine Rolle, die er mit großer Zufriedenheit ausfüllt. Diese enge familiäre Bindung prägt ihn auch abseits des Platzes.

Der “X-Faktor”: Überraschung und Spielfreude

Brandt zeichnet sich durch seine Bereitschaft aus, Risiken einzugehen und das Unerwartete zu wagen. Er sucht den “Wow-Faktor” im Spiel, der Fans von den Sitzen reißt. Diese spielerische Unberechenbarkeit, die er bewusst pflegt, macht ihn zu einem wertvollen Spieler, der auch die stabilsten Abwehrreihen knacken kann. Seine Fähigkeit, überraschende Aktionen zu kreieren, ist ein Markenzeichen seiner Spielweise und hat ihm zahlreiche Bewunderer eingebracht.

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Vielseitigkeit auf dem Platz

Die Positionen, auf denen Julian Brandt eingesetzt wird, sind vielfältig: Stürmer, Linksaußen, offensiver Mittelfeldspieler oder Flügelspieler – er kann alles. Mit seiner Körpergröße von 1,85 m bringt er physische Präsenz, Schnelligkeit und Kopfballstärke mit, kombiniert diese aber mit einer beeindruckenden Ballbehandlung, die ihm hilft, aus jeder noch so engen Situation zu entkommen. Ursprünglich als Linksaußen eingesetzt, hat er sich unter Trainern wie Peter Bosz zunehmend in eine zentralere Rolle entwickelt, wo er seine Stärken noch besser ausspielen kann.

Freundschaft und Bodenständigkeit

Besonders hervorzuheben ist seine enge Freundschaft mit Kai Havertz, mit dem er drei Jahre bei Bayer Leverkusen spielte. Die beiden bildeten nicht nur auf dem Platz ein starkes Duo, das von den Medien als “Bravertz” bezeichnet wurde, sondern pflegten auch abseits des Spielfelds eine enge Beziehung. Diese Verbindung symbolisiert auch Brandts allgemeine Bodenständigkeit. Er ist bekannt dafür, Trikots zu verschenken, Selfies mit Fans zu machen und in Interviews nachdenkliche und ehrliche Antworten zu geben. Bescheidenheit und Respekt sind Werte, die er hochhält.

Ein Gewinner durch und durch

Trotz seiner ruhigen und bodenständigen Art besitzt Julian Brandt einen eisernen Siegeswillen. Von Jugendmeistertiteln bis hin zu olympischem Silber und dem Gewinn des Confed Cups 2017 – er will gewinnen. Gemeinsam mit Borussia Dortmund hat er bereits den Supercup (2019) und den DFB-Pokal (2021) gewonnen. Das ultimative Ziel bleibt jedoch der Gewinn der deutschen Meisterschaft, um die Dominanz des FC Bayern München zu durchbrechen. Mit Spielern wie Brandt im Kader scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis dieser Traum Wirklichkeit wird. Seine Einstellung macht ihn zu einem wichtigen Baustein für die zukünftigen Erfolge des Vereins.

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