Die indische Küche ist weltberühmt für ihre Vielfalt, ihre intensiven Aromen und die geschickte Verwendung von Gewürzen. Während Hauptgerichte oft im Mittelpunkt stehen, bietet Indien auch eine Fülle an köstlichen Vorspeisen und Snacks, die sich perfekt für gesellige Runden eignen oder als leichter Auftakt zu einem ausgedehnten Mahl dienen. Von knusprigen Frittierungen bis hin zu erfrischenden Salaten – das indische Fingerfood und die Vorspeisen sind eine Entdeckung wert und lassen sich oft gut vorbereiten. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn Gäste erwartet werden, denn so bleibt mehr Zeit für die Bewirtung, während die Speisen nur noch final zubereitet werden müssen. Leckeres schnelles Essen ist dabei ein Stichwort, das viele dieser Gerichte treffend beschreibt.
Knuspriges Fingerfood aus Indien
Beginnen wir mit dem indischen Fingerfood, das sich durch seine einfache Vorbereitung auszeichnet. Wenn die Gäste eintreffen, müssen diese Köstlichkeiten nur noch kurz angebraten oder frittiert werden, um sie frisch und knusprig zu servieren.
Pakoras: Vielfalt in Kichererbsenmantel
Besonders typisch für Indien sind die sogenannten Pakoras. Dabei handelt es sich um Fleisch- oder Gemüsestücke, die in einen würzigen Kichererbsenmehlteig getaucht und anschließend frittiert werden. Die Variationen sind schier endlos: Von Hähnchenpakoras über Brot-Pakoras bis hin zu Gemüse-Pakoras, bei denen eine bunte Mischung aus Süßkartoffel, Blumenkohl, Spargel, Zucchini oder Champignons verwendet werden kann. Wichtig ist, dass härteres Gemüse wie Karotten oder Kartoffeln vorgegart werden muss, bis es bissfest ist. Das vorbereitete Gut wird dann durch den Teig gezogen und portionsweise in heißem Öl goldbraun ausgebacken. Als Dip passen Mangochutney oder ein cremiger Wasabi-Schmand hervorragend dazu.
Küchengeheimnis: Kichererbsenmehl ist ein Multitalent in der indischen Küche. Es dient nicht nur als Bindemittel, sondern auch zum Panieren. Frittierte Speisen werden damit besonders knusprig, ohne übermäßig viel Fett aufzusaugen, da das Mehl eine fettabweisende Wirkung hat. Ein Abtropfen auf Küchenpapier ist oft nicht notwendig. Kichererbsenmehl ist in Reformhäusern oder gut sortierten Asia-Läden erhältlich.
Samosas: Gefüllte Teigtaschen für jeden Geschmack
Auch Samosas, gefüllte und frittierte Teigtaschen, sind als Snack beliebt, egal ob kalt oder warm serviert. Sie eignen sich zudem hervorragend als Vorspeise. Der Teig hierfür wird klassisch aus Mehl, Wasser, Öl und Salz geknetet, zu kleinen Kugeln geformt und dann zu dünnen Kreisen ausgerollt. Wer Zeit sparen möchte, kann auch auf fertigen Yufka- oder Filoteig aus dem Kühlregal zurückgreifen. Die Füllung bietet vielfältige Möglichkeiten: Ob klassisch mit Kartoffeln, würzigem Hackfleisch, frischem Gemüse oder herzhaftem Käse – hier sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Samosas sind zudem die ideale Resteverwertung für übrig gebliebene Currys oder Reisgerichte.
Aloo Tikki: Würzige Kartoffelplätzchen
Kleine, scharf gewürzte Kartoffelplätzchen, in Indien als Aloo Tikki bekannt, sind ein weiterer beliebter indischer Snack. Sie werden am besten frisch aus der Pfanne serviert und harmonieren wunderbar mit einem fruchtigen Chutney. Diese knusprigen Plätzchen, oft mit einer Korianderfüllung, sind ein wahrer Streetfood-Klassiker.
Indische Suppen und dazu Brotgenuss
Keine Länderküche ist komplett ohne ihre Suppen, und die indische Küche bildet da keine Ausnahme. Viele dieser Rezepte eignen sich perfekt als wärmende Vorspeise. Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Linsen spielen hier eine zentrale Rolle und finden häufig Verwendung.
Linsen- und Gemüsesuppen für jeden Gaumen
Wir bieten beispielsweise eine gelbe Linsensuppe mit frischem Koriander oder eine pikante Linsensuppe mit Mango an. Linsensuppe ist nicht nur gut verdaulich und gesund, sondern gilt auch als bewährtes Hausmittel bei Erkältungen. Mit der Zugabe von Currypulver entsteht eine aromatische Rote-Curry-Linsen-Suppe. Für eine fruchtigere Note sorgt eine Möhren-Orangen-Suppe, die allein durch ihre leuchtende Farbe Appetit auf ein indisches Menü macht. Die Auswahl ist groß und jede Suppe hat ihren ganz eigenen Reiz. Ein gesundes schnelles Mittagessen kann so auch flüssig und voller Geschmack sein.
Begleitendes Brot: Naan und Papadam
Zu den Suppen passen klassisch selbstgebackenes Naan-Brot, ein luftiges Fladenbrot aus Hefeteig, oder Papadam, dünne, frittierte Fladen aus Linsenmehl. Diese Brotspezialitäten können nach Belieben mit verschiedenen Gewürzen wie Kreuzkümmel oder Chili verfeinert werden.
Frische Salate nach indischer Art
Wer es lieber kalt als Vorspeise mag, wird die indischen Salate lieben. Hierbei setzt die indische Küche auf frische Zutaten, gerne auch in Kombination mit Obst wie Mango, Hülsenfrüchten und natürlich einer reichen Palette an Gewürzen.
Aromatisches Dressing und knackige Zutaten
Statt eines klassischen Essig-Öl-Dressings verwenden die Inder oft eine Mischung aus Zitronensaft und Chat Masala – einer besonderen Gewürzmischung aus Mangopulver, Chilipulver, Pfeffer, Salz und Garam Masala.
Der Cachumber ist ein klassischer indischer Salat aus Tomaten, Gurken und Zwiebeln, der mit Zitronensaft, Kreuzkümmel und Koriander zu einem erfrischend-würzigen Genuss wird. Für Liebhaber von herzhaften Gerichten empfiehlt sich ein Blattsalat mit Putenstreifen und einem Chutneydressing, das durch Aromen von Ingwer, Nelken, Chili und Oregano besticht und zudem sättigend ist. Auch Linsen- und Kichererbsensalate sind Teil der vielfältigen Auswahl. Mit leichtem Essen wie diesen Salaten kann man sich wunderbar stärken.
Wir hoffen, Sie von der Vielfalt der indischen Vorspeisen überzeugen zu können. Entdecken Sie unsere Rezeptsammlung und lassen Sie sich von weiteren Ideen inspirieren – von herzhaften Lassis über Rezepte mit Paneer (indischem Frischkäse) bis hin zu Indian-Club-Sandwiches und indischen Pfannkuchen. Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!

