Das Backen von Hundekeksen für den eigenen Hund ist nicht nur ein Trend, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, Ihrem treuen Begleiter eine Freude zu machen und gleichzeitig die Kontrolle über die Zutaten zu behalten. Ob als Belohnung nach dem Training oder als kleiner Snack zwischendurch, selbstgemachte Hundeleckerlis sind eine gesunde Alternative zu gekauften Produkten. Dieses Hundekekse backen wird Ihnen und Ihrer Fellnase gefallen. Trainingsleckerlis sind besonders beliebt und können ganz einfach zu Hause hergestellt werden.
Geeignete Zutaten für gesunde Hundekekse
Bei der Zubereitung von Hundekeksen sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Sie können die Zutaten sorgfältig auswählen und sicherstellen, dass nur das Beste für Ihren Hund verwendet wird. Es ist jedoch wichtig zu wissen, welche Lebensmittel für Hunde unbedenklich sind und welche vermieden werden sollten.
Getreide und Alternativen
Wenn Ihr Hund empfindlich auf Gluten reagiert, gibt es zahlreiche glutenfreie Alternativen zu herkömmlichem Mehl. Reismehl, Kartoffelmehl oder Maismehl eignen sich hervorragend als Basis für Hundekekskekse. Auch Haferflocken, insbesondere feine Haferflocken, sind eine beliebte und gut verträgliche Zutat. Dinkelmehl, in verschiedenen Typen erhältlich, ist ebenfalls eine gute Wahl.
Proteinquellen
Fleisch oder Fisch wie Thunfisch können den Hundekeksen eine zusätzliche Geschmacksnote und wertvolle Proteine verleihen. Auch Quark, Joghurt oder Hüttenkäse werden von vielen Hunden geschätzt und lassen sich gut in den Teig einarbeiten.
Obst und Gemüse
Gemüse wie Karotten oder Obst wie Äpfel, Birnen und Bananen sind nicht nur gesund, sondern verleihen den Keksen auch eine natürliche Süße und wertvolle Vitamine.
Öle und Fette
Achten Sie bei der Zugabe von Öl auf hohe Qualität. Leinöl, Distelöl, Sonnenblumenöl oder Rapsöl sind gute Optionen. Gemahlene Haselnüsse können ebenfalls für zusätzlichen Geschmack und Nährstoffe sorgen. Käse ist für viele Hunde ein besonderer Leckerbissen und findet in einigen Rezepten Verwendung.
Was Hunde nicht fressen dürfen
Es gibt einige Zutaten, die in Hundekeksen absolut nichts verloren haben und sogar schädlich sein können:
- Zucker und die meisten Gewürze: Diese können den empfindlichen Verdauungstrakt von Hunden belasten.
- Kakao und Schokolade: Enthalten Theobromin, das für Hunde giftig ist.
- Rosinen und Weintrauben: Können zu Nierenversagen führen.
Achten Sie stets auf die spezifischen Bedürfnisse und eventuellen Unverträglichkeiten Ihres Hundes. Bei Unsicherheiten ist es immer ratsam, einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker zu konsultieren.
Der richtige Umgang mit selbstgemachten Hundekeksen
Da die Rezepte für Hundekekse in der Regel frische Zutaten ohne Konservierungsstoffe verwenden, sind sie nur begrenzt haltbar. Um die Haltbarkeit zu verlängern, sollten die Kekse nach dem Backen gut trocknen und trocken und geschützt gelagert werden. Luftdichte Dosen sind hierfür ideal.
Wenn Sie unsicher bezüglich bestimmter Zutaten sind oder Ihr Hund allergische Reaktionen zeigt, holen Sie sich professionellen Rat. Oftmals lassen sich Rezepte durch Austausch einzelner Zutaten anpassen, sodass Ihr Hund trotzdem Freude an den selbstgemachten Leckerbissen haben kann.
Vielfältige Rezepte für jeden Geschmack
Birnen-Kekse
Zutaten: 100 g Birne, 100 g feine Haferflocken, 150 g Dinkelmehl, ca. 50 ml Wasser, 70 g Naturjoghurt.
Zubereitung: Birne raspeln, mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten. Teig ca. 4-4,5 mm dick ausrollen, Kekse ausstechen und bei 180°C ca. 25-30 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt und trocken sind. Gut auskühlen lassen.
Möhren-Würfel
Zutaten: 1 Möhre, 1 Ei, 50 ml Wasser, 1 EL Olivenöl, 150 g Dinkelvollkornmehl, 50 g zarte Haferflocken.
Zubereitung: Möhre raspeln. Mehl und Haferflocken mischen, Möhrenraspel, Ei und Olivenöl hinzufügen. Mit dem Mixer zu einem Teig verarbeiten, Wasser zugeben und weitere 4 Minuten rühren. Teig ca. 4 mm dick ausrollen, mit einer Gabel einstechen und in ca. 2 cm große Quadrate schneiden. Bei 180°C (Umluft 160°C) ca. 30-35 Minuten backen.
Apfel-Joghurt-Knochen
Zutaten: 1 Apfel, 70 g fettarmer Joghurt, 50 ml Wasser, 150 g Dinkelmehl Typ 630, 100 g zarte Haferflocken.
Zubereitung: Apfel fein raspeln. Mehl und Haferflocken mischen, Apfelraspel und Joghurt hinzufügen und mixen. Löffelweise Wasser zugeben, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Teig ca. 4 cm dick ausrollen, Knochenformen ausstechen und bei 180°C (Umluft 160°C) ca. 30 Minuten backen.
Käse-Cracker
Zutaten: 80 g geriebener Käse, 1 Ei, 75 ml Wasser, 1 EL Olivenöl, 40 g Haferkleie, 60 g Dinkelmehl Typ 630, 100 g Roggenmehl Typ 997.
Zubereitung: Mehl und Haferkleie mit Käse, Ei und Olivenöl mischen. Nach 2 Minuten Mixerzeit Wasser zugeben und weitere 4 Minuten rühren. Teig ca. 5 mm dick ausrollen, Kekse ausstechen und bei 180°C (Umluft 160°C) ca. 20-25 Minuten backen.
Erdnusskekse
Wichtig: Testen Sie vorher, ob Ihr Hund Erdnüsse verträgt!
Zutaten: 150 g Vollkorn Dinkelmehl, 70 g Kleinblatt Haferflocken, 3 EL reines Erdnussmus, 4 EL reiner Apfelmus, 1 Eigelb.
Zubereitung: Alle Zutaten zu einem Teig verkneten, ca. 0,5 cm dick ausrollen und Kekse ausstechen. Zuerst bei 200°C Umluft 10 Minuten backen, dann bei 180°C weitere 15 Minuten fertig backen. Bei geöffneter Ofentür abkühlen und trocknen lassen.
Leberwurst-Bällchen
Empfehlung: Verwenden Sie spezielle Leberwurst für Hunde.
Zutaten: 100 g grobe Haferflocken, 100 g feine Haferflocken, 150 g Quark, 150 g Leberwurst, 2 EL Sonnenblumenöl, 1 Ei.
Zubereitung: Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und kleine Kugeln formen. Bei 175°C etwa 25 Minuten backen, anschließend auskühlen lassen.
Weihnachtliche Gebäcke für Hunde
Zucchini-Bäumchen
Zutaten: 1 kleine Zucchini (ca. 230 g), 2 Eier, 350 g Dinkelmehl, Wasser und Mehl nach Bedarf, Rosmarin.
Zubereitung: Zucchini schälen, pürieren und mit den restlichen Zutaten zu einem formbaren Teig verkneten. Teig ausrollen und mit Weihnachtsbaum-Förmchen ausstechen. Ca. 25 Minuten backen und im ausgeschalteten Ofen nachtrocknen lassen. Optional mit Rosmarin bestreuen.
Mandel-Plätzchen
Zutaten: 250 g Roggenmehl, 200 g Haferflocken, 2 EL Honig, 2 Eier, 150 ml warmes Wasser, Mandeln zum Bestreuen, eine Prise Zimt (Vorsicht: Nicht jeder Hund verträgt Zimt!).
Zubereitung: Zutaten gut vermischen, Plätzchen ausstechen, mit Mandeln bestreuen und bei 220°C ca. 10-15 Minuten backen. Im ausgeschalteten Ofen nachhärten lassen.
Hundekekse für Allergiker
Für Hunde mit Allergien können Karottenpüree oder Kürbispüree anstelle von Erdnussbutter verwendet werden. Ein Teelöffel Saaten wie Leinsaat, Sonnenblumenkerne, Hanfsaat oder Chiasamen kann die Kekse mit zusätzlichen Superfoods anreichern.
No-Bake Kekse
Zutaten: 100 ml Kokosöl, 100 ml reines Erdnussmus, Silikonförmchen.
Zubereitung: Kokosöl schmelzen, Erdnussmus einrühren. In Silikonförmchen gießen und für ca. 1 Stunde ins Gefrierfach legen. Luftdicht im Kühlschrank lagern (ca. 1 Woche haltbar). Restmasse kann mit Haferflocken angedickt und zu Bällchen geformt werden.
Die Aufbewahrung von Hundekeksen mit Fleisch- oder Fischanteil im Kühlschrank wird empfohlen. Manche Leckerlis lassen sich sogar einfrieren. Viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte und Ihrem Hund einen guten Appetit!

