Inline-Skating und Laufen sind beides beliebte Ausdauersportarten, die sich hervorragend zum Trainieren der Fitness und zum Abnehmen eignen. Doch welcher Sport ist effektiver? Während Laufen oft als Königsklasse des Ausdauertrainings gilt, bietet Inline-Skating einzigartige Vorteile, besonders für Einsteiger und Menschen, die ihre Gelenke schonen möchten. Dieser Artikel vergleicht beide Sportarten hinsichtlich Ausdauerförderung, Kalorienverbrauch, Muskelbeanspruchung und weiteren Aspekten, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, welche Aktivität am besten zu Ihren Zielen passt.
Ausdauer trainieren: Inline-Skating oder Laufen?
Sowohl Inline-Skating als auch Laufen haben einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und verbessern die allgemeine Ausdauer. Ein klares Urteil, welche Sportart “besser” für die Ausdauer ist, lässt sich jedoch nicht fällen, da sie unterschiedliche Stärken aufweisen. Inline-Skating punktet besonders für Einsteiger: Die Bewegung ist weniger anstrengend und schont den Bewegungsapparat stärker als das Laufen. Dies ermöglicht es Anfängern oft, schneller längere Distanzen ohne Pause zurückzulegen, während Läufer oft mehrere Wochen oder Monate benötigen, um diese Distanzen zu erreichen. Sobald die Grundtechnik des Skatings beherrscht wird, ist das Rollen energieeffizienter und erlaubt längere Trainingseinheiten mit geringerer gefühlter Anstrengung.
Kalorienverbrauch: Wo verbrennen Sie mehr Kalorien?
Beim Thema Kalorienverbrauch zeigt sich ein differenzierteres Bild. Inline-Skating ist eine äußerst effektive Methode, um Kalorien zu verbrennen und somit beim Abnehmen zu unterstützen. Bei moderatem Tempo kann eine 70 kg schwere Person etwa 500 Kalorien pro Stunde verbrennen, bei zügigem Tempo sogar bis zu 600 Kalorien. Dies ist mehr als beim Schwimmen (ca. 440 Kalorien) oder beim Krafttraining (ca. 420 Kalorien). Laufen verbrennt jedoch tendenziell mehr Kalorien, abhängig von Intensität und individuellen Faktoren, und kann zwischen 600 und 900 Kalorien pro Stunde liegen. Eine noch höhere Kalorienbilanz beim Inline-Skating lässt sich durch Intervalltraining erreichen, das anstrengende Sprints mit langsameren Phasen kombiniert und den Körper zusätzlich fordert.
Muskelbeanspruchung: Welche Muskeln werden aktiviert?
Beim Inline-Skating liegt der Fokus hauptsächlich auf der Bein- und Po-Muskulatur. Die Haltung, die oft ein leichtes In-die-Hocke-Gehen erfordert, aktiviert diese Muskelgruppen intensiv und stärkt sie stärker als beispielsweise beim Radfahren. Darüber hinaus profitiert auch die Rückenmuskulatur erheblich, da der Oberkörper zur Stabilisierung ständig in Bewegung ist. Anfänger sollten jedoch darauf achten, den Rücken nicht zu überlasten, um Muskelkater zu vermeiden. Auch die Bauchmuskulatur, Arme und Schultern werden durch die aktive Armarbeit und die Rumpfspannung beansprucht. Beim Laufen liegt der Schwerpunkt ebenfalls auf den Beinmuskeln, wobei die Belastung anders ist, da sie primär durch Abstoß- und Landungsbewegungen erfolgt.
Vorteile im Vergleich: Gelenkschonung und Koordination
Ein wesentlicher Vorteil des Inline-Skatings gegenüber dem Laufen ist seine Gelenkschonung. Da beim Skaten keine Sprünge oder ruckartigen Bewegungen stattfinden, werden die Gelenke, insbesondere Knie und Fußgelenke, weniger belastet. Die gleichmäßige und kontinuierliche Bewegung schont die Gelenke, während die Kraft aus der Bein- und Gesäßmuskulatur generiert wird. Zusätzlich trainiert Inline-Skating den Gleichgewichtssinn und die Koordinationsfähigkeit auf eine Weise, die beim Laufen weniger ausgeprägt ist.
Inline-Skating als Ergänzung oder Alternative zum Laufen
Für Läufer kann Inline-Skating eine ausgezeichnete Ergänzung oder Alternative zum Lauftraining darstellen. Es bietet die Möglichkeit, die Tiefenmuskulatur im Bauch-, Rücken- und Hüftbereich zu stärken, was für eine gute Körperhaltung unerlässlich ist. Wer Abwechslung im Training sucht oder aufgrund von Verletzungen eine gelenkenschonendere Alternative benötigt, findet im Inline-Skating die ideale Sportart. Besonders für den Po ist Inline-Skating effektiv: Der charakteristische Scherenschritt und die leicht gebeugte Haltung aktivieren Gesäßmuskeln und die Oberschenkelinnenseite, was zu einem strafferen Po führen kann.
Tipps für den Einstieg ins Inline-Skating
Für einen sicheren und angenehmen Einstieg ins Inline-Skating ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Ein Helm sowie Ellenbogen-, Knie- und Handgelenkschoner sind unerlässlich, um sich vor Verletzungen zu schützen. Beginnen Sie auf verkehrsarmen, ebenen und asphaltierten Wegen, wie Feldwegen oder gemeinsamen Fuß- und Radwegen mit wenig Verkehr. Beachten Sie, dass Inline-Skater rechtlich als Fußgänger gelten und daher nicht auf Radwegen fahren dürfen. Starten Sie mit kurzen Trainingseinheiten von etwa 20 Minuten und steigern Sie diese allmählich auf eine Stunde oder länger. Idealerweise integrieren Sie zwei bis drei Einheiten pro Woche. Wenn Laufen Ihre Hauptsportart ist, ersetzen Sie einzelne, eher regenerative Laufeinheiten durch Inline-Skating.
Fazit: Inline-Skating – Ein idealer Einstieg mit vielen Vorteilen
Inline-Skating ist eine hervorragende Alternative oder Ergänzung zum Laufen, besonders wenn Sie Abwechslung suchen oder eine gelenkschonende Sportart bevorzugen. Es trainiert effektiv Ausdauer und Kraft, insbesondere in den Beinen und im Rumpf, stärkt aber auch Gleichgewicht, Koordination und Beweglichkeit. Ein weiterer Pluspunkt ist die Eignung für Sportanfänger, da auch Personen mit geringerer Grundfitness längere Strecken zurücklegen können. Ob Sie einfach nur Spaß an der Bewegung haben, Ihre Fitness verbessern oder abnehmen möchten – Inline-Skating bietet eine vielseitige und zugängliche Möglichkeit, aktiv zu werden. Achten Sie stets auf die richtige Schutzausrüstung und wählen Sie sichere Strecken für Ihr Training.

