Hundefutter im Test: Der ultimative Ratgeber für Nass- und Trockenfutter

GranataPet Liebling’s Mahlzeit Fasan & Geflügel

Die Ernährung ist ein entscheidender Faktor für ein langes und gesundes Hundeleben. Angesichts der riesigen Auswahl an Hundefutterprodukten auf dem Markt stehen viele Hundehalter vor der Herausforderung, das richtige Futter für ihren vierbeinigen Begleiter zu finden. Dieser umfassende Test beleuchtet die Unterschiede zwischen Nass- und Trockenfutter, analysiert deren Inhaltsstoffe und stellt empfehlenswerte Produkte vor.

Die Vielfalt der Hundefutterarten

Neben der klassischen Wahl zwischen selbst zubereitetem Futter, Nass- und Trockenfutter gewinnt auch das Barfen (Biologisch artgerechtes Rohfutter) zunehmend an Beliebtheit. Dabei wird der Hund mit rohem Fleisch, Obst, Gemüse und Kräutern ernährt. Während die selbstbestimmte Zusammenstellung des Barf-Menüs eine hohe Kontrolle über die Nährstoffzufuhr ermöglicht, erfordert sie auch umfassendes Wissen über die Bedürfnisse des Hundes. Fertigprodukte wie “Fertig-BARF” sollen diesen Aufwand reduzieren, werfen jedoch die Frage auf, ob der Vorteil des Barfens noch gegeben ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Barfen ist die Hygiene, da rohes Fleisch Keime wie Salmonellen enthalten kann, die auch für Hunde gesundheitsschädlich sind.

Schließt man Barfen und Selbstkochen aus, verbleibt die Entscheidung zwischen Nass- und Trockenfutter. Beide Futterarten haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile.

Trockenfutter: Vorteile und Nachteile

Vorteile:

  • Haltbarkeit: Trockenfutter ist lange haltbar, was den Kauf größerer Mengen und somit eine Reduzierung des Verpackungsmülls ermöglicht.
  • Portionierbarkeit und Transport: Es lässt sich leicht portionieren und ist praktisch für unterwegs, beispielsweise auf Reisen.
  • Verträglichkeit: Viele Hunde vertragen Trockenfutter besser als Nassfutter.

Nachteile:

  • Wassergehalt: Hunde, die hauptsächlich mit Trockenfutter ernährt werden, benötigen eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da das Futter im Magen aufquillt und dem Körper Wasser entzieht.
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Nassfutter: Vorteile und Nachteile

Vorteile:

  • Flüssigkeitszufuhr: Nassfutter enthält einen hohen Feuchtigkeitsanteil, was den zusätzlichen Wasserbedarf des Hundes deckt.

Nachteile:

  • Haltbarkeit: Geöffnete Dosen oder Beutel sind nur begrenzt haltbar, was den Kauf kleinerer Gebinde und potenziell mehr Abfall zur Folge hat.
  • Geruch: Nassfutter kann einen intensiveren Geruch entwickeln, der von manchen Menschen als unangenehm empfunden wird.

Eine Mischfütterung, bei der Trocken- und Nassfutter kombiniert werden, ist ebenfalls eine Option und kann die Vorteile beider Futterarten nutzen.

Nährstoffbedarf im Wandel der Zeit und Lebensphasen

Der Nährstoffbedarf eines Hundes variiert erheblich je nach Lebensphase. Welpen im Wachstum benötigen eine andere Zusammensetzung als ausgewachsene Hunde oder Senioren. Aus diesem Grund sind spezielle Futter für Welpen, erwachsene und ältere Hunde erhältlich.

Auch die Größe eines Hundes spielt eine Rolle, insbesondere während des Wachstums. Ein junger Dackel hat andere Bedürfnisse als eine Deutsche Dogge. Ob diese Unterschiede im Nährstoffbedarf auch im Erwachsenenalter noch so relevant sind, dass unterschiedliche Futtersorten nötig sind, ist fraglich. Hier rücken eher die Lebensumstände und das Aktivitätslevel in den Vordergrund.

Darüber hinaus kann die Anpassung der Krokettenform und -größe bei Trockenfutter an die unterschiedlichen Kiefergrößen verschiedener Rassen sinnvoll sein, um das Fressen zu erleichtern.

Vegetarische und vegane Ernährung für Hunde?

Angesichts ethischer und ökologischer Überlegungen rücken vegetarische und vegane Hundefuttersorten zunehmend in den Fokus. Befürworter argumentieren, dass die reine Nährstoffzusammensetzung entscheidend ist, unabhängig davon, ob sie tierischen oder pflanzlichen Ursprungs ist. Dem steht die Tatsache gegenüber, dass der Verdauungstrakt des Hundes evolutionär stärker auf fleischliche als auf pflanzliche Nahrung ausgerichtet ist. Pflanzliche Nahrung muss oft aufwendig verarbeitet werden, damit der Hund die enthaltenen Nährstoffe aufnehmen kann. Aus diesem Grund wurden rein vegetarische oder vegane Futtersorten in diesem Test nicht berücksichtigt.

Die Bedeutung der Zusammensetzung: Was steckt drin?

Um die Qualität eines Hundefutters beurteilen zu können, ist eine transparente Deklaration unerlässlich. Hierbei unterscheidet man zwischen offener, halboffener und geschlossener Deklaration:

  • Offene Deklaration: Alle Zutaten werden inklusive Mengenangaben (meist in Prozent) aufgelistet. Dies ermöglicht den besten Überblick über die Zusammensetzung.
  • Halboffene Deklaration: Alle Zutaten werden aufgeführt, jedoch nicht alle Mengenangaben.
  • Geschlossene Deklaration: Hier werden nur Gruppenbezeichnungen wie “Fleisch” oder “Getreide” verwendet, was kaum Rückschlüsse auf die Qualität zulässt.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Inhaltsstoffe auf der Verpackung absteigend nach Menge aufgeführt werden müssen. Die Zutat mit dem höchsten Anteil steht an erster Stelle.

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Fleischanteil: Mehr ist nicht immer besser

Fachleute sind sich einig, dass Hunde keine reinen Fleischfresser sind und weitere Bestandteile für eine ausgewogene Ernährung benötigen. Die Zusammensetzung der Nährstoffe ist entscheidend, nicht zwangsläufig ein extrem hoher Fleischanteil. Ein Futter mit 80 % Fleisch, das nur aus Muskelfleisch besteht, liefert möglicherweise nicht alle notwendigen Nährstoffe. Innereien, Knorpel und andere tierische Nebenprodukte können wertvolle Nährstoffe und Aminosäuren liefern.

Hersteller mischen oft Frischfleisch mit Fleischmehl. Bei der Angabe von Frischfleischanteilen ist zu beachten, dass dies nicht den gesamten Fleischanteil ausmacht. Fleischmehl kann eine gute Quelle für Nährstoffe sein, ohne dass dies negativ für die Qualität spricht.

Getreide: Ein kontroverses Thema

Getreide gerät oft in den Fokus, da insbesondere Weizen bei Hunden Unverträglichkeiten und Allergien auslösen kann. Viele Hersteller verzichten daher auf Weizen oder generell auf Getreide und setzen stattdessen auf Alternativen wie Gerste, Hafer, Pseudogetreide (Buchweizen, Amaranth, Reis) oder auch Kartoffeln und Süßkartoffeln. Obwohl Hunde keine Getreidefresser sind, kann Getreide in Maßen durchaus verträglich sein.

Tierische und pflanzliche Nebenerzeugnisse: Was verbirgt sich dahinter?

Tierische Nebenerzeugnisse wie Hahnenkämme, Augen oder Krallen sind nicht per se schlecht für Hunde, die Menge ist hier entscheidend. Wertvolle Schlachtnebenprodukte können Innereien, Pansen oder Knochen als Kalziumlieferanten sein.

Pflanzliche Nebenerzeugnisse entstehen bei der Verarbeitung pflanzlicher Erzeugnisse. Dies können Reste wie Schalen oder Stroh sein, die eher dem Hersteller dienen, oder aber auch wichtige Ballaststoffe. Hersteller, die diese Zutaten unter Oberbegriffen wie “tierische” oder “pflanzliche Nebenerzeugnisse” verbergen, lassen Raum für Spekulationen über die Qualität.

Öle und Fette: Wichtige Omega-Fettsäuren

Fett ist nicht nur ein Geschmacksträger, sondern liefert auch essentielle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Öle mit einem ausgewogenen Verhältnis dieser Fettsäuren sind zu bevorzugen. Kaltgepresste Öle wie Leinöl, Hanföl oder Distelöl sind empfehlenswert. Fischöl, insbesondere Lachsöl, ist ebenfalls beliebt, während Algenöle eine nachhaltige Alternative darstellen.

Zucker: Ein absolutes No-Go

Zucker hat in keiner Form etwas im Hundefutter zu suchen. Er kann zu Übergewicht und Zahnproblemen führen. Glücklicherweise deklarieren die meisten Hersteller heute keinen Haushaltszucker mehr direkt.

Die besten Nassfutter-Optionen im Test

Bei der Bewertung von Nassfutter stand der Fleischanteil im Vordergrund. Eine klare und detaillierte Deklaration der einzelnen Fleischsorten gab Aufschluss über die Qualität. Innereien wurden als wertvolle Nährstofflieferanten positiv bewertet.

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Testsieger: GranataPet Liebling’s Mahlzeit Fasan & Geflügel

Mit einem Fleischanteil von 65 % überzeugt dieses Futter durch eine ausgewogene Zusammensetzung. Alle Zutaten sind mit genauen Mengenangaben aufgeführt, es ist getreidefrei und enthält nahrhafte Innereien. Das zugesetzte Leinöl liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

GranataPet Liebling’s Mahlzeit Fasan & GeflügelGranataPet Liebling’s Mahlzeit Fasan & Geflügel

Auch gut: Wildes Land Classic Adult Huhn

Dieses getreidefreie Nassfutter besticht durch eine vollständige Deklaration aller Zutaten mit Mengenangaben. Der Fleischanteil von 62 % ist gut, und das enthaltene Distelöl liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

Wildes Land Classic Adult HuhnWildes Land Classic Adult Huhn

Luxusklasse: Lakefields Manufaktur Huhn

Mit einem Fleischanteil von 61 % und nahrhaften Innereien, aber ohne Getreide, überzeugt dieses Futter, auch wenn der Preis höher ist.

Lakefields Manufaktur HuhnLakefields Manufaktur Huhn

Höchster Fleischanteil: Anifit Witwe Boltes Schrecken

Dieses Futter bietet mit 92 % den höchsten Fleischanteil im Test und ist getreidefrei. Alle Zutaten sind genau deklariert.

Anifit Witwe Boltes SchreckenAnifit Witwe Boltes Schrecken

Bio-Zutaten: Defu Huhn »High Sensitive«

Dieses Bio-Nassfutter punktet mit einem hohen Fleischanteil (87 %) und dem Verzicht auf Getreide und Konservierungsstoffe.

Defu Huhn »High Sensitive«Defu Huhn »High Sensitive«

Die besten Trockenfutter-Optionen im Test

Trockenfutter wird von vielen Hundebesitzern bevorzugt, da es gut verträglich ist, weniger Abfall produziert und einen unaufdringlicheren Geruch hat.

Testsieger: Lakefields Trockenfleisch-Menü Huhn

Dieses getreide- und zuckerfreie Trockenfutter überzeugt mit einem Fleischanteil von 68 % und einer offenen Deklaration, die alle Zutaten genau angibt.

Lakefields Manufaktur Trockenfleisch-Menü HuhnLakefields Manufaktur Trockenfleisch-Menü Huhn

Auch gut: Rinti Max-i-Mum Huhn

Mit 65 % Frischfleischanteil und ohne Getreide oder Zucker ist dieses Futter eine gute Wahl. Das enthaltene Fischöl liefert wichtige Omega-Fettsäuren.

Rinti Max-i-Mum HuhnRinti Max-i-Mum Huhn

Halbfeucht: Platinum Adult Chicken

Dieses Trockenfutter punktet mit einem hohen Fleischanteil (70 %) und mehreren kaltgepressten Ölen zur optimalen Versorgung mit Omega-Fettsäuren.

Platinum Adult ChickenPlatinum Adult Chicken

Preistipp: Dein Bestes Naturverliebt mit Huhn & Aloe Vera

Für preisbewusste Halter ist dieses getreidefreie Trockenfutter mit 60 % Frischfleischanteil eine gute Option.

Trockenfutter Dein BestesTrockenfutter Dein Bestes

Fazit: Eine bewusste Entscheidung für die Gesundheit des Hundes

Die Wahl des richtigen Hundefutters ist eine wichtige Entscheidung, die maßgeblich zur Gesundheit und zum Wohlbefinden Ihres Vierbeiners beiträgt. Eine genaue Betrachtung der Inhaltsstoffe, eine transparente Deklaration und die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes sind dabei unerlässlich. Ob Nass- oder Trockenfutter, die vorgestellten Produkte bieten eine ausgezeichnete Grundlage für eine ausgewogene Ernährung. Im Zweifel ist es immer ratsam, sich auch von einem Tierarzt oder Ernährungsberater beraten zu lassen.